05.05.2019: CÁDIZ (Spanien)

Reisenotizen:

Sonntag, 05.05.2019

Liegezeit:  8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Liegeplatz: Muelle Ciudad

Wetter: sonnig bis leicht bewölkt 18 Grad

Nächste Etappe: 276 Seemeilen ( 511 Kilometer) bis Lissabon/ Portugal

Zeitumstellung; in der Nacht von Sonntag auf Montag werden die Borduhren von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt


Unser heutiger Tag: Am Vormittag erkunden wir auf eigene Faust und zu Fuß die Altstadt von Cádiz, natürlich mit der imposanten Kathedrale 🙂 Am Nachmittag geht’s auf eine AIDA-Inside-Führung mit Besuch auf der Brücke! Und einem Essen im Rossini 🙂


Reisebericht:

Spruch des Tages: „Jeder braucht immer wieder einen sicheren Hafen, in dem er sich von den Stürmen des Alltags erholen kann.“

Kurt Haberstich

Ahoi Ahoi und Guten Morgen aus Cádiz. Schon bei der Einfahrt können wir die imposante Kathedrale mit goldenem Kuppeldach über den weißen Häusern der andalusischen Stadt sehen. Sehr beeindruckend!

Wir starten mit einem guten Frühstück im Buffalo Steak House. Heute sind wir  nur zu sechst unterwegs. Andi und Manu fahren mit einem AIDA-Ausflug nach Sevilla. Am Nachmittag haben wir das Riesenglück an einer AIDA-Inside-Tour teilzunehmen. Mehr dazu im Laufe des Tages 🙂

Mitten in der Stadt

Das Schiff liegt direkt gegenüber der Altstadt. Wir fallen quasi in die Stadt. Diesen Liegeplatz hatten wir bereits vor einigen Jahren als wir das letzte Mal hier in Cádiz waren. Und wir freuen uns, dass wie wieder so nah an der Stadt festgemacht haben.

Besser geht es nicht. Wir treffen und mit den anderen vieren und laufen los. Es geht über den schönen Plaza de San Juan de Dios mit dem beeindruckenden Rathaus.

Von hier sieht man die Altstadt – und wenn man sich umdreht sieht man die AIDA. Genial 🙂

Altstadt und Kathedrale

Ein Stückchen weiter schlendern wir durch die engen Gassen der Altstadt und gelangen nach kurzer Zeit auf den kleinen Platz mit der großen Kathedrale. Leider ist es noch etwas bewölkt. Die Kathedrale zum heiligen Kreuze über dem Meer wurde in 116 Jahren zwischen 1722 und 1838 erbaut. Die Pracht der Kathedrale entfaltet sich erst bei Sonnenschein zur vollen Größe wenn die Sonne sich auf der „goldenen“ Kuppel bricht und alles golden erstahlt.

Die Kathedrale hat erst später am Tag geöffnet, daher laufen wir um die Kathedrale herum und erreichen die Promenade Camp del Sur mit herrlichem Blick auf das Meer.

Castillo de San Sebastian

Wir laufen an der Promenade entlang – bis zum „Castillo de San Sebastian“. Die Burg war einst Teil der Festungsanlagen, die die Stadt vor feindlichen Übergriffen schützen sollte und wurde mitten in das Meer hineingebaut. Rundherum vom Meer umgeben, nur durch eine lange Promenade mit der Stadt verbunden, liegt das Castillo auf einer kleinen Felseninsel.

Der sehr schöne Weg schlängelt sich ein paar 100 Meter „durch“ das Meer zum Kastell. Das Kastell selber ist nicht zu besichtigen. Trotzdem sehr schön, zumal es immer mehr aufklart.

Für alle James Bond-Fans: Die Festung wurde als Kulisse für den Film „Stirb an einem anderen Tag“ ausgewählt. Hier wurden die Szenen gedreht, die im Film vor der Klinik in Kuba spielen.

Auf dem Rückweg haben wir einen tollen Blick auf den Haus- und Hofstrand „La Caleta“. Der kleine feinsandiger Strand liegt direkt an der Altstadt von Cádiz, ziemlich genau zwischen den Festungen Castillo de San Sebastián und Castillo de Santa Catalina.

Barrio de la Vina

Jetzt wollen wir wieder die Altstadt sehen. Direkt hinter dem Strand beginnt das urige, gemütliche Stadtviertel La Vina. Besonders bekannt ist La Vina für seine urigen Bars und die interessanten Flamenco Clubs.

