01.02.2017: COZUMEL (Mexiko)

Reisenotizen:

Mittwoch, 01.02.2017

Liegezeit: 6:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Liegeplatz: Punta Langosta
Wetter: bewölkt 26 Grad
Zeitverschiebung: minus 6 Stunden

Nächste Etappe: 224 Seemeilen (415 Kilometer) bis Belize City


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus Mexiko 🙂

Heute hat mein Papa Geburtstag. Auf diesem Weg Happy Birthday Papps!!! Ich hoffe, Du hast Dich über unser Ständchen per WhatsApp gefreut 🙂

Wir legen schon sehr früh am Morgen auf Cozumel an, schon vor 6:00 Uhr. Wir genießen einen wunderschönen Sonnenaufgang von unserem Balkon aus.

Die mexikanische Insel liegt rund 16 km vom Festland entfernt. Ein regelmäßiger Fährverkehr fährt stündlich zum Festland nach Playa del Carmen. Die ganz frühen Fähren werden normalerweise von AIDA für die 12-Stunden-Ausflüge geblockt, z.B. nach Chichen Itza oder Tulum/Xel-Ha. Weil wir dies nicht so kalkulieren konnten und uns auch die Rückfahrt mit der Fähre zu unsicher war haben wir diesmal einen Ausflug von AIDA gebucht. Wir wollen zum Wasserpark Xel Ha. Eine traumhafte naturbelassener Wasserpark mit einer großen Lagune zum Schnorcheln.

Unser AIDA-Ausflug startet erst um 8:00 Uhr. Zeit genug für ein kleines Frühstück. Wir sind heute ausnahmsweise nur zu viert unterwegs. Simi, mb, Manu und Andi sind schon früh am Morgen in Richtung Mayastätte Tulum aufgebrochen. Die vier kommen erst um die Mittagszeit nach Xel-Ha. Dort wollen wir uns wieder treffen.

Mit der Fähre zum Festland

Wir laufen nur wenige Meter weit direkt zur Fähre. Die Überfahrt dauert rund eine dreiviertel Stunde. Die Fahrt zum Wasserpark Xel Ha wird mit dem Bus nochmal 35 Minuten dauern. Der Blick auf AIDAluna ist bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel einfach traumhaft.

Bei der Fährfahrt haben wir Glück. Wir ergattern einen der wenigen Außenplätze! Das ist viel besser als im Innenraum zu sitzen. Warum auch immer sind die Fenster des Innenraum abgedunkelt und man kann nicht raus schauen. Das führt bei dem ein oder anderen durchaus mal zu Seekrankheit. Aber nicht so bei uns 🙂 Wir sind an der frischen Luft.

Nach rund 45 Minuten kommen wir mit unserer Fähre am mexikanischen Festland – in Playa del Carmen – an. Wir laufen den Pier entlang Richtung Hafenterminal. Hier soll unser Treffpunkt sein. Wir sind Bus 14 – so wurde uns auf AIDA gesagt.

Zu beiden Seiten des Piers sehen wir die wunderschönen Strände Mexikos. Hier könnte ich mir auch mal Urlaub am Stück vorstellen 🙂

Im Hafenterminal finden wir unseren Tourguide Claudia. Sie steht mit dem „Lollipop“-Schild 14 in der Hand im Terminal. Schnell findet sich unsere Gruppe und zusammen mit Claudia geht es weiter durch Playa del Carmen Richtung Bus.

Auf der rund 35-minütigen Fahrt erzählt unser Guide Claudia was uns im Park erwartet und worauf wir zu achten haben. Wir können es kaum erwarten endlich ins Wasser zu dürfen.

Vor knapp einem Jahr waren wir schon einmal während unserer Südstaaten-Tour mit Greg und Juli in Xel-Ha  (Klick zu Xel Ha 2016). Und schon damals wollten wir gerne den Xel Ha River mit den Tubes (großen Reifen) erkunden. Damals hat uns die Zeit gefehlt.

Das können wir heute nachholen. Claudia verkündet zu unserem großen Vergnügen, dass wir uns erst um 16:40 Uhr wieder am Meeting Point treffen. Super!!!

Endlich in Xel Ha

Kurz nach 10 Uhr betreten wir endlich Xel Ha. Wir freuen uns wie verrückt. Der Park ist einfach traumhaft schön. Wir bekommen als Eintrittskarte ein Armband mit einem Barcode und einer Nummer.

