04.02.2017: GEORGETOWN (Grand Cayman)

Reisenotizen:

Samstag 04.02.2017

Liegezeit: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr
Liegeplatz: Aidaluna liegt auf Reede

Wetter: heiter bis wolkig 26 Grad
Zeitverschiebung:
minus 6 Stunden

Nächste Etappe: 202 Seemeilen (387Kilometer) bis Montego Bay/ Jamaika


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus Grand Cayman 🙂

Heute ist mb’s Geburtstag. Wir alle freuen uns darauf mit ihm gemeinsam einen tollen Geburtstag zu feiern. Und das Wetter spielt auch mit. Perfekt!

Wir haben bereits von zu Hause aus für heute einen Ausflug bei Captain Marvin gebucht – die Three-Stop Stingray/Snorkel-Tour. Die Tour kostet 45 US$ p.P. (Stand: Feb 17). Wir wollen unbedingt zu den Rochen nach Stingray City. Das ist das absolute Highlight der Insel. Dazu kommen noch zwei Schnorchel Stopps am Cayman Barrier Reef sowie an Coral Gardens. Darauf freuen wir uns genauso. Schnorcheln macht einfach riesig Spaß! Und anschließend wollen wir uns am Seven Mile Beach absetzen lassen. Das ist der bekannteste und schönste Strand auf Grand Cayman 🙂

Übrigens war das Buchen eines privat organisierten Ausflugs auf Grand Cayman eine echte Herausforderung. Alle Anbieter – auch Captain Marvin’s – verlangten bei der Buchung die Angabe einer Kreditkarte. Das haben wir so noch nie erlebt. Manchmal gab es Anzahlungen bei der Reservierung – aber noch nie wurde eine Kreditkarte verlangt. Cayman Islands sind wohlhabende Inseln, das merkt man hier. Nach langem Hin und Her, vielem Googlen und Foren-Durchsuchen (nichts Negatives gefunden!) haben wir unser Herz in die Hand genommen und für uns acht die Tour um 9:00 Uhr gebucht. Alles verlief absolut professionell. Wir erhielten Mail-Bestätigungen, Hinweise zum Treffpunkt und die Bestätigung, dass die Kreditkarte nur als Sicherheit hinterlegt wird. Und der Ausflug war wirklich klasse! Lasst Euch darauf ein und Ihr werdet einen unvergesslichen Tag mit ein wenig Adrenalin erleben.Wir können Captain Marvin’s uneingeschränkt empfehlen!

Und was uns ganz besonders freut: Endlich klappt es, dass wir mit Rochen schwimmen 🙂 Wir wollten schon vor 8 Jahren hier mit den Rochen schwimmen. Damals ist der Ausflug leider abgesagt worden, weil kurz vorher ein Hurrikan über die Region fegte und die Tiere zu unruhig waren. Das war einfach zu gefährlich. Es sind und bleiben wilde freilebende Tiere.

Der Tag beginnt mit Tendern

Wir tendern heute wieder. Natürlich wollen alle so schnell wie möglich vom Schiff. Wir auch. Denn unsere Tour geht schon um 9:00 Uhr los. Treffpunkt ist aber schon ab 8:30 Uhr … Schon kurz nach 8:00 stellen wir uns – wie viele andere auch – im Treppenhaus in die Schlange. Zum Glück ist der Weg nach Georgetown nicht weit. Das Tendern wird voraussichtlich keine 10 Minuten dauern.

Wir schaffen es auch als Gruppe ziemlich weit vorne in der Treppenhaus-Schlange zu stehen. Auf einmal fällt Simi ein, dass sie und mb ihre Kamera auf der Kabine vergessen haben. Oh nein! Aber noch ist Zeit, das Tendern hat noch nicht angefangen. Schnell wie der Blitz ist Simi wieder da. Geschafft! Dann stellt Astrid die notorische Frage, ob auch alle ihre Bordkarten haben. Ein siebenfaches JAAAAA erschallt. Halt Moment, sieben? Wir sind doch acht… Greg hat nicht eingestimmt. Er dachte Juli hat seine Karte mit eingepackt, das hat sie allerdings nicht… Also muss der nächste von Deck 3 auf Deck 8 spurten… denn ohne die Bordkarten kommen wir nicht vom Schiff und erst recht nicht wieder auf das Schiff drauf!!! Gut, dass Greg so schnell laufen kann. Er schlängelt sich in rasendem Tempo durch die wartende Menge und kommt nach kurzer Zeit mit der Bordkarte zurück. Nun kann es endlich losgehen 🙂