Seinen besonderen Charme erhält das Viertel durch die freundlichen Straßen, in denen sich eine Gaststätte an die nächste anschließt. Tische und Stühle werden gerade draußen aufgebaut, es ist noch zu früh am Tag. Hier lässt es sich sicher am Abend herrlich Tapas essen:-)

Wir laufen weiter zurück in die Stadt, uns dürstet es nach einem kühlen Getränk. Neben der Markthalle – die leider heute geschlossen hat – werden wir fündig: Das „El Viajero del Markao“. Die Spanier sind schon alle da und wir bekommen nur einen Tisch im Inneren. Macht nix 🙂

Unsere Füße freuen sich über die Pause. Und natürlich probieren wir eine spanische Spezialität „Churros“. Okay, ist irgendwie nicht unser Geschmack. Aber der frisch gepresste Orangensaft ist der Hammer!

Torre Tavira und enge Gassen

Unser nächstes Ziel: Der Torre Tavira. Der Turm steht genau im Zentrum der Altstadt, unweit des Marktplatzes und ist bereits von weitem zu erkennen. Mit 45 Metern über dem Meeresspiegel befinden wir uns auf dem höchsten Punkt der gesamten Altstadt.

Im Turm gibt es eine Besonderheit: Die Camera Obscura. Hierbei werden Livebilder einer auf dem Dach platzierten Kamera – der Camara Obscura – auf eine Wand projiziert und geschärft. Mithilfe einer speziellen Technik könnt Ihr alles was um den Torre Tavira gerade passiert, in Echtzeit und Nahaufnahme betrachten.

Eigentlich wollen wir hier eine Führung der Camera Obscura machen. Leider findet die nächste Führung in deutsch um 14 Uhr statt, das wäre erst in über einer Stunde. Was jetzt? Das passt nicht zu unserer weiteren Nachmittagsplanung. Wir haben ja auf AIDA noch ein Date mit der Inside-Tour.

Ein einfacher Aufstieg zur Aussichtsplattform ist für 6 Euro p.P. (Stand: Mai 2019) möglich, das wollen wir unseren Füßen aber nicht antun. Nur Greg und Juli sind tapfer und besteigen die 173 Stufen des Torre Tavira 🙂

Mac, Simi, Astrid und mich zieht es weiter durch die engen Gassen und wir staunen über die fantastischen Gebäude. Hier ein bisschen Stuck, dort ein starker maurischer Einschlag. Cadiz – im übrigen die älteste Stadt Europas – begeistert uns total. Wir lassen uns einfach treiben, kommen an einer netten Eisdiele vorbei (Heladeria Salon Italiano seit 1940) und können nicht widerstehen. Das Eis geniessen wir an einem der vielen netten Plätze von Cádiz, dem Plaza de San Antonio.

Um uns herum viele spanische Familien, die den schönen Sonntag Mittag nutzen und die Strassen bevölkern. Leben pur!

Kathedrale

Langsam schlendern wir zurück Richtung Kathedrale. Diese öffnet um 14:00 Uhr ihre Türen und wir wollen die Chance nutzen sie von innen zu sehen.

Wir zahlen 6 Euro p.P. (Stand: Mai 2019), bekommen einen Audioguide und besichtigen kurz die imposante Kathedrale. Die komplette Decke ist mit Netzen abgehängt. Ups, der Stuck kommt von der Decke.

Der Bau der Kathedrale dauerte 116 Jahre. Geweiht wurde das Gotteshaus dann schließlich 1838. Aufgrund der langen Baudauer findet man ganz unterschiedliche Stile: Barock, Rokoko und Neoklassik. Der Innenraum wirkt weit und großzügig, die korinthischen Marmorsäulen sind imposant. Der Innenraum ist 85 Meter lang und 60 Meter breit und hat eine beeindruckende Höhe von 52 Metern.

Wir genießen noch ein wenig das spanische Treiben und das Flair auf dem Platz vor der Kathedrale. Cádiz ist einfach toll!

Zurück zum Schiff

Für uns ist jetzt der Rückweg zum Schiff angesagt, wir haben ja noch viel vor 🙂 Auf dem Platz vor dem Rathaus haben wir wieder das einmalige Erlebnis: Auf der einen Seite die Altstadt und auf der anderen Seite die AIDA. Das hat echt etwas. Hammer.

Auf der Kabine haben wir noch genügend Zeit uns ein wenig auszuruhen, bevor es zum nächsten Highlight geht: Der AIDA-Inside-Tour 🙂

Ultimative Inside-Tour mit Brückenführung

Inside Tour mit Brückenführung (Brauhaus; Vinothek; Brücke; Vinothek; Backstagebereich des Theaters; Provision; Abschluss ist ein 6-Gang Menue im Rossini)

Es geht los! Insgesamt 32 Personen – darunter Juli, Greg, Simi, Mac, Astrid und ich – starten mit der Inside-Tour um 15:45 Uhr im Brauhaus mit einem Blick hinter die Kulissen des Brauhauses und einer Spezialität des Brauhauses: Eine Trilogie des Bieres (Zwickel; Hövels und ein Aktion Bier – heute der Maibock). Der Braumeister erzählt Wissenswertes rund ums Bier. 

