15.07.2015: GDINGEN/DANZIG (Polen)

Reisenotizen:

Mittwoch, 15.07.2015

Liegezeit: 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Liegeplatz: Francuskie
Wetter: leicht bewölkt, 20 Grad

Nächste Etappe: 300 Seemeilen (556 Kilometer) bis Kopenhagen


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus Danzig. Na ja, eigentlich erst mal „Guten morgen aus Gdingen“. Denn in Gdingen haben wir heute morgen angelegt. Unser Ziel Danzig ist rund 25 km entfernt.

Heute haben wir unseren ersten über Aida gebuchten Ausflug: „Danzig – Stadtrundgang mit Freizeit“. Um halb neun ist Treffpunkt im Theater. Dieser Treffpunkt ist immer ein Zeichen dafür das wir mit vielen Bussen fahren …

Auf geht’s nach Danzig

Alle 50 Leute der Reisegruppe haben einen Platz im Bus gefunden und es geht pünktlich los. Nach rund 45 Minuten kommen wir in Danzig an. Unsere Stadtführung beginnt am Grünen Tor. Diese wirkt wie ein Schloss. Es sollte einst auch eine Stadtresidenz für polnische Könige werden, falls sich diese in Danzig aufhalten würden. Diese Nutzung fand allerdings nie statt.

Wir haben einen herrlichen Blick auf den Fluß Motlawa (Deutsch: Mottlau) und die wunderschöne Häuserfassade der Uferpromenade mit ihren Cafes und Restaurants. Hier sehen wir auch das Wahrzeichen der Stadt – das Krantor.

Das alte Krantor stellt eines der charakteristischen Gebäude der Stadt Danzig dar. Es ist gut von der Motlawa aus zu sehen. Früher diente es der Verladung von Waren auf die Schiffe. Davor war es nur ein Stadttor. Erbaut wurde es in den Jahren 1442-1444 und ist heute ein Teil des Seemuseums.

Das glanzvolle Zentrum Danzigs

Unsere Stadtführung beginnt. Wir folgen unserer Reiseleiterin durch die Stadt. Sie hat einen starken polnischen Akzent und es fällt uns schwer ihren Ausführungen zu folgen. Wir laufen daher einfach mit um den Weg durch Danzig kennen zu lernen und hören nicht mehr richtig zu. Sobald es uns möglich ist, werden wir uns absetzen.

Die Führung beginnt mit einem Spaziergang durch die Lange Gasse und mit dem sich daran anschließenden Langen Markt. Diese Strecke beherbergt die meisten Sehenswürdigkeiten wie den Netptunbrunnen, den Artushof und das Goldene Haus. Sie markiert die Hauptstraße der Rechtstadt und auch den Königsweg in Danzig. Dieser Bereich ist eine reine Fußgängerzone. Die Häuserfassaden mit den bunten verspielen Giebeln sind sehr beeindruckend und wunderschön anzusehen.

Die Altstadt – die historische Rechtstadt

Wir befinden uns jetzt in der historischen Rechtstadt. Diese ist gefühlt die eigentliche Innenstadt von Danzig. Der Name leitet sich nicht von der Lage ab, sondern ergab sich aus einem Rechtsstatus. Große, beeindruckende Stadttore, neun Hauptstraßen – und diese bilden immer eine Achse zur Motlawa, dem Fluß der Stadt.

Am Ende der Langgasse steht das Rechtstädter Rathaus, es markiert das Ende des Langen Marktes. Das Rathaus stammt zwar aus dem späten 15. Jahrhundert, ein Vorgängerbau wurde jedoch schon um 1300 errichtet. Das Wahrzeichen im Wahrzeichen ist das Uhrwerk im filigranen Turm, das über einen 14-stimmigen Carillon – einem spielbaren, großen Glockenspiel – verfügt.

Mariacka – die Frauengasse

Die Frauengasse liegt zwischen Marienkirche und Uferpromenade der Mottlau, für viele gilt sie als die schönste Straße in Danzig. Hier stehen schmale und schön geschmückte Häuser mit erhöhten Terrassen. Viele wurden zu Andenkenläden und romantischen Cafes oder Restaurants umgebaut. Überall gibt es kleine Läden, in denen Bernstein – das Gold der Ostsee – verkauft wird. Nirgendwo ist das historische Danzig besser zu erfühlen.

