15.11.2019: SANTO DOMINGO (Dom. Republik)

Reisenotizen:

Freitag, 15.11.2019

Liegezeit:  8:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Liegeplatz: Sansouci Berth/ Sansouci Terminal

Wetter: sonnig bis leicht bewölkt | 29 Grad

Nächste Etappe: 64 Seemeilen (119 Kilometer) bis La Romana / Dom. Republik


Unser heutiger Tag: Heute geht’s mit einem Tagesausflug zu den Höhlen „Cueva los tres ojos“ mit anschließendem Badeaufenthalt am Strand Boca Chica. Gebucht bei dem lokalen Touranbieter Anne Karibik 🙂


Reisebericht:

Spruch des Tages: „Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.“

Laotse

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus Santo Domingo. Unser letzter Hafen auf unserer Reise liegt vor uns. Wir freuen uns schon auf die Dominikanische Republik 🙂 Während der Einfahrt in den Hafen kommen wir an der Kolumbusstatue vorbei.

Wir frühstücken gemütlich auf der Außenterrasse und genießen den Ausblick auf die Stadt.

Guten Morgen aus Santo Domingo

Santo Domingo ist nicht nur die größte Stadt der Dominikanischen Republik. Ganz nebenbei ist es auch die erste Stadt in der Karibik, die von Europäern gegründet wurde. Die Stadt liegt an der Südküste der dominikanischen Insel Hispaniola und heute leben dort fast drei Millionen Menschen.

Wir waren schon zwei Mal in Santo Domingo und kennen die Altstadt bereits, die sich hinter der Stadtmauer verbirgt. Daher werden wir uns heute ein wenig was vom Umland anschauen.

Es gibt zwei Liegeplätze in Santo Domingo. Einer von beiden liegt direkt unterhalb der Stadtmauer und man kann die Altstadt zu Fuß in wenigen Minuten erreichen. Dieser Liegeplatz wird seltener angefahren. Der zweite Liegeplatz ist der Standardliegeplatz und liegt etwas außerhalb auf der anderen Flußseite. Hier legen auch wir an.

Taxis stehen direkt vor dem Schiff. Die Fahrpreise gelten pro Taxi und sind behördlich festgeschrieben. Der Preis ins Zentrum der Altstadt liegt bei 15 US$ (Stand Nov 2019).

Unser Ausflug beginnt

Um 08:15 Uhr ist Treffpunkt vor dem Terminal. Anne Karibik (von Dominican Emotion) ist leicht zu erkennen. Die blonden langen Haare fallen sofort ins Auge 🙂 Den Ausflug haben wir schon im Vorfeld online gebucht. Da wir die Altstadt von Santo Domingo schon kennen, wollen wir etwas von der Natur im Umland sehen. Zuerst geht’s es zu den Höhlen Cuevas los tres Ojos. Danach wollen wir an den dominikanischen Strand Boca Chica baden gehen. Und ein Mittagessen ist auch inklusive.

Die Tour startet etwas verspätet gegen 08:45 Uhr. Es herrscht ein ganz schönes Verkehrschaos hier auf dem Parkplatz. Taxis und Minibusse ohne Ende. „. Eduardo ist unser Guide für heute. Der Minibus ist mit 10 Personen nicht zu voll. Insgesamt fahren drei Minibusse die Tour. Wir sitzen in einem Bus mit Christiane und Manuela aus Bonn. Die beiden sind total nett.

Cuevas los tres Ojos

Nach einer kurzen Fahrt von 10 Minuten erreichen wir einen unscheinbaren Parkplatz. Der kleine Nationalpark Cuevas los tres ojos – „Höhlen der drei Augen“ – liegt nur 8 Kilometer vom Hafen entfernt. Wir steigen aus und Eduardo holt für alle die Eintrittsbändchen.

Kurz hinter der Kasse ist der Eingang in die Grottenlandschaft. Über eine gewundene Treppe steigen wir 50 Stufen hinab und sind plötzlich in einer anderen Welt.

Die Cuevas los tres Ojos ist eine 50 Meter lange Kalksteinhöhle in der Gemeinde Santo Domingo Este. Vor Tausenden von Jahren entstand infolge eines Naturphänomens ein großer unterirdischer Süßwassersee. Dieser verteilt sich über vier miteinander verbundene Höhlen. Drei davon befinden sich in einer inneren Höhle, während nur einer der Seen von außen zu sehen ist.

Fantastische Grottenlandschaft

Stalagmiten, Stalaktiten  und drei schillernd blaue Süßwasserlagunen oder „Augen“, wie sie die Ureinwohner wegen ihrer ovalen Formen nannten, bilden einen ganz eigenen Kosmos. Hinzu kommt eine immens hohe Luftfeuchtigkeit und es geht kein Hauch von Wind. Im Nu sind wir alle ziemlich verschwitzt.

Die einzelnen Grotten entschädigen für die Strapazen. Früher durfte in den Seen gebadet werden, das ist inzwischen verboten.

Extrem heiße „coole“ Grotten

Bis auf eine Person und zwar dem Besitzer der Anlage ist es jedem untersagt das kühle Nass zu nutzen. Schade, das wäre jetzt eine willkommene Abkühlung.

