07.12.2017: PORT VICTORIA (Seychellen)

Reisenotizen:

Donnerstag, 07.12.2017

Liegezeit: 3 Tage / 05.12 um 8:00 Uhr bis 07.12.17 um 18:00 Uhr
Liegeplatz: auf Reede

Besonderheit: Die ersten beiden Tage liegen wir am Pier, am dritten Tag geht AIDA auf Reede

Wetter: sonnig 27 Grad
Zeitverschiebung: plus 3 Stunden

Unser heutiger Tag: AIDA-Ausflug POV05 „Schnorchelabenteuer im St. Anne MarinePark“. Es geht mit dem Katamaran in den Nationalpark zum Schnorcheln und wir fahren mit einem Semi-U-Boot.

Nächste Etappe: 996 Seemeilen (1.845 Kilometer) bis Le Port/St-Denis/ La Réunion


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen immer noch aus Victoria. Heute ist der dritte Tag auf den Seychellen und wir wollen unseren Aufenthalt hier ganz entspannt ausklingen lassen. Dazu haben wir einen Halbtages-Ausflug über Aida gebucht. Wir wollen im St. Anne Marine Nationalpark schnorcheln gehen 🙂 Der Ausflug wurde im Vorfeld von früh morgens auf 13:15 Uhr verlegt – und das gefällt uns richtig gut! Gestern war ein anstrengender Tag. Da passt es uns gut, heute auszuschlafen und in Ruhe im Selection Restaurant zu frühstücken.

Hier gibt es so richtig guten Kaffee und der O-Saft ist frisch gepresst – so kann ein Tag anfangen. Unsere freundliche Kellnerin Clementina Meloni (was für ein fruchtiger Name :-)) liest uns jeden Wunsch von den Augen ab.

Den restlichen Vormittag verbringen wir auf dem Pooldeck. Inzwischen liegen wir auf Reede, genau zwischen Mahé und dem St. Anne Marine Nationalpark. Die Ausblicke in beide Richtungen sind einfach wunderschön. Wir relaxen und lassen es uns gut gehen 🙂

Katamaranfahrt zum Nationalpark

Wir treffen uns um 13:00 in der AIDA Bar. Knapp 60 Personen haben den Ausflug gebucht. Bevor wir allerdings auf unseren Katamaran dürfen, setzen wir mit unserem Tenderboot nach Victoria über. Seit gestern Abend liegen wir auf Reede. Die Seychellen gestatten Kreuzfahrtschiffen maximal 36 Stunden Aufenthalt direkt am Pier.

Nicht weiter schlimm, die knapp 15 Minuten Überfahrt sind schnell gemeistert und alle freuen sich auf die kommenden Stunden. Langsam fahren wir aus dem Hafen hinaus Richtung Nationalpark. Das Wetter spielt mit, das Meer ist glatt und die Sonne scheint. Was will man mehr 🙂

Seychellen-Ste_Anne_Marine_National_Park-1

Vor uns liegt die kleinen Inseln des St. Anne Marine Nationalparks. Dieser liegt etwa 5 km vor der Küste Mahés. Hier befindet sich das älteste Meeresschutzgebiet der Seychellen. Seinen Namen verdankt der Naturpark der ihm zugehörigen Insel Ste. Anne. Die Fläche des Parks umfasst insgesamt 14,43 km² mit mehreren Riffen. Nach rund 30 Minuten erreichen wir unser Ziel.

Der Kapitän teilt uns in zwei Gruppen ein, wir passen nicht alle gleichzeitig ins Semi-U-Boot.

Fahrt mit dem Semi-U-Boot

Die erste Gruppe steigt in das Semi U-Boot ein. Wir sind in Gruppe 2 und bleiben erst mal an Bord des Katamarans. Wir füttern mit Weißbrot Fische an – okay, ist nur ein wenig Zeitvertreib ehe wir ins Boot umsteigen können. Aber ganz okay.

Nach einer halben Stunde legt das Boot wieder am Katamaran an und wie steigen auf, beziehungsweise sofort unter Deck. Das ist auch für uns eine Premiere. Auf einem Semi-U-Boot waren wir noch nie. Über eine Treppe steigen wir knapp zwei Meter unter die Wasseroberfläche. Immer nur zwei Personen nebeneinander.

Rechts und links geben große Fenster den Blick frei auf eine ziemlich trübe und grüne Unterwasserwelt des Nationalparks. Na, das haut uns mal nicht so vom Hocker. Das Wasser ist ziemlich aufgewühlt, voller Algen und wir können durch die Glasscheibe fast nichts erkennen…. Das soll wohl an der Jahreszeit liegen, sagt später unser Scout von AIDA. Na, wer’s glaubt … Aber es war ein Erlebnis in diesem merkwürdigen U-Boot zu fahren 🙂

Unterwasserwelt im Nationalpark

Aber wir sind nicht für’s U-Boot fahren hier, sondern fürs Schnorcheln. Und das erledigen wir jetzt… Endlich können wir ins Wasser und live und in Farbe die Fische ansehen.

