12.06.2017: LA SPEZIA (Italien)

Reisenotizen:

Montag, 12.06.2017

Liegezeit: 08:00 Uhr bis am 13.06.2017 um 8:00 Uhr (overnight)
Liegeplatz:  Berth at Garibaldi (Ovest) PierNo 2

Wetter: sonnig 33 Grad

Nächste Etappe: 336 Seemeilen (622 Kilometer) bis Palamos/ Spanien


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Hallo 🙂

Heute wollen wir auf eigene Faust zu den Cinque Terre („Fünf Ortschaften“). Das sind fünf Dörfer an der Italienischen Riviera, die sich an einer zum Teil steil ins Meer abfallende Küste entlang reihen. Vier der fünf Ortschaften liegen unmittelbar am Wasser. Lediglich einer dieser fünf Ort – nämlich Corniglia – liegt auf einem Felsvorsprung rund 100 Meter über dem Meer. Die Region zählt etwa 7000 Einwohner und ist als Nationalpark geschützt, in dem nichts gebaut oder verändert werden darf. Im Jahr 1997 wurden die Cinque Terre zusammen mit Portovenere zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Und diese herrliche Landschaft wollen wir mit der Fähre von der Meerseite erobern 🙂

Morgenstimmung in La Spezia

Der Morgen beginnt mit herrlichem Wetter. Wir erleben das Einlaufen in La Spezia vom Pooldeck. Außer uns ist kaum jemand an Deck. Unser Kapitän ist sehr früh dran, schon um kurz vor halb sieben legen wir an.

Wie genießen die Ruhe und die herrliche Aussicht. Dann bekommen wir Frühstückshunger – daher machen wir uns auf zum Calypso.

Unser Tag ist perfekt vorbereitet. Und wir wissen genau wann wir wo welche Fähre nehmen wollen 🙂 Um kurz vor 10:00 Uhr sollten wir am Fähranleger in La Spezia sein, um die Fähre nach Portovenere zu bekommen.

Mit der Fähre nach Portovenere

Nachdem wir um 9:00 Uhr von Bord gegangen sind und das obligatorische Foto gemacht haben, werden wir mit einem kostenlosen Hafenshuttle in knapp sechs Minuten zum Hafenterminal gebracht. Super! Das Hafengebiet darf übrigens nicht zu Fuß durchquert werden.

Direkt im Terminal können wir an einem Ticketschalter unsere Fährtickets kaufen (35 Euro/p.P). Dabei handelt es sich um Tagestickets und wir können mit den Fähren hin und herfahren und ein- und aussteigen sooft wir wollen. Wir erhalten von der Ticketschalter-Dame einen Fahrplan der Fähre und gute Tipps für den Tag. Hinweis: Hier könnt Ihr nur cash bezahlen. Kartenzahlungen sind nicht möglich.

Wir sind die ersten am Schalter und sparen somit schon einmal wertvolle Zeit. Wer weiß, wieviel am eigentlichen Fährterminalschalter los ist…

Palmen-Promenade zu den Fähren

Raus aus dem Terminal laufen wir eine sehr schöne Promenade mit tollen Palmen entlang. Und in knapp 7 Minuten sind wir schon an der Fähranlegestelle. Am Anfang der Promenade, direkt nach dem Hafenterminal ist auch die Haltestelle für die La Spezia-Bimmelbahn – diese fährt allerdings nur bis 16:00 Uhr. Ist diesmal nix für uns.

Italien-La_Spezia-Promenade-1

Fährüberfahrt nach Portonevere

Wir sind superpünktlich am Fähranleger und kurz nach 10:00 geht die Fahrt los. Tipp: Setzt Euch auf der Fähre auf die rechte Seite 🙂 Dort gibt es die schönste Sicht auf die wunderschöne Küste!

Nach 45 Minuten Fahrt sind wir in Portovenere. Uns eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Kulisse der kleinen italienischen Stadt. Besonders die bunte Häuserfront am Hafen hat es uns angetan. Hoch oben thront die Festung Doria, am Ende des Ortes erblicken wir die imposante Kirche San Pietro. Ein tolles Bild!

Aufenthalt in Portovenere

Schon im Vorfeld haben wir recherchiert: Von Portovenere startet zwei mal am Tag eine Bootsrundtour – die 3-Insel-Bootstour :-). Die Tour startet um 12:00 Uhr und 15:00 Uhr und dauert ca. 45 Minuten. Wir besorgen uns gleich Tickets für die 12:00 Uhr-Tour. Die Tickets können wir direkt an einem Ticketschalter am Fähranleger für 13 Euro/Person kaufen. 10 Minuten vorher sollen wir wieder da sein. Kriegen wir hin 🙂

Jetzt ist es zehn Minuten vor 11:00 Uhr. Wir haben knapp eine Stunde um Portnevere zu erkunden. Die Stadt gefällt uns auf Anhieb. Wir schlendern am Hafen entlang Richtung Kirche San Pietro und genießen das Flair dieser tollen Stadt.

