15.06.2022: GEIRANGER (Norwegen)

Reisenotizen:

Mittwoch, 15.06.2022

Liegezeit:  08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Liegeplatz: Seawalk

Wetter: wechselhaft | 10 Grad

Sonnenaufgang: 03:39 Uhr
Sonnenuntergang: 23:23 Uhr

Nächste Etappe: 338 Seemeilen (626 Kilometer) bis Stavanger 


Unser heutiger Tag: Highlight des heutigen Tages ist die Fahrt durch den Geiranger Fjord mit den imposanten Wasserfällen Sieben Schwestern und dem Freier. Zusätzlich geht es heute mit dem Bus zu den Aussichtspunkten Flydalsjuvet und Dalsnibba auf 1500 Meter 🙂


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus dem Geirangerfjord

Heute morgen stehen wir sehr früh auf, bereits um 5 Uhr! Wir wollen die Einfahrt in den imposanten Geirangerfjord nicht verpassen und möglichst viel sehen. Mann, sind wir müde. Und es ist ganz schön frisch 🥶 Aber die Aussicht entschädigt für alles. Genau richtig aufgestanden… wir fahren an den berühmten Wasserfällen „Sieben Schwestern“ und dem „Freier“ (oder „Bräutigam“) vorbei. Und es regnet nicht 🙂 Genial!

Die Landschaft begeistert uns wieder einmal enorm. Über 15 Kilometer zieht sich der Fjord vom Ort Hellesylt bis nach Geiranger. Der Fjord wird von hohen mächtigen Bergen eingerahmt, manche sind 1700 Meter hoch.

Vorbei an den sieben Schwestern auf der einen Seite und dem Freier auf der anderen Seite des Fjords nehmen wir Kurs auf Geiranger. Wie der Name schon sagt, stürzen hier ganze sieben Wasserfälle senkrecht in den Fjord. Dabei haben sie einen freien Fall von rund 250 Meter. Die Wassermenge der Wasserfälle ist von der Schneeschmelze und dem Niederschlag abhängig und bestimmt auch, wie deutlich man alle sieben Wasserfälle sehen kann. Heute morgen sind es eher fünf Schwestern 😉 Trotzdem ein beeindruckendes Schauspiel!

Die Sage erzählt, dass sämtliche „sieben Schwestern“ unverheiratet waren. Der Freier wollte jede der sieben Schwestern nacheinander heiraten. Alle lehnten jedoch ab und wiesen sein Werben zurück. Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Deshalb ähnelt die Form des Wasserfalls einer Flasche.

Ankunft in Geiranger 

Um kurz nach sieben legen wir an. Ja, Ihr lest richtig, wir legen an. Normalerweise liegt AIDA hier in auf Reede und es wird getendert. In den letzten Jahren scheint sich hier etwas getan zu haben. Der Kapitän manövriert uns an einen schwimmenden, ausklappbaren Pier – den Seawalk. Und damit entfällt das Tendern. Das ist toll, dies ist für unsere Planung ein bisschen einfacher. Das spart Zeit beim Verlassen des Schiffes. Tendern ist zwar ein Erlebnis, dauert aber so seine Zeit.

Wir beobachten noch das Anlegemanöver, dann gehen wir gemütlich frühstücken.

Heute unternehmen wir einen Ausflug zu den Aussichtspunkten Flydalsjuvet und Dalsnibba auf 1500 Meter. Diesen haben wir vorab beim Geiranger-Fjordservice online reserviert und gebucht. Die Tour dauert ca. 2,5 Stunden. Perfekt für uns heute.

Bustour zu den Aussichtspunkten 

Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg und verlassen das Schiff. Wir suchen unseren Treffpunkt zu unserer Bustour anhand der vorab zugeschickten Wegbeschreibung. Schnell gefunden in diesem kleinen 600-Seelen-Örtchen 🙂

Um 10:30 Uhr geht’s los und wir sollen 15 Minuten früher am Treffpunkt sein. Und das ist auch gut so.

Der Bus kommt pünktlich und mit uns warten einige andere Fahrgäste. Der Fahrer sammelt die Tickets ein. Es werden immer mehr Fahrgäste und immer weniger Sitzplätze… irgend etwas scheint hier schief zu laufen. Wir checken vorsichtshalber unser Ticket – nein, alles richtig. Wir haben für 10:30 Uhr gebucht.