Jetzt wird das Tendern eröffnet und alle scharren mit den Hufen. Dummerweise wird unsere Gruppe getrennt. AIDA lässt blöderweise (aber verständlich!) die eigenen Ausflügler vor und wir können als Individual-Reisende nur häppchenweise auf die Tenderboote. Greg und Juli schaffen es mit uns auf das erste Boot, die anderen vier erwischen das zweite Tenderboot. Alles paletti 🙂

Unser Reedeplatz ist allerdings der viertletzte Platz. Drei Amischiffe liegen mit uns vor Cayman und die Reihenfolge der Schiffe wird nach der Anzahl der Passagiere festgelegt. Da wir das kleinste Schiff sind, liegen wir weiter hinten. Somit ist unser Tenderanlegeplatz am South Terminal und wir haben ein paar Meter mehr zu laufen.

Quelle: https://www.captainmarvins.com/

 

Stingray City – wir kommen 🙂

Es ist trotzdem nicht weit zum Büro von Captain Marvin. Nur ein paar hundert Meter die Hauptstraße links herunter laufen und dann die Straße überqueren. Im Waterfront Center befindet sich der Check-In von Captain Marvin’s. Übrigens liegt direkt daneben ein Piranha Joe Laden- dort gibt es coole Shirts. Merken wir uns schon mal für nachher :-)Astrid erledigt inzwischen die Anmeldung für uns alle, während Juli, Greg und ich auf die anderen warten.

Pünktlich um 9:00 Uhr geht es los.Wir werden mit einem Bus rund 10 Minuten zum Anleger gefahren. Dort erwartet uns Captain Marvin mit seiner Crew. Die Gruppe ist mit 35 Menschen überschaubar. Wir sind 14 Deutsche und der Rest sind Amerikaner. Die Tour dauert 3 Stunden.

Wir fahren durch kristallklares Wasser und kommen nach 15 Minuten Fahrt an der Sandbank Stingray City mitten in der Grand Cayman Bucht an. Mit uns sind nur drei andere Boote vor Ort. Das kennt man auch anders. Die AIDA-Ausflügler sind noch nicht zu sehen.

Erste Berührung mit den Rochen

Alle wollen schnell ins Wasser. Es gibt vorher allerdings noch einige Sicherheitshinweise von unserer Crew. Wir dürfen nicht vergessen: Es handelt sich bei den Rochen um wilde Tiere im offenen Meer, die angefüttert werden und uns in ihrem Revier nur dulden. Also kein wildes herumspringen, aufpassen wo man hintritt und immer auf die Anweisungen der Guides hören.

Rochen sind sehr freundliche und umgängliche Tiere. Sie lassen sich liebend gerne streicheln und anfassen. Vergleichbar mit dem wohligen Schnurren einer Katze 🙂 Aber sie haben einen giftigen Stachel am Ende ihres Schwanzes. Mit diesem Stachel können sie sich wehren, wenn sie sich bedroht fühlen oder wenn sie verletzt werden. Das führt meistens zu Kreislaufproblemen und Schwindel, in seltenen Fällen muss man ins Krankenhaus. Daher einfach aufpassen, dass man nicht versehentlich auf einen Rochen drauf tritt 🙂

Und ab geht’s ins Wasser. Einfach mit Badeklamotten, Taucherbrille, Unterwasserkamera und ohne Schuhe.Wir stellen uns im Kreis um unseren Guide auf und er erklärt uns am lebenden Objekt, wie man mit Rochen umgeht.

Um uns herum schwimmen zig Rochen – groß und klein! Sie streichen um unsere Beine und stören sich überhaupt nicht an uns. Einfach den Kopf unter Wasser stecken und staunen 🙂

Wie im Traum – Stingray City

Die Rochen lassen sich sehr gerne am Rücken und auch am Bauch streicheln. Das Berühren der Rochen ist schon seltsam. Etwas fischig und es fühlt sich an wie Gummibärchen. Aber unwahrscheinlich toll. Wir baden wirklich mit Rochen! In Stingray City tummeln sich 40 bis 50 dieser Tiere in unterschiedlichen Größen. Es ist unbeschreiblich. Wir möchten alle gar nicht mehr weg. Selbst die zuerst Rochen-scheue Manu traut sich zum Schluss einen Rochen zu streicheln.