Wir werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste darf sofort auf die Brücke, wir legen einen Zwischenstopp in der Vinothek ein. Ihr merkt schon, die Inside Tour ist für Nichtaloholiker ungeeignet 😉 Wir bekommen zwei Weißweine kredenzt, einen trockenen und einen halbtrockenen. Mir eigentlich egal – ich erkenn da eh nicht wirklich einen Unterschied. Die Oliven, die dazu gereicht werden und das Brot entsprechen da schon eher meinen Geschmack 🙂

Bevor wir doch noch zu Weintrinkern mutieren, dürfen wir auch auf die Brücke. Hier herrscht absolutes Fotografierverbot. Die Brücke ist der Hammer! Alleine für die Aussicht von da oben hat sich das Investment gelohnt. Wir sind knapp 27 Meter hoch und sehen Unmengen von Monitoren, Joysticks und Hebel sowie unzählige Knöpfe – und einen Wackeldackel. Das Maskottchen der Brücke 🙂 Der Kapitän hat momentan keinen Wachdienst, sondern sein 2. Offizier übernimmt den Erklärbär.

Das ist wirklich phänomenal, die Schaltzentrale eines Kreuzfahrtschiffes so zu erleben. Die knapp 20 Minuten vergehen im Flug und viel zu schnell müssen wir schon wieder von der Brücke. Aber es ist kurz nach fünf und in einer Stunde wollen wir ablegen. Das heisst im Klartext: Wir müssen raus, eine Stunde vor dem Ablegen kommt der Lotse auf die Brücke und dann ist hier absolutes Sperrgebiet!

Wir kommen beseelt zurück in die Vinothek, wo wieder Alkohol angeboten wird. Diesmal Rotwein. Den lassen wir aber links liegen, sonst bekommen wir gar nichts mehr mit. Wir haben noch ein paar Stationen vor uns. Wir laufen über Treppen im Inneren des Schiffes durch den Crewbereich nach unten in den Backstagebereich des Theaters. Hier zeigt man uns den Bühnenunterbau („Down Under“). Die fahrbare Bühne ist das Herzstück des Theaters. Der erste Bühnentechniker demonstriert die Hebebühne – sehr interessant. Es stehen auch ein paar Requisiten der unterschiedlichsten Shows herum. Wir können nicht anders und setzen uns auf die Jury Stühle von der Show „Voice of the Ocean“ und werden von dem Technicker sofort verjagt 🙂 Nicht anfassen!

In den Tiefen des Schiffes

Der letzte Stopp geht in die Provision auf Deck 3. Wir bekommen einen Einblick in die Warenvielfalt und der Küchenchef des Rossini (Robert – er hat heute Geburstag und wir lassen ihn mehrfach hochleben :-)) zaubert ein supertolles Sorbet aus grünem Apfel aus dem Hut – unvergesslich!

Die Führung ist super interessant und wir nehmen viele neue Eindrücke mit. Zum Abschluss erwartet uns ein edles Abendessen im Rossini. Dazu werden wir für knapp 20 Minuten wieder in Freiheit entlassen und dürfen uns um viertel vor sieben wieder am Rossini einfinden.

Abschied von Cádiz

Perfekt zwischen Führung und Abendessen legt AIDAstella ab. Wir genießen die Abfahrt in Ruhe vom Balkon aus und werfen einen letzten Blick auf die beeindruckende Kathedrale und die weißen Häuser von Cádiz.

Edles Essen im Rossini

Pünktlich um 18:45 Uhr treffen wir am Rossini unsere Freunde und wir werden zum Tisch geleitet. Uns erwartet zum krönenden Abschluss ein köstliches 6-Gang Menue. Robert hat wirklich gezaubert:

  • Gang 1: Yellowfin Thunfisch|Wakame (Alge) |Kaviar |Zitronengras
  • Gang 2: Hokkaidosüppchen | Jakobsmuschel |Ingwerschaum
  • Gang 3: Dorade |Sepiarisotto |Wilder Spargel | Weißer Portwein
  • Gang 4: Himbeersorbet | Teegelee
  • Gang 5: Presa Iberico | Kartoffelsouffle | Pimentos de padron | Olivencreme| Gewürzjus
  • Gang 6: „Taste of Spain“ | Maracuja | Guave | Banane
  • „Das Beste zum Schluss“: Grappa Nonino | 4 cl

Das Essen im Rossini ist wirklich exzellent. Wir lassen uns das Menü schmecken und genießen das edle Flair.

Müde ins Bett

Wir sind fix und fertig (es gab doch schon ganz schön viel Alkohol) und gehen im Anschluß auf die Kabine. Greg, Simi und Mac lassen den Abend im Brauhaus ausklingen. Die Uhr wird heute Nacht eine Stunde zurückgesellt. Wir sind morgen in Lissabon und haben einiges vor. Aber das ist die Geschicchte von Morgen. Gute Nacht!



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