Marienkirche

Die Marienkirche ist eine der größten Backsteinkirchen der Welt. Sie ist 105 Meter lang und 66 Meter breit. Den rund 80 Meter hohen Turm kann man auch über Wendeltreppen besteigen. Der Ausblick soll sehr schön sein, aber für die 400 Stufen fehlt uns gerade die Zeit. Vielleicht ein anderes Mal.

In der Marienkirche finden 25.000 Menschen Platz. Der weiß ausgemalte, 30 m hohe Innenraum wirkt durch das einfallende Licht der 37 haushohen Fenster überwältigend. Der Bau stammt aus dem Mittelalter. Die Kirche wurde von 1343-1502 erbaut. Die Kirche war bis 1945 evangelisch, nach Kriegsende wurde sie katholisch. Direkt daneben ist die kleinere Königliche Kapelle.

Astronomische Uhr

Einer der kostbarsten Schätze der Marienkirche ist die Astronomische Uhr. Das 12 m hohe Instrument aus dem Jahr 1470 besitzt ein kompliziertes Kalendarium und eine Himmelsscheibe. Täglich um 12 Uhr setzt sich das Figurenspiel in Bewegung. Dann zeigt die filigrane Feinmechanik, was in ihr steckt. Um den Uhrmachermeister Hans Düringer zu hindern, so ein Kunstwerk auch für eine andere Stadt zu bauen, ließen die Danziger Ratsherren ihn angeblich blenden.

Der geführte Rundgang endet nach der Marienkirche. Die Reiseleiterin gibt noch schnell die Daten für den Treffpunkt bekannt und dann haben wir Freizeit um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Los geht’s!

Bunte Bonbons

Wir lassen uns einfach durch diese wunderschöne Stadt treiben. Beim Schlendern durch die Lange Gasse finden wir eine polnische Bonbonmanufaktur. Diese wird gerade gestürmt von einer Kindergartengruppe – was für ein Spektakel 🙂  Wir beobachten, wie diese Zucker-Bonbons hergestellt werden und dürfen auch welche probieren.

Riesenrad

An der Uferpromenade der Motlawa steht ein Riesenrad. Wir nutzen hier unsere Chance Danzig doch noch von oben zu sehen und fahren einfach mal mit.

Insgesamt 4 mal fahren wir langsam unsere Runden. Die Aussicht auf die Rechtstadt, die Motlawa und die Marienkirche ist grandios.

Abschied von Danzig

Zum Abschluss suchen wir uns an der Uferpromenade ein idyllisches Lokal. Wir entscheiden uns für typisch polnische Spezialitäten: Gulaschsuppe und Kartoffelpfannkuchen mit Lachs. Wirklich sehr lecker.

Dann machen wir uns auf zum Treffpunkt. Leider geht es nun zurück zum Schiff.

Offiziersshaken

Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder zurück und suchen uns einen schönen Platz am Pooldeck.
Um 16:00 Uhr schauen wir uns das Offiziersshaken an – leckere Cocktails 🙂 Ein perfekter Zeitpunkt: Denn um 17:00 Uhr legen wir ab. Mit einem Cocktail in der Hand, guter Stimmung an Bord und herrlichem Wetter verlassen wir Gdingen.

Entertainment am Abend

Nach einem ausgefüllten Tag starten wir nun in das Abendprogramm: Erst gemütlich Abendessen, dann um 20:00 Uhr Alex Prime Time im Theatrium schauen. Um 21:30 Uhr läuft heute die eine exklusive Show: Divaria. Diese Show wurde extra für die AIDAdiva geschrieben und läuft auch nur auf diesem Schiff. Wir sind schon ganz gespannt – wie viele andere auch – und sichern uns schon gegen 21:00 Uhr einen Platz. Das ist auch gut so, das Theatrium wird heute ziemlich voll … Die Show gefällt uns wirklich gut. Besonders die phantasievollen Kostüme sind ein Highlight!

Das war es dann auch für heute. Gute Nacht

 

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