07.02.2017: SAMANA (Dominikanische Republik)

Reisenotizen:

Dienstag, 07.02.2017

Liegezeit: 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Liegeplatz: AIDAluna liegt auf Reede

Wetter: bewölkt, kurze Regenschauer, 28 Grad
Zeitverschiebung: minus 5 Stunden

Nächste Etappe: 375  Seemeilen (695  Kilometer) bis Philipsburg/ St. Maarten


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen 🙂

Heute haben wir uns für einen AIDA-Ausflug entschieden. Wir wollen erst Wale beobachten und anschließend zur Cayo Levantado – der Bacardi-Insel. Unser Aufenthalt dauert nur von 8 Uhr bis 14 Uhr – also kurze 6 Stunden. Zudem liegen wir auf Reede und die Zeit beim Tendern ist meist nicht gut zu kalkulieren. Da war es uns zu unsicher einen privat organisierten Ausflug zu buchen. Zudem wird die Bacardi-Insel an „AIDA-Tagen“ von AIDA exkluviv gebucht, d.h. andere Anbieter dürfen die Insel an diesen Tagen nicht anfahren. Wir hoffen auf viele Wale, denn von Januar bis März kommen Buckelwale in die Bucht von Samana um ihre Jungtiere aufzuziehen.

Unser Ausflug zu den Walen startet erst um 9:30 Uhr. Zeit genug um in Ruhe zu frühstücken. Wir finden einen Platz auf dem Außendeck unter der Überdachung. Denn der Himmel sieht ein wenig bewölkt aus ….

Regen im Paradies

Und dann geschieht es: Ein kurzer heftiger Regenschauer scheucht uns und alle anderen auf. Sogar unter der Überdachung werden wir nass. Also – ab ins Innere des Restaurants und weiter frühstücken. Das hatten wir auf dieser Tour bisher noch nicht… Hoffentlich legt sich das gleich wieder 😦

Pünktlich um 9:30 Uhr geht es los. Wir werden direkt am Schiff auf unser Walbeobachtungsboot eingeschifft und müssen nicht mit einem Tenderboot aufs Festland gebracht werden. Es ist ziemlich bewölkt, aber momentan regnet es nicht.

Die Wale wollen nicht so wie wir wollen

Unser Guide heisst Roberto (aber nicht Blanco!!) und sprüht nur so vor Energie. Er versucht einige Regeln aufzustellen wenn wir die Wale sehen. Z.B. sollen nicht alle gleichzeitig aufspringen und auf die „Walsichtungs-Bootsseite“ rennen …

Naja, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Das hat nicht wirklich funktioniert. Was auch nicht funktioniert, ist das Wetter. Astrid und ich sitzen ganz vorne im Boot und natürlich kommt ein karibischer Regenschauer runter… Wir bekommen ein Regencape unter dem wir uns verstecken können. Eigentlich haben wir extra an Bord der Luna noch „Regengartenzwerge“ – also Regencapes – gekauft. Diese sind aber in unserer Tasche und diese wiederum ist an trockenen Platz im Inneren des Boots verstaut.

Und warum ist die Tasche verstaut? Aus guten Grund. Immer wieder regnet es und auch der Seegang ist nicht so ohne … es schaukelt ganz schön. Von Bord der Luna sah der Wellengang gar nicht so heftig aus. Besonders wenn der Motor aus ist, weil wir Ausschau nach Walen halten, schwankt unser Boot wie eine Nußschale auf den hohen Wellen. Völlig willkürlich bewegt es sich rauf, runter, rüber und nüber. Die ersten Leute auf dem Boot werden seekrank. Auch mir wird langsam schlecht 😦

Dann heißt es plötzlich: Wal voraus! Alle springen auf. Die Fotoapparate werden gezückt. Durch das starke Schaukeln ist ein Fotografieren nicht wirklich möglich. Astrid drückt einem Crewmitglied die Kamera in die Hand und er macht für uns ein paar Fotos direkt vom Bug des Bootes aus. Er hat irgendwie auch einen besseren Stand als wir …

Ich bekomme vom Rest unserer Tour leider nicht mehr so viel mit. Erst missbrauche ich Greg’s Gartenzwerg (leider hat das Cape nicht soviel Volumen 😦 ) Dann noch eine kleine gereichte Tüte, aber auch die ist im Nu voll. Den Rest der Fahrt verbringe ich mit Blick in einen roten Eimer…

Der Rest von uns bekommt wenigstens einige Wale zu sehen. Auch wenn diese immer nur kurz auftauchen, wissen wir: Sie sind hier! Aus dem Augenwinkel kann ich auch den ein oder anderen Blick auf einen Wal erhaschen. Diese Tiere sind wirklich beeindruckend.

Wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Aber es schaukelt immer noch richtig heftig. Inzwischen sind rund ein Drittel der Passagiere seekrank. Ein AIDA-Guide verteilt Tabletten gegen Seekrankheit. Na, da ist er ein bisschen spät dran. Ein wenig früher hätte uns allen geholfen …

Cayo Levantado: Die Bacardi-Insel

Ich bin ganz froh als es heisst: Okay, jetzt geht es zur Cayo Levantado. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Auf der Insel sind heute nur AIDA-Gäste. Die ersten fahren schon wieder ab als wir ankommen. Die hatten am Morgen Pech mit dem Wetter, es hat auch hier am Strand geregnet. Zum Glück für uns bleibt es nun trocken.

Über einen kurzen Weg laufen wir zu dem wunderschönen weißen Strand. Weißer Puderzucker-Sand, mit Palmen gesäumt und eingebettet in klares türkisfarbenes Meer – eine Traumkulisse!

Chillen und relaxen

Die Liegen hier sind für AIDA-Gäste kostenlos. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und lassen uns nieder. Lange hält es uns aber nicht auf den Liegen. Wir stürzen uns in die kühlen (26 Grad) Fluten. Wir haben knapp eine Stunde Aufenthalt um die Annehmlichkeiten der Insel zu genießen.

Ein kurzer Spaziergang am Strand und schon sind unsere Badesachen fast wieder trocken. Wir haben nun echt Glück mit dem Wetter. Es regnet nicht und die Wolken am Himmel sehen spektakulär aus. Von weitem können wir die AIDAluna im blau-türkisen Wasser sehen. Ein schönes Bild!

So langsam neigt sich unsere Zeit auf der Bacardi-Insel dem Ende zu. In Ruhe packen wir unsere Sachen zusammen und machen noch ein paar schöne Fotos zum Abschied. Der Weg zum Tender ist kurz, schon in rund 10 Minuten sind wir da.

Tender zurück zum Schiff

Gegen viertel nach eins nehmen wir ein Tenderboot. Die Tenderboote fahren nun Schlag auf Schlag und befördern alle AIDA-Gäste wieder zurück an Bord.

Die Fahrt dauert nur 10 Minuten. Das Meer ist nun ganz ruhig, es gibt so gut wie keinen Seegang. Wir werfen einen letzten Blick zurück auf die wunderschöne Insel Cayo Levantado bevor unsere AIDA wieder vor uns liegt.

Riesiges Handtuchtier

Zurück auf der Kabine gibt es wieder eine Überraschung: Eine Riesen-Raupe aus Handtüchern sitzt auf unserem Bett! Sie ist so groß, dass sie Platz über beide Betten benötigt. Dude hat sich mal wieder selbst übertroffen 🙂

Gemeinsam mit Astrid verlagern wir vorsichtig unsere Raupe auf den Boden vor den Balkon. Mann, nimmt die Platz ein 🙂 Jetzt müssen wir immer vorsichtig drüber steigen, wenn wir auf den Balkon wollen 🙂

Abschied von Samana

Das Auslaufen um 14:00 Uhr erleben wir von Deck 12. Kurz zuvor haben wir uns in der „scharfen Ecke“ auf dem Pooldeck noch Currywurst schmecken lassen. Lecker.

Leider sehen wir nur noch einen Wal beim Auslaufen. Der ist so schnell auf und wieder abgetaucht, dass niemand schnell genug seinen Fotoapparat hochreißen konnte.

Unser Abendprogramm

Mit den anderen Jungs schaue ich im Theatrium das DFB Pokalspiel der Bayern gegen Wolfsburg. In der Halbzeit gehe ich aber auf die Kabine und mache ein Nickerchen. Der Tag auf dem Meer war doch anstrengend. Astrid geht ans Pooldeck.

Ich verzichte auf das Abendessen und stoße erst zu der Show „Wer wird Millionär“ zu den anderen. Der Hauptpreis ist eine 14tägige Karibikreise. Beide heutigen Kandidaten scheitern aber schon frühzeitig.

Das Wetter lässt eine Schlagerparty auf dem Pooldeck zu, obwohl es ganz schön windig ist. Die Offiziere singen Schlager wie „Anita“ oder „Griechischer Wein“. Auf der Videoleinwand wird der Text angezeigt, so dass wir alle lauthals mitsingen können. Das macht so richtig Spaß!

So, das war es dann für heute. Wir freuen uns schon alle auf morgen, da legen wir an der Insel St. Maarten an.

Aber das ist die Geschichte von morgen. Smiley

 

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