Irgendwann ist alles geklärt. Einige hatten sich in der Uhrzeit vertan, andere Gäste erklären sich bereit um 13:30 Uhr die gleiche Tour zu machen. Und dann geht es mit 10 Minuten Verspätung los. 

Beeindruckende Aussicht vom Flydalsjuvet

Das Wetter spielt heute richtig gut mit. Vor allem ist es trocken, kein Regen. Die Fahrt verläuft auf einer steilen Serpentinenstraße von Geiranger rund vier Kilometer zu unserem ersten Stopp: Die Schlucht Flydalsjuvet. Nach knapp 15 Minuten Fahrt kommen wir an. Der Flydalsjuvet – ein beeindruckender Aussichtspunkt mit imposanter Sicht auf den Fjord und unsere Aida.  

Wir haben 10 Minuten um Fotos zu machen. Wir sind von der Aussicht ganz geflasht. Flydalsjuvet zählt zu den beliebtesten Fotospots Norwegens und bietet einen unglaublichen Blick über die Fjorde und Berge. Schnell ein paar Fotos gemacht und ein wenig die Aussicht genießen. Bis der Busfahrer alle wieder eingesammelt hat, sind es 15 Minuten 🙂 Schätze, das ist eingeplant, er wirkt ganz gechillt.  

Weiter geht die Fahrt

Über Serpentinen windet sich der Bus nach oben. Wirklich bewundernswert was die Busfahrer hier so leisten. Die Erklärungen laufen im Bus über ein Band auf englisch, aber unser Busfahrer spricht sogar ein wenig deutsch und erklärt so einiges. Top!

Je höher wir kommen, umso mehr verändert sich die Landschaft, die grüne Landschaft wird weiß! Alles voller Schnee! Immer mehr Schnee liegt auf den Bergen und es wird merklich kühler. Der Busfahrer berichtet, dass dieses Jahr doppelt so viel Schnee gefallen ist wie sonst und dass er deshalb viel länger liegen bleibt. Ganz krass ist: Neben der Straße türmen sich hohe Schneewände und aus dem Bus heraus, sieht man nur eine weiße Wand!

Unsere Fahrt führt am See Djupvatnet vorbei. Der etwa 2 km² große See befindet sich auf einer Höhe von rund 1016 Höhenmeter. Aber Moment… wo ist er denn? Etwa unter dieser Schneedecke? Vor ein paar Jahren waren wir schon mal hier und da strahlte der See in tiefem Dunkelblau. Wahnsinn, diese norwegische Landschaft ist echt der Hammer!

Dalsnibba auf 1500 Meter 

Extrem enge Kurven und eine schmale Straße – der Nibbevegen – führen immer weiter nach oben, immer höher in den Schnee. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt kommen wir zum Höhepunkt der kleinen Exkursion: Dalsnibba. Das ist die „wahrscheinlich fantastischste Aussicht der Welt auf 1.500 Meter Höhe“.

Oben auf dem Berg 

Es liegt noch meterhoher Schnee hier oben, ist aber mit 13 Grad relativ warm. Wir bekommen 15 Minuten Fotozeit vom Busfahrer. Diese Zeit kosten wir bis zur letzten Minute aus. Übrigens gibt es hier ein Bistro, bei dem man sich mit Snacks oder Getränken versorgen kann, Toiletten stehen auch kostenlos zur Verfügung.

Und nun zur Aussicht: Seit 2016 gibt es hier oben den Skywalk – eine sehr imposante Aussichtsplattform mit einer unglaublich überwältigenden Aussicht. Und was haben wir auf Dalsnibba einen klaren Ausblick auf die umliegenden Berge und Fjorde! Gigantisch! Ganz klein können wir sogar die Aida sehen:-) Der Blick von hier oben bietet alles was das Herz begehrt: Fjorde, Gipfel und Hochgebirge. Unbeschreiblich schön!

Über Serpentinen zurück nach Geiranger 

Es bleibt uns hier leider viel zu wenig Zeit, wir könnten noch ewig die Aussicht genießen. Pünktlich ruft der Fahrer zur Weiterfahrt. Über die gleiche enge, sehr kurvenreiche Straße geht es durch die wunderschöne Natur zurück nach Geiranger.  

Erst geht’s wieder durch Eis und Schnee, bis es wieder grüner wird. Wir lassen die herrliche Landschaft an uns vorüberziehen.