Die Rochen schwimmen wie selbstverständlich zwischen uns hindurch und scheinen sich nicht unwohl zu fühlen. Captain Marvin hat einen Fotografen mit an Bord der supertolle Fotos schießt wie wir alle Mann Rochen knutschen und uns Rochen um die Schultern gelegt werden… Einmalig! Einzigartig! Ohne Worte!

Coral Garden und Cayman Barrier Reef

Aber leider müssen wir uns nun von den Rochen trennen und es geht weiter zum nächsten Schnorchelstopp – dem Korallengarten. Auf dem Boot suchen wir uns passende Flossen aus, die Captain Marvin in ausreichender Form dabei hat. Vor dem Schnorcheln wird noch die Taucherbrille in einem Fass mit „Spülwasser“ gesäubert, damit sie nicht so beschlägt. Und ab geht’s ins Wasser 🙂 Wir entdecken viele kleine Fischlein, die sich in wunderschönen Korallen verstecken.

Alle wieder husch, husch aus dem Wasser und ab geht es zum nächsten Schnorchelstopp. Hier ist es traumhaft schön! Im kristallklaren Wasser sehen wir viele Fische, wunschschöne Korallen und dazwischen gleiten immer wieder majestätisch Rochen.

Also um jetzt schon einmal ein Fazit zu ziehen: Dieser Ausflug hat sich zu 1000 % gelohnt. Alle sind restlos begeistert. 45 US$ pro Person sind auch nicht zu viel. Für unseren Geschmack hätte der Ausflug noch viel länger gehen können .

Zum Schluss werden die Fotos zum Verkauf angeboten. Ein einzelnes Foto kostet 6 US$. Man kann sich diese auf einem Tablett ansehen und aussuchen. Wir entscheiden uns allerdings für die All-In-Variante und zahlen für einen USB Stick mit sämtlichen Fotos 142 US$. Das sind gerade einmal 35 Dollar pro Paar. Und es sind wirklich viele tolle Fotos dabei. Alles richtig gemacht 🙂

Gegen 12 Uhr kommen wir wie geplant wieder am Anlegeplatz von Captain Marvins an. Ein toller Ausflug geht zu Ende.

Traumstrand Seven Mile Beach

Als wenn das noch nicht alles wäre, hält der Tag noch ein weiteres Highlight bereit. Wir lassen uns nicht sofort zum Schiff zurück bringen, sondern am schönsten Strand Caymans absetzen – dem Seven Mile Beach. Kilometerlanger feinsandiger weißer Strand mit kristallklaren blaugrünem Wasser. Wie es aber bei so vielen Stränden in der Karibik ist – wunderschön heißt in der Regel auch sehr voll 😦 Hier pocht das Leben. Viele Einheimische und sehr viele Amerikaner bevölkern diesen Strandabschnitt.

Wo es leerer ist, gibt es keine Liegen und auch meist keinen Schatten. Wir aber mögen diese Annehmlichkeiten (zumindest für einen überschaubaren Zeitraum) und mieten uns Liegen und Sonnenschirme. Es hält uns wieder nicht lange auf unsere Liege (15 US$ für zwei Liegen und Sonnenschirm), die Sonne brennt und wir springen sofort ins Wasser.

Das macht Spaß. Wir genießen die knapp 1 ½ Stunden die wir uns als Zeitlimit gesetzt haben mit Schwimmen, Relaxen und Sonnenbaden. Uns geht es einfach gut! Und wir beobachten ganz entspannt die Wassersportler mit ihren Jetskis und Flyboards. Die Seele baumeln lassen ist hier wirklich einfach.

Zum Abschluss noch ein paar Spaßfotos 🙂 Wir werfen uns in den Sand, lassen uns vom Meer umspülen und machen mal auf Model. Wir haben alle einen Heidenspaß dabei. Und nach unserer Fotosession stellen wir fest, dass mehrere andere Strandgäste unsere die Idee mit dem „Wir liegen im Sand und Meer-Foto“ wohl auch gefällt und sie sie inzwischen nachstellen. Wie lustig!

So langsam packen wir unsere Sachen zusammen. Wir wollen noch ein wenig den Strand entlang laufen und den feinen Sand unter unseren Füßen spüren. Der Strand ist wirklich wunderschön.