Rechts neben der Kirche San Pietro finden wir einen Durchgang zur Grotte Lord Byron. Die Sonne hat die Grotte noch nicht vollständig erreicht und sie liegt zum großen Teil noch im Schatten. Dadurch ist es hier angenehm kühl und irgendwie mystisch.

Herrlich, das klare blaue Wasser lädt geradewegs zum Baden ein. Nur über die Felsen nach unten klettern – aber leider haben wir heute keine Badesachen dabei 😦 Macht aber nix, wir haben für heute ja auch Sightseeing geplant. Und weiter geht’s ….

Altstadt von Portovenere

Wir laufen durch die wunderschönen Gassen der Hafenstadt. Hinter jeder Ecke tun sich neue Motive auf. Blumen in Terrakottatöpfen, Hemden an Wäscheleinen, enge Gassen, kleine Läden mit lokalen Spezialitäten – einfach die Seele baumeln lassen 🙂

Hier lässt es sich aushalten. Der Ort wäre das Paradies für unsere Freundin Juli 🙂 Idylle und Shoppingmöglichkeiten ohne Ende…

An einem kleinen Markt kaufen wir zwei Nektarinen und eine Handvoll Kirschen. Wir suchen uns auf einer Bank ein schattiges Plätzchen, snacken unser Obst und schauen dem Treiben einfach zu.

Rund um die drei Inseln

Rechtzeitig laufen wir zum Fähranleger und warten auf unser Boot für unsere Bootsrundtour. Auch hier gilt es wieder sich auf der rechten Seite einen Platz zu suchen. Diese Fahrt führt an den drei Inseln Palmaria, Tino und Tinetto vorbei, die vor Portovenere liegen. Tolles Panorama und die verschiedenen Farben der Felsen sind irre. Die Fahrt dauert 45 Minuten und lohnt sich mal so richtig 🙂

Wir fahren auch in die Grotte Lord Byron, die wir am Morgen von der Landseite aus besichtigt haben. Einfach toll. Inzwischen ist die Grotte in Sonnenlicht getaucht. Die Landschaft würde als Kulisse in jedem Mittelalterfilm oder in jeder Game of Thrones Folge herhalten können.

Die Tour endet um 12:45 Uhr und pünktlich um 12:50 Uhr geht die Fähre zu den Cinque Terre los. Wir legen an und steigen einfach auf die daneben liegende Fähre um. Sehr praktisch!

An der Küste der Cinque Terre

Mit unserem Ticket könnten wir an jedem Ort aussteigen. Das schafft man an einem Tag aber nicht. Die Dame vom Ticketschalter hat uns empfohlen, maximal zwei der fünf Dörfer anzuschauen. Besonders ans Herz hat sie uns Vernazza gelegt, das „vorletzte“ Dorf auf der Route. Deshalb fahren wir zuerst bis zum letzten Ort Monterosso. Und auf dem Rückweg schauen wir uns Vernazza an.

Die Fähre ist gleichzeitig ein öffentliches Verkehrsmittel, mit dem viele Einheimische von Ort zu Ort fahren. Eine zweite (schnellere) Möglichkeit wäre der Zug gewesen. Dabei sieht man allerdings nicht so viel von der großartigen Landschaft. Die Züge fahren die oft durch in den Berg gehauene Tunnel. Ist also nix für uns.

Bis nach Monterosso benötigen wir etwa 70 Minuten und auf dem Weg kommen wir an den Cinque Terre-Ortschaften Riomaggiore, Manarola, Corniglia und Vernazza vorbei. Die Fähre hält an allen Dörfer, außer Corniglia. Dieser Ort liegt auf einem 100 Meter hohen Felsvorsprung und ist nur mit dem Zug erreichbar. Der Blick auf die Landschaft und die Dörfer sind grandios!

Der erste Halt ist Riomaggiore. Die bunten Häuser schmiegen sich in den Taleinschnitt und sind „drunter und drüber“ an den Felsen gebaut. Beeindruckend!

Der nächste Stopp ist Manarola, Corniglia sehen wir auf dem Felsvorsprung thronen.

Dann geht’s an Vernazza vorbei (hierzu berichten wir gleich auf dem Rückweg :-)), dann legen wir in Monterosso an. Wir haben hier knapp 50 Minuten Aufenthalt geplant. Dann geht eine Fähre zurück. Diese wollen wir nehmen.

Badeort Monterosso

Monterosso ist der am touristisch am meisten erschlossen und besteht aus einem „alten“ und einem „neuen“ Teil. Die Fähre legt am neuen Teil an – sehenswerter ist auf jeden Fall der alte Teil des Dorfes. Dafür laufen wir vom Anleger aus nach links durch einen Tunnel und sind an einer herrlichen Strandpromenade.

