09.02.2017: BASSETERRE (St. Kitts)

Reisenotizen:

Donnerstag, 09.02.2017

Liegezeit: 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Liegeplatz: Commercial Pier

Wetter: sonnig 26 Grad
Zeitverschiebung: minus 5 Stunden

Nächste Etappe: 393 Seemeilen (728 Kilometer) bis La Romana


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Hallo 🙂 St. Kitts ist eine ganz neue Insel für uns!

Auf dieser Karibik-Insel waren wir bisher noch nicht 🙂 St. Kitts bildet zusammen mit der Insel Nevis den Inselstaat St. Kitts und Nevis. Man sagt, dass diese Insel noch nicht so von Touristen überlaufen und sehr ursprünglich ist. Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns sehr.

Das Einlaufen erleben wir ganz entspannt vom Pooldeck aus. Der Himmel verspricht für heute wunderschönes Wetter. Alles passt.

Unser heutiger Tag

Heute sind wir mit Thenford Grey unterwegs. Bereits im Vorfeld haben wir die Tour „The Grand Tour of St. Kitts“ gebucht.

Wir liegen mit unserer Luna leider nicht am Haupt-Kreuzfahrthafen Port Zante. Dort liegen zwei große Ami-Schiffe. Von Port Zante läuft man in die Stadt nur wenige Minuten. Von unserem etwas außerhalb liegenden Hafen ist der Weg deutlich länger um das ganze Hafenbecken herum. Deswegen bietet AIDA einen kostenlosen Shuttleservice an (ca. 5 Minuten Fahrt).

Unser Treffpunkt mit Thenford Grey ist lt. unseren Unterlagen am Port Zante um 9:00 Uhr. Wir machen uns extra etwas früher auf den Weg, weil wir ja mit dem Shuttle in die Stadt fahren müssen. Außerdem wollen wir noch bei den Souvenirhändlern vor dem Schiff ein bisschen gucken. Kurz nach dem obligatorischen AIDA Foto entdeckt tatsächlich unser Greg einen Typen mit einem Namensschild „Thenford Grey“. Das ist ja klasse! Wir werden direkt am Schiff abgeholt. Super Service.

Ganz entspannt schauen wir uns die Verkaufsstände an und setzen uns dann in den Bus. Thenford fährt seine Touren mit einem eigens angestellten Busfahrer. Er selbst übernimmt die Reiseleitung. So, jetzt könnte es losgehen. Allerdings vermissen wir noch sechs Mitreisende. Wir fahren also zuerst zum eigentlichen Treffpunkt am Hafenterminal Port Zante und sammeln die übrigen Fahrgäste ein. Diese sind sehr früh mit dem Shuttle gefahren und Thenford hat am Schiff noch nicht Position bezogen. Aber jetzt geht es endlich los. Der Bus ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Insgesamt sind wir mit 20 Leuten unterwegs.

Auf zur Inselrundfahrt 🙂

Unsere Tour startet mit einer kurzen Stadtrundfahrt durch Basseterre. Die Bevölkerung von Basseterre macht mit etwa 13.000 Einwohnern mehr als ein Viertel des gesamten Staates aus. Hier läuft alles ein wenig geruhsamer und entspannter ab.

Raus aus der Stadt schlängeln wir uns die Küstenstraße entlang. Wir erhaschen schöne Ausblicke auf das Meer und die Küstenlandschaft. An einem Fotostopp können wir auf Basseterre zurückblicken und bunte Häuser strahlen um die Wette. Vor der Küste liegt die Alexander von Humboldt – ein deutsches Segelschiff – vor Anker.

Überreste einer Rum-Destillerie

Unser erster Besichtigungsstopp: Die Plantage Wingfield Estate am Rande des Zentralgebirges. Diese gilt seit dem Jahr 1625 als erste funktionsfähige Tabak- und Zuckerplantage. Hier wurden im Verlauf von mehr als 250 Jahren Tabak und Zuckerrohr angebaut. Da es Zuckerrohr im Überfluss gab, wurde hier auch Rum produziert. Relikte jener Zeit können noch heute besichtigt werden, ebenso wie die Überreste der Rum-Destillerie aus dem 17. Jahrhundert.

Thenford erklärt alles in einem leicht zu verstehenden Englisch. Er spricht ganz langsam, klar und deutlich. Es macht Spaß, sich mit ihm zu unterhalten 🙂 Wir spazieren ein wenig über die Anlage. Die Plantage liegt inmitten üppiger grüner Vegetation.

Botanischer Garten und Batik-Shop

Weiter geht die Fahrt zu Romney Manor Park – ein sehr idyllisch angelegter tropischer Garten  mitten in üppigen Regenwäldern. Das historische Herrenhaus Romney Manor und sein unverfälschter Garten gehörten einst Sam Jefferson II, dem Ur-Ur-Großvater des 3. amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson. Als in den frühen 1700er-Jahren der Earl of Romney das Land erwarb, wurde es nach ihm benannt. Glanzstück des Gartens ist ein 400 Jahre alter Regenbaum.

