16.07.2015: KOPENHAGEN (Dänemark)

Reisenotizen:

Donnerstag, 16.07.2015

Liegezeit: 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Liegeplatz: Langeliniekaj C 192
Wetter: sonnig 26 Grad

Nächste Etappe: 119 Seemeilen (220 Kilometer) bis Warnemünde


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen. Wir haben den Wecker auf 7:15 Uhr gestellt. Wir wollen schon früh frühstücken und uns dann ein Plätzchen an Deck suchen. Wir haben einen halben Seetag vor uns, bevor wir um ca. 13:00 Uhr in Kopenhagen anlegen. Und das wollen wir bei herrlichem Sonnenschein genießen!

Das Einlaufen verfolgen wir vom Pooldeck aus. Vorbei an der Öresundbrücke, der weltweit längsten Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr und einem Windenergiepark geht’s Richtung Liegeplatz an der Langelinie. Von diesem Kai kann man hervorragend zu Fuß in die Innenstadt laufen. Wir können schon die Skyline mit der Kuppel der Frederikskirche sehen. Wir freuen uns!

Kurz nach dem Anlegen starten wir zu unserer Stadterkundung. Einfach die Langelinie entlang laufen. Nach knapp einem Kilometer kommen wir an der ersten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens vorbei – der kleinen Meerjungfrau.

Kopenhagens Wahrzeichen – Die kleine Meerjungfrau

Die berühmte Bronze-Statue feierte 2013 ihren 100. Geburtstag und wiegt mit ihren nur 125 cm rund 175 kg. Verträumt sitzt sie auf ihrem großen Findling direkt vor dem Ufer und begrüßt die Besucher des Kopenhagener Hafens.

Hier ist unglaublich viel los. Jeder will ein Foto mit der holden Schönheit. Wir haben Glück: Der AIDA Bordfotograf ist gerade vor Ort und macht schöne Fotos von uns.

Vorbild für die Statue ist übrigens das gleichnamige Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen und ist die Geschichte einer unglücklichen Meerjungfrau, die an Land leben möchte.

Der große Wunschbrunnen

Wir laufen weiter in Richtung Innenstadt, vorbei an der St. Alban-Kirche zum Gefion-Brunnen. Dieser große Springbrunnen wird von den Kopenhagenern gerne als Wunschbrunnen genutzt wird. Auch wir nutzen die Chance auf einen Wunsch und werfen eine Münze in den Brunnen 🙂

Königliche Residenz  – Schloss Amalienborg

Unser Weg führt uns weiter zum Schloss Amalienborg, der Stadtresidenz der dänischen Königsfamilie. Wenn die königliche Familie zu Hause ist, findet täglich eine Wachablösung statt. Ob die Königin zu Hause ist, kann man an der gehissten Flagge auf den Gebäuden erkennen … und bei uns? Keine Königin da 😦

Amalienborg wurde im 17. Jahrhundert gebaut und wird heute als einer der beeindruckendsten Rokoko-Bauten Dänemarks angesehen. Die Schlossanlage besteht aus vier identischen Gebäuden, die gleichmäßig um den Platz gruppiert sind. Hier wohnt Ihre Majestät die Königin und ihre Familie. Ein Gebäude beherbergt das Amalienborg Museum und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Mitte des Schlossplatzes steht eine Statue des Königs Frederik V. aus dem Jahr 1771. Übrigens heißen die männlichen Nachkommen der dänischen Königs-Familie entweder Christian oder Frederik, immer abwechselnd 🙂

Frederikskirche

In unmittelbarer Nähe zum Schloss Amalienborg liegt die Frederikskirche, oft im alltäglichen Sprachgebrauch auch Marmorkirche genannt. Mit ihrer gewaltigen Kuppel thront die Kirche über der Stadt und erinnert an den Petersdom in Rom. Die 46 Meter hohe Kuppel ruht auf zwölf Säulen. Mit 31 Metern Durchmesser ist es die größte begehbare Kuppel einer skandinavischen Kirche.