Aber auch mit der Schnorchel Brille ist die Sicht im Wasser nicht viel besser. Das Wasser ist trübe und die fast 60 Personen im Wasser lassen die Fische nicht gerade vor Begeisterung vor uns hin und her schwimmen.

Und dann? Was ist mit Astrid los? Sie winkt und wedelt in der Luft rum … Und schreit: „Ein Hai, ein Hai! Ich hab einen Hai gesehen! Echt, einen Hai!!!“ Ja klar. Einen Hai. War bestimmt ein großer Fisch oder vielleicht ein kleiner Katzenhai … Aber sie beharrt darauf und ein anderer Schnorchler bestätigt die Sichtung. Direkt unter ihnen ist in Seelenruhe ein grauer Riffhai dahin geschwommen. Ungefähr 1,50 Meter lang … Und ich hab ihn nicht gesehen 😦 Aber wir haben ein Beweisfoto. Astrid hat todesmutig die Kamera gezückt und ihn sogar mit Blitzlicht fotografiert. Ob das im Nachhinein so klug war? Aber ist ja zum Glück gut gegangen …

Wir schnorcheln weiter und sehen noch ein paar Fischschwärme. Störend sind tausende von klitzekleinen Quallen, die ziemlich auf der Haut brennen. Immer wieder schwimmen wir durch solche Quallen-Schwärme und auf Dauer ist das echt unangenehm. Es brennt ganz schön, wie viele kleine Nadeln. Da vergeht uns die Lust und wir beschließen wieder an Bord des Katamarans zu gehen.

Wieder auf dem Katamaran

Nach einer knappen Stunde im Wasser gehen wir wieder an Bord und spülen uns mit Frischwasser die kleinen Quälgeister von Quallen von der Haut. Ah, das tut gut 🙂 Anschließend genießen wir die restliche Zeit vor einer grandiosen Kulisse mit süßem Nichtstun.

Ein Teil der Fahrgäste lässt sich zur Naturschutzinsel mit Sandbank bringen. Dort kann man die Insel erkunden, allerdings braucht man hier auf jeden Fall Badeschuhe wegen vieler Steine. Beim nächsten Mal würden wir vielleicht das Schnorcheln weglassen und nur zur Insel fahren. Mal sehen 🙂

Der Ausflug neigt sich langsam dem Ende zu, genauso wie unsere Zeit auf den Seychellen. Wir nehmen Kurs auf Victoria und schippern über das blaue Meer bei zurück. Manchmal segelt ein großer Flughund über unsere Köpfe. Beeindruckend!

Seychellen-Ste_Anne_Marine_National_Park-8

Die Seychellen haben uns echt gut gefallen und wir werden bestimmt noch einmal auf dieses wunderschöne Stückchen Erde wiederkommen 🙂

Tendern zur AIDA

Wieder am Hafen angekommen steigen wir in das letzte Tenderboot zurück zur Aura. Der Katamaran hält direkt neben der Tender-Anlegestelle, der Weg ist nicht weit. Kurz vor sechs sind wir wieder auf dem Schiff und in unserer Kabine.

Abschied von den Seychellen

Die Sonne geht unter und taucht die Inseln in warmes Licht. Schnell noch aufs Pooldeck und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Das Sail away von Victoria beobachten wir vom Pooldeck aus. Langsam entschwinden in der Ferne die Lichter der Stadt. So, das waren die Seychellen. Wir kommen wieder. Und nun blicken wir nach vorne und freuen uns auf die kommenden Seetage 🙂

Wir treffen uns mit Schraders um kurz vor acht im Markt Restaurant und schauen uns im Anschluss im Theater die Show des Gastkünstlers an – Startenor Tobey Wilson. Hammer Stimme! Das hatte was.

Und was passt nach einem Tenor am Besten… Genau Karaoke in der Anytime Bar… Was für Gegensätze. Ist für die Zuhörer immer wieder lustig. Bei diesem Spaß lassen wir den Abend ausklingen. Jetzt heißt es ab in die Koje und die kommenden Seetage genießen. Aber das ist die Geschichte von Morgen… Gute Nacht 🙂

 

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2 Gedanken zu “07.12.2017: PORT VICTORIA (Seychellen)

  1. Hallo,
    nachdem ich gestern den Bericht „Wunderschön“ auf WDR zu den Seychellen gesehen habe, bin ich auf Euren Reisebericht gestoßen. Ich muss sagen, einfach nur toll. Beneidenswert! Es gibt einfach so viele schöne Orte auf dieser Welt zu entdecken. Wir sind auch Kreuzfahrt verrückt. Aber dahin hat es uns noch nicht verschlagen. Hoffentlich fährt Aida da noch länger hin oder wir müssen schauen, dass wir uns das mal so leisten können.
    Viele schöne Reisen wünsche wir Euch noch. Und nochmal Danke für den Bericht mit den klasse Fotos dazu.

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