Ein Highlight ist eine kurze „Floßfahrt“ über eine der Lagunen. Bei uns im Ausflug inkludiert, ansonsten 25 Dominikanische Pesos oder 0,50 US$ (Stand: 11/19).

Floßfahrt über eine Lagune

Wir stellen uns in die Schlange zur Floßfahrt. Ob Ihr es glaubt oder nicht: Hinter uns vermuten ein paar Gäste, dass sie die Fahrt bezahlen müssen und ziehen wütend wieder ab. Unglaublich …. erstens ist die Fahrt inklusive (wer eine Ausflugsbeschreibung lesen kann ist klar im Vorteil) und zweitens, auch wenn wir 50 Cent bezahlen müssten – was soll’s? Die Einheimischen ziehen den ganzen Tag mit Muskelkraft Touristen über den See hin und her. Da sind 50 Cent wirklich nicht zu viel. Menschen gibt’s …

Die Floßfahrt dauert nur 3 Minuten und ist ein echtes Erlebnis. In einem Floß aus Holzbrettern, die auf leeren Fässern befestigt sind, werden wir an Seilen mit Manneskraft über den See gezogen. Und erreichen auf der anderen Seite eine weitere Höhle. Diesmal mit „offenem Dach“ und ganz viel Vegetation. Super schön hier!

Was soll ich sagen, lohnt sich total, selbst wenn wir das Floss hätten bezahlen müssen 😉 Die Höhle und die Lagune sucht echt ihres gleichen. Voll unwirklich!

Phänomenale Natur

Die Grotten waren echt ein Erlebnis. Jetzt freuen wir uns aber auf den Strand 🙂

Wir fahren knapp 30 Minuten nach Boca Chica und werden zuerst zu einem italienischen Restaurant geführt. Jetzt wird es ein bisschen konfus. Gehen wir an den Strand oder gibt es erst was zu essen?

Italiener am Boca Chica

Klärt sich alles auf. Wir sitzen sehr lauschig unter Palmen und bekommen nach karibischen 15 Minuten unseren Willkommensdrink. Wahlweise Pina Colada oder Mojito. Wir entscheiden uns für die Pina Colada. Die richtige Wahl, lecker!

Zum essen können wir zwischen Spaghetti, Schnitzel und Hähnchen wählen. Wir treffen mit den Spaghetti eine gute Wahl 🙂

Karibikfeeling pur

Bis das Essen serviert wird dauert ein wenig. Egal, wir bleiben einfach an unserem lauschigen Platz sitzen und genießen das Treiben um uns herum. Und haben nette Gespräche mit unseren Tischnachbarn. Ein wenig nervig sind nur die Souvenirverkäufer, die bis an die Tische kommen. Wir sind erfahren damit und ignorieren die einfach. Das funktioniert am Besten.

In Boca Chica erleben wir den typisch dominikanischen Trubel: Hotels und Restaurants säumen den weißen Sandstrand, Verkäufer bieten Waren feil und Imbissbuden servieren gegrillten Fisch oder andere Leckereien.

Karibische Badewanne

Jetzt wollen wir aber ins Wasser. Das Restaurant stellt kostenlose Liegen bereit. Schatten spenden die Palmen am Strand. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen, zusammen mit Christiane und Manuela. Auch Michi und Larissa liegen in unserer Nähe. So ist gewährleistet, dass immer jemand auf die Wertsachen aufpasst. Ist ja doch ein ganz schöner Trubel hier 🙂

Der Ort Boca Chica ist leider bekannt für starken Sextourismus. Zwar eher für europäische oder amerikanische Damen in den 40ern, aber auch für Männer wird hier „gesorgt“… Zum Glück merken wir am Strand davon nicht sehr viel. Zumindest nicht offensichtlich. Ich bin mir sicher, mit dem richtigen Augenkontakt hätte man schnell ein Angebot.

Das hatten wir übrigens im Vorfeld schon recherchiert und uns deshalb für einen organisierten Ausflug nach Boca Chica entschieden. Auf eigene Faust mit dem Taxi schien uns zu unsicher. Grundsätzlich unbegründete Sorgen, aber es ist schon angenehm an einem guten Strandabschnitt abgesetzt und wieder eingesammelt zu werden 🙂 Würden wir wieder so machen.

Der ca. 1,5 km lange und belebte Küstenabschnitt mit strahlend weißem Sand ist durch ein großes Korallenriff geschützt. Das türkisfarbene Meer hat eine geringe Wassertiefe von rund 1,20 Meter und ist herrlich zum Baden.

Karibisches Strandfeeling

Die Dominikaner gelten zwar grundsätzlich als ehrlich, allerdings herrscht hier eine große Armut und Gelegenheit macht bekanntlich Diebe. Und wir wollen uns diesen perfekten Tag durch nichts verderben lassen.