Wieder zurück in Geiranger 

Kurz nach halb eins sind wir wieder am Ausgangspunkt in Geiranger angekommen. Im 600-Seelen-Örtchen Geiranger ist es sogar sonnig und warm. Ganz ungewohnt nach der Kälte auf dem Berg. Das war schon mal ein super Auftakt. Jetzt freuen wir uns auf den Ort Geiranger. Ein bestimmtes Café hat es uns beim letzten Besuch in Geiranger angetan. Wie beim letzten Mal wollen wir wieder in das Café Ole im Ort einkehren.  

Café Ole 

Das Café Ole hat uns schon bei unserem letzten Besuch begeistert. Hier genießen wir „Norsk Svele“ – eine typisch norwegische Waffel mit Erdbeermarmelade und saurer Sahne, dazu ein Kaffee. Einfach lecker und sehr zu empfehlen.

Spaziergang durch Geiranger 

Anschließend schlendern wir gemütlich durch den kleinen Ort und genießen das nordische Flair.

Direkt am Kopf des Geirangerfjordes, nur wenige Gehminuten von der Hauptstraße Geirangers entfernt haben wir einen fantastischen Blick auf AIDA. Inmitten dieser erhabenen Fjordlandschaft liegt majestätisch die Kussmund-Schönheit. Ein wunderschönes Bild!

Nun laufen wir zeitig zurück zum Schiff. Es ist ziemlich viel los in Geiranger und uns sind das einfach zu viele Kreuzfahrttouristen 😉  Daher lassen wir uns von der Nachmittagssonne auf unserem Balkon verwöhnen, genießen die Aussicht und legen eine Siesta ein. So schön kann Urlaub sein. 

Ausfahrt aus Geiranger und dem Geirangerfjord 

Um 17:00 Uhr lässt Kapitän Bleckert das Typhoon ertönen und wir verlassen dieses schöne Fleckchen Erde in Richtung Stavanger.

Wir gleiten durch den Geirangerfjord und lassen die wunderschöne Landschaft auf uns wirken. Hier lohnt sich unsere Balkonkabine direkt vorne am Bug. Es windet zwar etwas, aber die Aussicht entschädigt für alles 🙂

Plötzlich kommt uns ein Kreuzfahrtschiff entgegen: Die IONA. Genau bei den Wasserfällen Sieben Schwestern und dem Freier treffen wir uns.

Das ist ja ungewöhnlich, dass um 17 Uhr ein Schiff nach Geiranger fährt. Was die wohl hier will? Später erfahren wir, dass der Kapitän der IONA und unser Kapitän Bleckert befreundet sind und sie sich hier im Geirangerfjord verabredet haben. Damit sie sich gegenseitig fotografieren und filmen können. Der Film schafft es sogar auf das Urlaubsvideo „Unvergessliche Momente“ und wird bei der Prime Time gezeigt. Die IONA ist extra dafür in den Geirangerfjord gefahren, wird drehen und wieder raus fahren. Für deren Passagiere eine unverhoffte Überraschung 🙂

Erneut bewundern wir die imposanten Wasserfälle Sieben Schwestern und den Freier. Wirklich ein herrliches Schauspiel. Heute Abend sind – anders als heute morgen – die gesamten sieben Wasserfälle zu sehen. Norwegen und seine Landschaft ist einfach atemberaubend!

Nach rund einer Stunde kommen wir wieder bei Hellesylt am Eingang des Geirangerfjords an. Wir reißen uns von der herrlichen Landschaft los, denn jetzt nehmen wir Geschwindigkeit auf und es wird recht kalt. Und so langsam meldet sich auch der Hunger.

Abendessen im Casa Nova

Zum Abendessen haben wir erneut einen Tisch im Casa Nova reserviert. Es schmeckt uns hier einfach ausgezeichnet. Wir genießen das leckere Essen und lassen den heutigen ereignisreichen Tag gemütliche ausklingen.

Ansonsten passiert heute auch nicht mehr wirklich viel. Nach dem Essen schlendern wir noch kurz über das Schiff, bevor es uns auf unsere Kabine zieht.

Morgen Mittag kommen wir an unserem letzten Hafen auf dieser Tour an: Stavanger. Aber das ist die Geschichte von Morgen. Gute Nacht 🙂



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