Als erstes buchen wir das All Inclusive Komplettfotopaket für 99 US $ für 4 Personen. Dazu werden von uns vieren die Nummern unserer Eintrittsarmbänder hinterlegt. Alle mit diesen Nummern registrierten Fotos werden nun auf unser Fotopaket gebucht.

Dazu eine Erklärung: Überall im Park verteilt stehen große Fotokameras an strategisch günstigen Positionen und man kann Fotos von sich machen lassen. Dazu hält man einfach den Barcode des Eintritt-Bändchens an einen Auslöseknopf und kurze Zeit später wird ein Foto geschossen. Am Ende des Parkbesuches kann man die Fotos einzeln kaufen. Der Spaß ist nicht billig… 17,95 US$ pro Foto! Auf einfachem Fotopapier über einen Fotodrucker ausgedruckt. Aber spaßig sind die Fotos auf jeden Fall 🙂

Vorteil beim Foto-Sparpaket: Man kann so viele Fotos machen wie man will! Diese werden im Nachgang als Download bereitgestellt. Dazu bekommen wir einen Bon mit einem Code. Damit können wir zwanzig Tage die Fotos bis zu viermal herunterladen. Wir sind zu viert unterwegs und da lohnt sich das Sparpaket auf jeden Fall. Zumal im Park auch immer wieder Fotografen unterwegs sind, die schöne Schnappschüsse von einem machen. Bei drei Fotos pro Paar hat sich das Paket schon gelohnt. Und wir werden am Ende des Tages über 90 Fotos auf dem Paket haben 🙂 Also alles richtig gemacht …

Hier übrigens eine Karte von Xel Ha mit den Punkten, die wir besucht haben:map_xel_ha_2017
Quelle: http://www.xelha.com   –   Karte Xel Ha

Und los geht’s

Wir laufen los durch die herrliche Parkanlage (Karte Xel Ha). Überall gibt es nach Farben benannte Stationen. Hier kann man seine Sachen in Spinde einschließen, Schnorchel und Flossen ausleihen, sich umziehen oder Handtücher holen. Alles im Eintrittspreis inklusive.

Wir lassen alle überflüssigen Sachen in einem Spind der strategisch gut gelegenen „Station Yellow“ und begeben uns in Badesachen, ohne Handtuch und Wasserschuhe in Richtung River. Mit dabei haben wir nur unsere Unterwasserkameras, unsere eigenen Schnorchel und Taucherbrillen und FlipFlops an den Füßen.

Wasserspaß im Wasserpark

Mit einem kleinen Zug werden wir zum Einstieg an den Fluss gefahren. Alternativ werden kostenlos Fahrräder angeboten. Hier könnte man – wenn man wollte – seine persönlichen Sachen in einen Beutel packen und durch Parkmitarbeiter zum Ende des Flusses bringen lassen. Brauchen wir aber nicht – wir haben nichts groß dabei.

Direkt beim Einstieg hängen blaue Schwimmwesten in unterschiedlichen Größen. Jeder von uns sucht sich eine passende aus und zieht sie über.  Das ist übrigens im ganzen Wasserpark so. An allen Ein- und Ausstiegen gibt es diese blauen Westen, die man sich nehmen oder wieder hinhängen kann. Ganz einfach! Wir schnallen unsere FlipFlops und Taucherbrillen an der Weste fest, so brauchen wir sie nicht in der Hand zu halten. Und los geht’s 🙂

Tube fahren ist nicht meins…

Am Einstieg des Flusses liegen ganz viele Tubes 🙂 Diese sind nicht wie gedacht runde Reifen, sondern eher wie ein Sessel gestaltet. Wir steigen auf einen Tube und lassen uns den River heruntertreiben. Okay, ich versuche es und lande nach 10 Metern schon im Wasser und muss zurück zum Einsteig… Ohne festen Grund unter den Füßen komme ich nicht wieder auf diesen blöden Reifen. Es ist irgendwie nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten. Ich krieg den Dreh einfach nicht raus 😦

Irgendwann haben der Reifen und ich eine Waffenruhe vereinbart und ich lasse mich gemächlich den Fluss hinunter treiben. Es geht durch einen Mangrovenwald und könnte schön sein. Für mich nicht. Bei der ersten Ausstiegsgelegenheit steige ich ab und lasse Tube Tube sein. Wir werden keine Freunde.

Auch Astrid ist nicht ganz so begeistert. Also laufen wir zu Fuß weiter, während Juli gar nicht genug von dem Reifen bekommen kann.