Auch nicht von einigen aus der „Nachbar-Gruppe“, denen das hier alles nicht gefällt und die lieber früher wie später von hier weg wollen. Können wir echt nicht verstehen. Wir waren vorbereitet und wussten was uns hier erwartet. Keinen romantischen verschwiegen menschenleeren Strand, sondern Tourismus pur und auch mit den Strandverkäufern haben wir gerechnet. Bisschen vorbereitet sein schadet auch im Urlaub nicht.

Relaxed spazieren wir den Strand entlang. Immer mit den Füßen im Wasser schlendern wir unter Palmen durch den Sand. Besser geht’s nicht 🙂

Frische Kokosnuss – besser geht es nicht

Für uns war der Strand wie erwartet. Das Wasser hatte angenehme 29 Grad, die Lufttemperatur war ähnlich. Die Palmen waren typisch karibisch!

Für 1,50 US$ kaufen wir uns frische Kokosnüsse und trinken die gemütlich auf unserer Liege. Wie schön – Beine ausstrecken, relaxen und Seele baumeln lassen.

Pina Colada wie sie sein sollte

Später kommt auch noch eine zweite Pina Colada dazu, die ist einfach zu lecker 🙂 Astrid und ich laufen nochmal ein Stück am Strand entlang und uns gelingen wirklich paradiesische Fotos.

Adios, Boca Chica!

Unser Treffpunkt ist um 16:30 Uhr im Inneren des Lokals. Wir nutzen noch einmal die sauberen sanitären Anlagen und fahren zurück zum Schiff. Wir haben keinen Stau auf der Rückfahrt und sind nach etwas mehr als 30 Minuten wieder an der AIDA.

Was für ein genialer Tag in Santo Domingo. Anders können wir es nicht ausdrücken. Es hat von vorne bis hinten alles gepasst. Super Tour, supernetter Guide Eduardo, perfektes Wetter, leckere Pina Colada, toller Strand. Echt klasse!

Wieder zurück auf AIDA

Bevor wir auf unsere Kabine gehen, machen wir einen kurzen Zwischenstopp an der Rezeption und holen unsere Abreiseinformationen für morgen. Eigentlich hängen die mit einer AIDA Heute zusammen an der Kabinentür, hat bei uns gestern aber gefehlt.

Wichtig sind für uns die Transferzeiten. Wir werden um 15:30 Uhr zum Flughafen gebracht. Um 09:00 Uhr müssen wir aus der Kabine raus sein. Gut, dass wir eine Tageskabine für den Abreisetag gebucht haben 🙂

Und dann finden wir eine schöne Überraschung in der Kabine vor: Ein Herz aus der Bettdecke gefaltet und ein kleiner Handtuch-Hund 🙂 Da hat unsere Kabinen-Fee ja was Schönes gezaubert 🙂 Danke!

Dann heißt es Koffer packen. Oh Mann, das fällt schwer. Die Reise war außergewöhnlich. Tolle Häfen, super interessante Städte, hammermäßige Strände und richtig nette Menschen haben wir auf diesen 14 Tagen kennen gelernt. Und auch das Wetter hat fast immer super mitgespielt. Alles perfekt!

Letzter Sonnenuntergang auf dieser Reise

Die Sonne geht unter und taucht Santo Domingo in ein warmes Licht. Von Deck aus beobachten wir den Sonnenuntergang. Von hier aus können wir das riesige Kolumbus-Denkmal erkennen. Dieser gigantische Betonbau sieht von oben wie ein großes Kreuz aus, nachts ist es herrlich beleuchtet. Von der Seite sieht es einfach wie ein Betonklotz aus 😦

Auch die Kolumbus-Statue am Hafen sieht in diesem Licht schön aus. Kolumbus, der in die Ferne schaut und von neuen Reisen träumt …

Mit Dominik und Karoline treffen wir uns kurz an Deck. Sie waren so lieb und haben uns etwas aus dem Hard Rock Cafe mitgebracht. Vielen Dank nochmal!

Das Abendessen genießen wir im Weite Welt Restaurant. Wie immer ist beim Farewell Dinner die Deko ganz besonders hübsch und kreativ.

Den morgigen Tag verbringen wir dank der Tageskabine relaxed an Bord. Das erspart uns den Abreise Stress.

Letztes Auslaufen auf der Reise

Zum Auslaufen treffen wir uns mit Dominik und Karoline, auch Isabell und Johannes stoßen dazu. Mit den vieren verbringen wir die letzten Augenblicke des allerletzten Auslaufens dieser Reise. Während Dominik und Karoline noch eine Woche an Bord bleiben dürfen, reisen Isabell und Johannes ebenfalls ab.

Jetzt noch kurz den Rest Koffer packen, ab zur Rezeption eine Kofferwaage ausleihen. Perfekt gepackt: 22 Kilo und 20 Kilo 🙂 In La Romana ist Übergepäck richtig teuer! Das haben wir leidvoll schon selber bei einer früheren Reise erfahren müssen: 30 Euro/Kilo! Und nun noch die Koffer vor die Tür stellen. Erledigt!

Morgen früh finden wir die Koffer im Hafenterminal wieder. Die letzte Nacht an Bord und dann heißt es goodbye, aber das ist die Geschichte von Morgen. Gute Nacht.



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