An einem Hotel laufen wir zurück an die Hauptstraße und halten ein Sammeltaxi an. Das geht ganz einfach: Nur die Hand raushalten und Sekunden später hält der Taxi-Minibus. Für 2,50 Dollar p.P. nimmt uns der Fahrer mit und lässt uns in der Innenstadt wieder heraus. Das hat doch alles super geklappt. Jetzt können wir noch Georgetown erkunden. Ich möchte gerne zu Piraña Joe und ins Hard Rock Cafe.

Shopping in Georgetown

Wir trennen uns jetzt von den anderen. Mit acht Menschen shoppen zu gehen macht nicht wirklich Spaß. Also bis später 🙂

So wirklich viel zu sehen gibt es in Georgetown nicht. Wir laufen die Hauptstrasse entlang bis wir wieder am South Terminal – dem AIDA Tenderanlegeplatz – ankommen. Auf dem Weg gibt es mehrere nette Geschäfte und Malls. Einkaufen kann man hier ganz gut 🙂 Aber die Sonne brennt und die Geschäfte sind stark klimatisiert. Also halten wir uns hier nicht so lange auf. Ist uns einfach zu kalt 🙂

Am South Terminal hat sich schon eine ellenlange AIDA-Tenderschlange gebildet. Was um alles in der Welt wollen die schon zurück an Bord… und das in brütender Hitze. Das soll nicht unser Problem sein. Wir würden uns allerdings nicht so lange in die pralle Sonne stellen und auf das nächste Tenderboot warten. Da laufen wir doch lieber in das unmittelbar in Tenderbootnähe liegende Hard Rock Cafe (vom Tenderbootpier aus gesehen 20 Meter rechts laufen und die Straße überqueren 🙂 ) und genießen dort einen Mango Berry Cooler. Den haben wir auch im HRC auf Key West getrunken, verdammt lecker! Und verdrücken mit Simi, mb, Andi und Manu, die das gleiche Ziel hatten, eine Riesen Portion Nachos.

Wir nähern uns langsam der 15:30 Uhr-Marke. Das letzte Tender… Wir reißen uns vom HRC los, laufen zur Tenderpier und ohne dass wir lange in der Sonne braten, steigen wir auf ein Tender zurück zum Schiff und sind kurze Zeit später wieder auf der Kabine.

Geburtstagsessen im Buffalo Steak House

Erst um 20:00 Uhr haben wir unseren nächsten Termin. Das Geburtstagsessen im Buffalo Steak House für unseren mb. Da bleibt sogar Zeit für ein kleines Nickerchen auf der Kabine.

Frisch geduscht und ausgeruht laufen wir zum Buffalo Steak House und lassen uns leckere Steaks, Filet Mignos und Wagyo Burger schmecken. Super lecker. Der Service ist – wie immer – ausgezeichnet und  mb fühlt sich wohl. Als Dessert gibt es noch eine Geburtstagstorte – spendiert von mb’s Kindern als Geburtstagsüberraschung.

Zum Abschluß eines perfekten Tages lädt Martin uns auf ein Getränk an die AIDA Bar ein. So kann ein Tag enden 🙂

Wir fallen selig ins Bett und freuen uns schon auf neue Abenteuer in Montego Bay.

Aber das ist die Geschichte von morgen. Smiley

 

< zurück      /    Übersicht    /      weiter >

5 Gedanken zu “04.02.2017: GEORGETOWN (Grand Cayman)

  1. Super Bericht. Macht richtig Vorfreude. Wir fahren am 25.3. die Tour. Welche Kamera hast du?
    Sind die Unterwasserfotografie im Bericht eigene oder die gekauften?
    Ich überlege noch, ob ich eine u-Kamera brauche. Go-pro ist mir eigentlich zu teuer. Die Fotos sehen klasse aus. Solche möchte ich auch machen.
    Danke für eine Antwort.
    Dirk

    Gefällt mir

    • Hallo Dirk. Wir haben als Unterwasserkamera die Panasonic Lumix DMC-FT5. Ist eine wasserdichte Outdoor-Kamera und super einfach zu bedienen. Kann ich nur empfehlen. Die meisten Unterwasser-Bilder aus dem Bericht sind mit dieser Kamera gemacht. Nur die Bilder, bei denen wir die Rochen in der Hand haben sind gekauft. Übrigens sind auch die Bilder von den Wasserfällen auf Jamaika damit geschossen 🙂
      LG Astrid

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.