Den Grundstein für die nach ihm benannte Kirche legte König Frederik V. im Jahr 1749. Die Kirche sollte auf Wunsch des Königs aus Marmor gebaut werden. Doch dies überstieg den Staatshaushalt, der Bau geriet ins Stocken und das lange Dasein der Frederikskirche als Bauruine begann. Erst mehr als 100 Jahre später fand sich ein Investor, der die Kirche nach Originalplänen – allerdings in Sandstein – fertig bauen ließ. Am 19. August 1894 konnte das Gotteshaus schließlich geweiht werden. 145 Jahre nach Baubeginn.

Nyhavn – Der Hafen des Hans Christian Andersen

Einfach die Straße weiterlaufen und wir gelangen zu unserem persönlichen Highlight von Kopenhagen – den Nyhavn. Dieser Hafen war ursprünglich ein geschäftiger Handelshafen. Hier legten Schiffe aus aller Welt an und es gab Seeleute, Freudenmädchen, Kneipen und Bars. Heute sind die wunderschönen alten Häuser alle renoviert und edle Restaurants dominieren im alten Hafen. Am Nyhavn entspannen sich die Menschen am Kanal und genießen Jazz-Musik und großartiges Essen.

Hier gefällt es uns wie immer super, zumal das Wetter perfekt mitspielt.

Das älteste Haus, Nr. 9, stammt aus dem Jahr 1681 und sein Aussehen wurde seitdem nicht verändert. Viele Häuser am Kai wurden von berühmten Künstlern bewohnt.

Hans Christian Andersen lebte in der Nr. 20 und schrieb dort die Märchen, Das Mädchen mit den Streichhölzern, Der kleine Klaus und der große Klaus und Die Prinzessin auf der Erbse. Er lebte auch 20 Jahre in der Hausnummer 67 und zwei Jahre in der Nr. 18.

Durch die Kanäle von Kopenhagen

Ein Muss in Kopenhagen – eine Kanalfahrt! Am Nyhavn starten wir zu unsere Bootstour. Rund eine Stunde geht es durch die Kanäle der Stadt, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten. Und das bei strahlendem Sonnenschein! Besser geht’s nicht!

Kulinarische Genüsse

Wieder zurück von unserer Kanalfahrt schlendern wir an der Promenade von Nyhavn, essen ein leckeres dänisches Eis und suchen uns dann noch ein nettes Lokal. Wir finden das „C33“ und lassen es uns einfach gut gehen:-)

Kastell von Kopenhagen

Langsam machen wir uns wieder auf den Rückweg. Wir laufen gemütlich an der Langelinie zurück. Weil wir noch ein bisschen Zeit haben, biegen wir kurz zum Kastell von Kopenhagen ab. Obwohl die Gebäude innerhalb der Wälle vom Militär als Kaserne genutzt werden, kann man die Anlage besichtigen und auf den Wällen spazieren gehen. Der Eintritt in das Kastell ist kostenlos.

Das Kastell ist übrigens die letzte erhaltene Wallanlage Kopenhagens. Es wurde zum Schutz gegen die Schweden 1662/63 angelegt. Benannt nach seinem Erbauer Frederik III., heißt es offiziell Citadellet Frederikshavn. Seit 1725 diente das Kastell als Gefängnis.

Abschied von Kopenhagen

Gegen 19:00 Uhr sind wir zurück an Bord, machen uns frisch und erleben das Auslaufen aus Kopenhagen. Die Stadt ist immer wieder schön.

Farewell Dinner und letzte Poolparty

Wir genießen das letzte Abendessen an Bord – das Farewell Dinner. Hier gibt es immer ganz besondere Leckereien. Danach geht es zur letzten Poolparty und die Besatzung verabschiedet sich mit einem Glas Sekt von uns.

Wir feiern ein wenig mit, genießen die Musik und tanzen ausgelassen. Nach eine Weile verabschieden wir uns innerlich vom Bordleben und gehen auf unsere Kabine. Nun packen wir unseren Restkoffer – den größten Teil haben wir schon „vorgepackt“ – und stellen ihn vor die Kabinentür. Irgendwann heute Nacht kommen fleißige Heinzelmännchen und bringen die Koffer runter ins Terminal. So müssen wir nicht selbst schleppen und das Urlaubsgefühl bleibt ein wenig länger erhalten. Ein super Service!

Das war es dann auch schon fast mit der Ostsee Kreuzfahrt 2015 .

Gute Nacht 🙂

 

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