11.03.2016: NEW ORLEANS (Lousiana, USA)

Reisenotizen:

Freitag, 11.03.2016

Liegezeit: ab 08:00 bis Samstag 12.03.2016 12:00 Uhr
Liegeplatz: St. Julia Street Cruise Terminal
Wetter: Regen 21 Grad

Nächste Etappe: 650 Seemeilen (1204 Kilometer) bis Cozumel


Reisebericht:

Ahoi Ahoi und Guten Morgen. Heute stehen wir sehr früh auf. Schon um halb sieben sind wir auf dem Deck, obwohl wir erst um 8:00 Uhr anlegen. Wir wollen auf gar keinen Fall die Einfahrt nach New Orleans verpassen und zudem möchten wir auch gerne etwas von der Fahrt über den Mississippi mitbekommen. Es ist immer etwas Besonderes mit einem Kreuzfahrtschiff über einen Fluss – zugegeben, einem sehr großen Fluss 🙂 – zu fahren.

Fahrt über den Mississippi

Wir genehmigen uns den ersten Morgenkaffee in der Anytime Bar. Blöderweise spielt das Wetter so gar nicht mit. Es regnet sehr heftig und es ist ganz schön frisch. Heute Nacht hat es sogar ab ca. drei Uhr sehr stark gewittert. Unsere Kabine war taghell erleuchtet. Ganz schön heftig. Außer uns haben sich bei diesem Wetter nur wenige Leute aus den Betten geschält, alles sehr übersichtlich.

Einfahrt in den Hafen von New Orleans

New Orleans ist eines der Highlights auf unserer Tour. Die Stadt ist bekannt für ihre lokale kreolische Küche und ihre historische Altstadt , dem French Quarter, in der sich zahlreiche Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden. Außerdem gilt New Orleans als die „Wiege des Jazz“.

Nach etwa einer Stunde sind wir richtig durchgefroren und gehen erst mal zurück zur Kabine und duschen heiß. Danach treffen wir uns mit Greg und Juli zum Frühstück.

Unser Plan sieht für heute vor dass wir zuerst mit dem Streetcar, das direkt vor unserem Cruise Terminal abfährt, zum Jackson Square fahren um von dort zur Bourbon Street zu laufen.

Auf eigene Faust zum French Quarter

Wir finden die Haltestelle des Streetcar sofort. So weit so gut. Wir warten und warten … Und es regnet und regnet. Nachdem wir fast eine Stunde gewartet haben (wir waren nicht alleine …) und immer noch keine Bahn kommt, laufen wir zu Fuß durch den Regen in die Stadt.

Canal Street

Leider regnet es die ganze Zeit immer weiter ( was sage ich, es schüttet wie aus Kübeln). Trotzdem sind wir so ziemlich die Einzigen die eine „dicke“ Jacke anhaben. Es dauert so rund 20 Minuten, dann haben wir die Canal Street erreicht. Von hier ist es ein Katzensprung bis zum French Quarter.

Spontan buchen wir bei der Firma Haunted History für den Nachmittag eine Walking Tour über den berühmtesten Friedhof der Stadt „Saint Louis No. 1“.

Bourbon Street und Hardrock Cafe

Bis dahin haben wir noch genügend Zeit, daher machen wir uns auf den Weg zum French Quarter und der Bourbon Street. Hier genießen wir diese ganz spezielle Atmosphäre von New Orleans. Wir kommen am Hard Rock Cafe vorbei, nutzen die Gelegenheit etwas zu trocknen und geben ein bisschen Geld aus 🙂

Jackson Square und St. Louis Kathedrale

In einem Lokal am Jackson Square wärmen wir uns auf und legen eine kurze Pause ein. Ich muss sogar meine Socken wechseln. Mir war eine Pfütze im Weg, aber der erfahrene Reisende hat immer Ersatzsocken dabei 🙂

Friedhofs-Tour durch New Orleans

Überpünktlich sind wir am Treffpunkt zu unsere Tour. Diese geht um 13:15 Uhr los. Wir sind insgesamt 13 Personen. Wir vier sind die einzigen Deutschen. Unser Guide heißt Ernest und ist echt gut.

Wir verstehen nicht immer alles, da er sehr schnell spricht, aber es geht. Wir können uns das meiste zusammenreimen. Irgendwann bekommt er mit das wir Deutsche sind und nennt uns ab sofort „Germans“ 😀

Das Highlight ist natürlich der Friedhof. Da es immer noch schüttet, erklärt er uns die Geschichte NOLA’s (so kürzen die Einwohner ihre Stadt ab) im Trockenen. Der Friedhof darf nur von Familienangehörigen der Verstorbenen oder von Touristen in Begleitung eines Guides besucht werden. Sehr interessant.