Für den Hunger zwischendurch kaufe ich uns an der Strandpromenade wahnsinnig leckeres Foccachia, belegt mit Tomate, Mozzarella und Schinken. Sonne satt, leckeres Essen, Traumkulisse … Hier kann man es aushalten 🙂

Wir müssen uns von diesem schönen Ort trennen und laufen wieder zurück zum Fähranleger um die nächste Fähre nach Vernazza zu erwischen.

Eis essen in Vernazza

Vernazza gilt als schönstes Dorf der Cinque Terre. Für hier haben wir etwas über eine Stunde Aufenthalt eingeplant. Und es stimmt – Vernazza ist wunderschön.

Allerdings auch sehr voll. Die Gassen sind verstopft mit vielen Asiaten und anderen Touristen, die sich alle durch die schmalen Gassen am Hafen schieben und die Eisdielen machen das Geschäft ihres Lebens. Bei der angeblich besten (und kleinsten?) Eisdiele von Vernazza genehmigen wir uns ein Eis, setzen uns mit gefühlt 100 andern Menschen auf die Stufen der gegenüberliegenden Häuser und schlemmen Mango-, Limonen und Amarena-Eis. Und es schmeckt wirklich hervorragend!

Hier könnten wir wirklich noch viel länger bleiben … Allerdings wollen wir uns wieder aufmachen in Richtung La Spezia. Dort wollen wir in die Altstadt und ein nettes kleines italienisches Lokal suchen. Ein letzter Blick auf Vernazza und weiter geht’s 🙂

Mit der Fähre zurück nach La Spezia

Wir fahren mit der Fähre um 16:15 Uhr zurück. Es ist immer noch unglaublich heiß. Die Sonne hat unser Gehirn gar gekocht. Darum bleiben wir im Inneren der Fähre und schnaufen erst einmal durch. Mit unseren englischen Sitznachbarn kommen wir schnell ins Gespräch, als die beiden uns fragen, ob sich Vernezza als Aussteige Ort gelohnt hat. Ist auf englisch gar nicht mal so einfach zu erzählen. Aber mit Händen und Füßen passt das. Die beiden sind aus Liverpool – da sind wir natürlich schnell beim Thema Fußball und Jürgen Klopp. Eine Gemeinsamkeit von Liverpool und Dortmund 🙂 Ist voll lustig.

Wir genießen die letzten Eindrücke der Cinque Terre, bevor wir wieder in La Spezia anlegen.

Hier unsere heutige Route mit der Fähre:

Wieder zurück in La Spezia

Um 17:45 Uhr sind wir wieder in La Spezia. Jetzt haben wir die Wahl – zurück zum Schiff oder in die Altstadt laufen. Obwohl wir durch die Hitze des Tages total erledigt sind, entscheiden wir uns für zweiteres. Wir wollen doch noch was von La Spezia sehen und in einem kleinen italienischen Lokal zu Abend essen. Das ist aber irgendwie gar nicht so einfach….

Direkt von der Fähranlegestelle geht es geradeaus durch den Garibaldi-Stadtpark mit dem großen Garibaldi-Monument.

Wir schlendern weiter und finden den Aufzug zur Oberstadt, gekennzeichnet durch einen riesigen roten Pfeil 🙂 Der kostenlose Aufzug fährt hoch zum Kastell. Dieses hat um diese Uhrzeit zwar schon geschlossen, aber wir hoffen auf einen schönen Ausblick über die Stadt.

Wir sehen das imposante Kastell von außen und werden mit einem tollen Ausblick über die Stadt belohnt.

Mit dem Aufzug geht es wieder runter in die Unterstadt.

Italienisches Abendessen

Wir finden vieles, aber kein Lokal. Das gibt es doch gar nicht. Unglaublich aber wahr – wir sind in einer völlig falschen Ecke. Irgendwie haben wir das Lokal-Viertel verpasst 🙂 Aber uns tun die Füße weh und wir haben keine Lust weiter zu suchen.

Nachdem in der Stadt nichts passendes zu finden ist,  laufen wir zurück zum Hafenterminal. Das Shuttle bringt uns zurück und wir sind um kurz nach sieben zurück an Bord. Wir ruhen uns kurz aus und gehen dann ins Markt Restaurant – Thema Italien… Passt doch 🙂

Nachdem wir gestern schon spät ins Bett sind und heute früh aufgestanden sind, gehen wir nach dem Essen auf die Kabine. Das war es für heute. In La Spezia legen wir auch erst morgen früh um 8:00 Uhr ab. Wir verpassen also nix 🙂

Morgen ist Seetag. Zeit zum Entspannen. Aber das ist die Geschichte von morgen…

Aber das ist die Geschichte von morgen 🙂

 

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