Der Ort hat auch historische Bedeutung: Entgegen den Anweisungen des britischen Parlaments, erklärte Lord Romney 1834 seine Sklaven als freie Männer.

Wir spazieren durch den schönen 2½ Hektar großen botanischen Garten voller tropischer Blüten und Palmen. Herrliche Fotomotive – einfach schön 🙂

Hinter dem Romney Manor beginnt der Regenwald, der sich die Hänge des Mount Liamuiga hinaufzieht. Der erloschene Vulkan Liamuiga ist mit 1.156 Metern Höhe der höchste Berg der Insel.

Kunst mit Batik

Die Anlage Romney Manor wird nicht nur wegen ihres Gartens sondern auch wegen der Caribelle Batik Factory besucht. Seit Mitte der 70er-Jahre produzieren Arbeiterinnen im ehemaligen Herrenhaus Batikerzeugnisse.

Die Herstellung der farbenfrohen Batikstoffe wird vorgeführt. Die Waren – wie Tücher, Hemden, Kleider – können in einem Shop gekauft werden.

Brimstone Hill – Festung mit Ausblick

Das Highlight unserer Tour ist sicherlich das Unesco Weltkulturerbe und Nationalpark Brimstone Hill Fortress. Das über 300 Jahre alte Fort liegt auf einem 800 Meter über N.N. liegenden Berg. Sie ist die wichtigste und imposanteste historische Anlage der Insel und zählt zu den bemerkenswertesten Bauten der Karibik.

Thenford bringt uns zu einem kleinen Parkplatz am Fuße der Festung und besorgt für uns die Eintrittskarten. Diese kosten 10 US$ p.P. und sind im Ausflugspreis inklusive. In einem Vorführraum gibt es zum Anfang einen kleinen Einführungsfilm (sogar auf deutsch :-)) und am Kiosk ein kostenloses Faltblatt, das die Anlage erklärt. Nun sind wir gut vorbereitet und erklimmen über gut ausgebaute Treppen den Weg zur Festung.

Hier bietet sich uns ein grandioser 360 Grad Rund-um-Blick über die Insel. Von den Zinnen aus hat man spektakuläre Ausblicke über St. Kitts Küstenebene und übers Meer.

Wir haben eine Stunde Aufenthalt. Die Aussicht vom Fort auf das Meer und die umliegenden Berge ist phänomenal. Die üppige grüne Vegetation des Regenwaldes rund um das Fort begeistert uns. Wir können es kaum glauben, wie schön diese prächtigen Farben sind!

Gerne würden wir die Gemäuer noch ein wenig länger erkunden. Es gefällt uns hier außerordentlich gut. Aber wir wollen ja auch noch alle an den Strand 🙂 Und dahin fahren wir jetzt.

Atlantik trifft Karibik

Unsere Fahrt geht weiter die Küstenstraße entlang. An einem Aussichtspunkt legen wir noch einen kurzen Stopp ein. Der „Timothy Hill Lookout“ ist ein grandioser Aussichtspunkt am Südende von St. Kitts. Hier haben wir ein super Fotomotiv 🙂 Von unserem Standpunkt aus eröffnet sich einen toller Panoramablick auf den Atlantik und die Karibische See – durch eine kleine Landzunge getrennt. Und ganz hinten sieht man die Umrisse der Nachbarinsel Nevis.

Thenford empfiehlt uns an einem kleinen Stand einen kleinen Snack – typisch von St. Kitts – zu probieren. Es gibt lecker Jerk Chicken mit einer leicht scharfen Note für günstige 1 US Dollar pro Stück! Und es schmeckt wirklich ausgezeichnet 🙂 Sehr zu empfehlen!

Sonne tanken am Reggae Beach

Jetzt geht es aber endlich zum Strand und zwar an den Reggae Beach mit der gleichnamigen Bar. Der Beach liegt an der bekannten Cockleshell Bay auf der schmalen Halbinsel Southeast Peninsula. Hier gibt es die schönsten Sandstrände von St. Kitts. Dazu gehört auch die Cockleshell Bay mit insgesamt 3 Kilometer feinweißen Korallenstränden.

Das Wasser lädt sofort zum Baden ein. Leider sehen wir keine Fische. Die knapp zwei Stunden genießen wir trotzdem in vollen Zügen. Wir lassen uns eine leckere Pina Colada an unsere Liege bringen. Mit 15 Dollar für zwei Liegen und einen Sonnenschirm sind wir dabei – das scheint der normale karibische Tarif zu sein. Und die Pina Colada schlägt mit 7 US$ ins Portemonnaie. Aber gut geschmeckt hat sie 🙂

Wir lassen die Seele baumeln, aber irgendwann drängt Thenford auf die Rückfahrt. Okay, dann müssen wir wohl los.