Der Boden ist sehr moorhaltig, daher werden die Toten in einer Art Gruft beerdigt. Diese Gruft wird immer von einer oder mehreren Familien über viele Jahrzehnte benutzt. Teilweise sind die Gruften sehr stark verwittert. Alles in allem eine sehr interessante Tour die nach zwei Stunden zu Ende ist.

Es hört einfach nicht auf zu regnen. Wir entscheiden uns zum Schiff zurück zu laufen, uns trocken zu legen und am Abend wieder in Stadt unsicher zu machen.

Weg zurück durch die Bourbon Street

 

Nach einer halben Stunde sind wir wieder auf dem Schiff und duschen direkt nochmal heiß und legen uns für einundeinhalb Stunden aufs Ohr.

Marching Band

Um 19:00 Uhr treffen wir uns mit Greg und Juli. Bevor wir wieder los ziehen, schauen wir in der Aida Bar vorbei. Dort spielt eine Marching Band.

Abend im French Quarter

Um halb acht verlassen wir das Schiff – endlich hat es aufgehört zu regnen. Das ist doch mal etwas. Wir laufen aus dem Terminal, überqueren die Schienen der Street Car und sehen tatsächlich eine Bahn kommen. Hey super. Da sparen wir uns doch eine halbe Stunde Fußweg. Zumal wir heute Mittag schon über 11 Kilometer gelaufen sind.

Wir zahlen 1,25 US$/p.P und fahren mit der Bahn bis zum Jackson Square.

Fünf Minuten später sind wir schon im prallen Party Leben im French Quarter und insbesondere der Bourbon Street – Hammer!

 

St. Patricks-Day-Parade

Wir lassen uns einfach mittreiben. Was für eine Stimmung. In einem Lokal (Cornet) kehren wir ein um echte kreolische Küche zu genießen. Wir bekommen sogar einen Tisch auf dem Balkon im ersten Stock.

Wir können unser Glück kaum fassen, denn sobald wir oben sind beginnt unten auf der Straße ein Heidenlärm und direkt unter unserem Balkon geht eine kleine Parade zum St. Patrick`s Day entlang.

Wir kommen uns vor wie im Karneval. Anstelle von Kamelle werden bunte Ketten an das Partyvolk geworfen. Auch zu uns auf den Balkon 🙂 Richtig geil. Uns fehlen die Worte vor lauter Begeisterung. Über eine halbe Stunde schauen wir der Parade zu und vergessen darüber, dass wir eigentlich was essen wollten. Unsere Kellnerin Sharon ist von der Parade aber genauso begeistert und schaut einfach mit uns zu. Auf unserem Balkon haben wir den perfekten Platz! Ein unglaubliche Stimmung! Wir jubeln einfach mit, behängen uns mit den gefangenen bunten Ketten und staunen über eine gold gefärbte Kartoffel mit „Happy Wishes“. Gut, dass wir die beim Wurf nicht an den Kopf bekommen haben …

Als die Parade sich dem Ende neigt, bestellen wir typische kreolische Spezialitäten. Astrid und Greg essen Crawfisch mit Nudeln und Käse (Mac and Cheese), ich bestelle Jambalaya (ein Reisgericht mit Huhn und Schwein), Juli isst Hot Tots ( so eine Art Reiskroketten)   Alles ist super lecker.

Bourbon Street

Wir laufen im Anschluss die Bourbon Street rauf und runter und lassen die ausgelassene, fröhliche Stimmung auf uns wirken. Irgendwann machen wir uns auf wieder zurück zum Schiff. Hier kommen wir so gegen elf Uhr an und sind ziemlich geschafft. Was für ein Tag. Gott sei Dank hatte der Wettergott noch ein Einsehen mit dem Regen. Der Abend blieb zumindest von oben trocken.

Zurück auf der AIDAvita fahren wir kurz nach oben auf Deck 11 und machen ein paar Abendfotos des nächtlichen NOLA 🙂

Ziemlich glücklich fallen wir ins Bett und merken jetzt auch die 15 Kilometer die wir heute insgesamt zurückgelegt haben. Gefühlt sind unsere Füße mindestens doppelt so groß 🙂

Morgen Vormittag sind wir noch in New Orleans bevor es um zwölf Uhr heißt – Goodbye NOLA – auf geht`s nach Cozumel.

Gute Nacht

 

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