Abenteuer Zip-Line

Dafür sehen wir Nasenbären und Leguane, die uns über den Weg laufen. Überall gibt es Einstiege in den Fluß oder Aktivitäten wie „Rope swing“. Das sieht lustig aus und das will ich ausprobieren. Astrid und ich steigen auf eine Plattform, werden von einem Instructor kurz eingewiesen und dann hänge ich mich in das Seil und ab geht die wilde Luzi – das macht wirklich Spaß!

Auch Greg und Julie haben inzwischen ihren Tube zurückgelassen und machen mit. Und der blöde Tube ist vergessen.

Bunte Fische, Stingrays und Höhlenspaß

Der Park hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Die Hauptattraktion ist natürlich das SchnorcheIn in der natürlich belassenen Lagune. Und das machen wir sehr lange und sehen viele bunte Fische und auch Stachelrochen. Wir wollen gar nicht mehr aus dem Wasser raus 🙂

Und als besonderes Highlight erkunden wir die Maya-Grotten. Wir schnorcheln in diese kleinen Höhlen hinein und fühlen uns wie Entdecker. Wir haben hier viel Spaß beim Foto machen. Man muss sich ganz schön strecken, um mit dem Armband den Sensor für den Auslöser zu treffen. Astrid klettert dazu immer wieder auf einen Stein und ist nicht schnell genug wieder im Wasser. Wir lachen uns kaputt darüber 🙂 Aber irgendwann ist es geschafft und die Bilder sind im Kasten! Und naja – wenn da Fotoapparate verbaut sind,  da hat doch wohl schon jemand vor uns diese Höhlen entdeckt …

Knabberspaß an den Füßen

Wir nutzen sogar die Fish Therapy… Für 15 Dollar p.P knabbern Doktorfische fünfzehn Minuten lang munter an unseren Füßen herum. Das ist voll lustig, kitzelt ein wenig und macht extrem Spaß. Und die Füße sind hinterher voll glatt 🙂

Auf dem Weg zurück zu unseren Spinden kommen wir noch an der Heimat der Manatees – den Seekühen – vorbei. Und wir haben das Glück, dass tatsächlich ein Manatee kurz auftaucht. Riesige Tiere, die gemütlich und sachte durchs Wasser gleiten. Beeindruckend!

Ach, wie ist es schön hier. Vor lauter Aktivitäten hatten wir noch nicht mal Zeit etwas zu essen. Hier gibt es mehrere Restaurants, von mexikanisch bis amerikanisch. Auch Essen und Trinken ist im Eintrittspreis inklusive. Aber wir hatten irgendwie keine Zeit … Jetzt holen wir uns schnell noch einen Hot Dog und was zu Trinken um unser kleines Hüngerchen zu stillen.

Der Abschied naht …

Aber auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende und kurz bevor wir zu unseren Spinden an der Station Yellow zurückkehren treffen wir die anderen vier und sind endlich wieder vereint.

Auch den vieren hat ihr Tag sehr gut gefallen und ziemlich geschafft fahren wir die Strecke zurück nach Playa del Carmen wo bereits die Fähre auf uns wartet.

Der Weg zurück zum Schiff

Leider bleibt keine Zeit mehr zum shoppen in Playa del Carmen. Wir stellen uns in die Schlange für unsere Fähre und Tourguide Claudia gibt uns unsere Tickets. Leider erwischen wir bei der Rückfahrt keinen Platz mehr auf dem kleinen Außendeck. Bereits alles voll dort. Die Fähre ist wirklich bis auf den letzten Platz belegt. Astrid und ich sitzen noch nicht mal nebeneinander, sondern hintereinander in unterschiedlichen Reihen. Aber wir sind müde nach dem aufregenden Tag und die See ist ruhig. Also nicht so schlimm 🙂

Kurz vor „Alle Mann an Bord“ sind wir wieder am Schiff und wir sind glücklich und mit einem ganzen Sack voller neuer Eindrücke und Glücksgefühlen wieder an Bord unserer AIDAluna. Es war ein toller Tag in Mexiko!

Ich werde den Abend auch nicht in die Länge ziehen. Das Auslaufen erleben wir von unserem Balkon aus. Das Abendessen ist wirklich nur zur Nahrungsaufnahme gedacht und das war es für heute.

Ach ja, heute Nacht stellen wir die Uhren noch einmal eine Stunde nach hinten. Bedeutet eine Stunde länger schlafen und hoffentlich morgen ausgeruht die Abenteuer in Belize erleben.

Aber das ist die Geschichte von morgen. Smiley

 

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