Blick zurück auf die Halbinsel

Auf dem Weg zurück halten wir nochmal zum Abschied an einem schönen Aussichtspunkt. Und genießen einen schönen Blick zurück auf die Halbinsel Southeast Peninsula 🙂

Wieder in Basseterre

Unser Ausflug mit Thenford ist nun leider zu Ende. Wir lassen uns allerdings nicht am Schiff absetzen, sondern am Kreuzfahrthafen Port Zante. Bevor wir uns herzlich von Thenford Grey versabschieden zahlen wir gerne die 55 US$ pro Person für den Ausflug. Der Trip war extrem cool und auch die Insel hat es uns sehr angetan. Sie liegt in unserer privaten Karibikstatistik sehr sehr weit vorne. Ich würde sagen Top 5 🙂

Thenford zeigt uns noch wo das AIDA-Shuttle abfährt. Ganz einfach zu finden, direkt neben dem Hafengebäude von Port Zante. Nun machen wir uns auf den Weg Basseterre zu erkunden. Direkt hinter der Pier liegt das über 4.000 Quadratmeter großes Welcome Center mit Geschäften, Restaurants und Mietwagen-Verleihern. Auch die Touristeninformation ist diesem Bereich vertreten. Wirklich schön zum shoppen. Uns zieht es aber weiter – in das „eigentliche“ Basseterre.

Circus und Uhrturm

Direkt hinter dem abgesperrten Hafenbereich und in wenigen Minuten zu erreichen liegt das Zentrum der kleinen Inselmetropole – der Basseterre Circus. Dieser Platz ist ein runder Platz im Stadtzentrum und ist Londons Piccadilly Circus nachempfunden. Hier steht der Uhrturm aus dem Jahre 1883 zum Gedenken an den Pflanzer Thomas Berkeley, der einmal President der Legislative war. Irgendwo hier verlieren wir Manu und Andi. Sie sind wohl in einem Shop hängen geblieben. Wir ziehen also zu sechst weiter.

Wir schlendern durch die Straßen und nehmen die ursprünglichen Eindrücke in uns auf. Inzwischen sind nicht mehr viele Touristen unterwegs. Die Ami-Schiffe sind bereits ausgelaufen und auch die AIDA-Gäste sind nur noch spärlich unterwegs. Das tut unserer Erkundung aber keinen Abbruch. Die Menschen hier sind offen, herzlich und freundlich. Wir fühlen uns sicher.

Die Erkundung geht weiter

Ein weiterer wichtiger Platz ist der Independence Square. Ursprünglich hieß dieser Pall Mall Square und wurde bei Erlangung der Unabhängigkeit in 1983 umbenannt. Ganz früher wurde hier der Sklavenmarkt abgehalten.

So langsam laufen wir wieder Richtung Port Zante und AIDA-Shuttle. Ein wenig gehen wir noch durch die Shopping-Zone des Hafens, aber die Läden haben inzwischen fast alle geschlossen.

Zurück auf AIDAluna

Wir nehmen den kostenlosen Shuttle zurück zum Schiff und schon in wenigen Minuten sind wir da. Wie immer gibt es zum Empfang Eistee. Und wie immer auf dieser Reise können wir unsere Handtücher schon vor dem Schiff tauschen. Das ist wirklich eine gute Sache!

Und auf unserer Kabine erwartet uns wieder eine Überraschung: Dude hat uns einen Hund – diesmal einen Boxer mit Sonnenbrille – aus Handtüchern kreiert. Er ist einfach klasse!

Nun springen wir erst einmal unter die Dusche bevor es zum Abendessen geht.

Abschied von St. Kitts

Pünktlich um 20:00 Uhr legen wir von St. Kitts ab. Wir haben hier einen traumhaften, erlebnisreichen Tag verbracht. Wir kommen gerne wieder auf diese ursprüngliche Insel!

Exklusive Show: Nayeli

Heute läuft im Theatrium die exklusive AIDAluna-Show Nayeli. Bei den tollen Sängern dieser Reise eine Augen- und Ohrenweide. Eine Überraschung gibt es noch zum Abschluss: Wir dürfen mit den Darstellern ein Erinnerungsfoto schießen. Diese Chance nutzen wir natürlich gerne 🙂

Das war unser letzter Tag mit Landgang. Morgen haben wir noch einen Seetag, bevor es am Samstag Abschied nehmen heißt. Unsere Reise neigt sich langsam dem Ende zu. Wir werden noch jeden Augenblick genießen und unseren letzten Tag auskosten 🙂

Aber das ist die Geschichte von morgen. Smiley

 

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