07.12.2023: SIR BANI YAS (VAE)

Reisenotizen:

Donnerstag, 07.12.2023

Liegezeit:  7:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Liegeplatz: Sir Bani Yas Pier

Wetter: meist sonnig | 27 Grad

Sonnenaufgang: 7:00 Uhr
Sonnenuntergang: 17:41 Uhr

Zeitverschiebung: plus 3 Stunden zur Winterzeit Deutschland

Nächste Etappe: 143 Seemeilen (265 Kilometer) bis Doha/Katar


Unser heutiger Tag: Es steht am frühen Morgen eine Jeep-Safari ins Wildreservat auf dem Programm, am Nachmittag gibts Chillen am Strand mit Beach-BBQ und eine Menge Spaß-Fotos am Strand 🙂


Reisebericht:

Ein Tag auf Sir Bani Yas

Guten Morgen aus Sir Bani Yas! Heute ist frühes Aufstehen angesagt. Unsere über die Reederei gebuchte Jeep-Safari ins Wildreservat geht schon um 8:30 Uhr los. Aber eins nach dem anderen 🙂

Schon kurz nach 7 Uhr legen wir am Pier von Sir Bani Yas an. Die Insel liegt 250 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi, ist etwa 17,5 km lang und 9 km breit und ist die größte naturbelassene Insel der Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Hafen von Sir Bani Yas ein Highlight der besonderen Art. Es gibt nur einen Pier und dieser liegt direkt an einem Sandstrand. Dieser kann von den Kreuzfahrt-Passagieren kostenlos genutzt werden, Liegen und Sonnenschirme inklusive. Dazu gibt es Grill-Plätze, an denen die Mein Schiff-Crew zum Mittag hin ein Strand-BBQ aufbauen wird. Ein toller Strandtag steht uns bevor.

Aber die Insel ist auch für ihr Wildreservat bekannt, in dem tausende Tiere leben. Und da sind wir wieder bei unserer Jeep-Safari 🙂 Diese Safaris können als Jeep- oder Bus-Safari nur über die Reederei gebucht werden, individuelle Touren sind nicht möglich. Wir haben uns für die Jeep-Safari entschieden und zwar für die früheste, die angeboten wurde. In der Hoffnung, dass wir dann viele Tiere sehen 🙂

Daher lassen wir heute das Frühstück ausfallen, schlafen eine halbe Stunde länger und laufen schon zehn vor acht los. Wir können nicht einschätzen, wie lange der Fußweg zum Treffpunkt ist. Die Pier sieht ziemlich lang aus.

Die aufgehende Sonne zaubert alles in ein warmes goldenes Licht. Wir spazieren den Pier entlang und die hübsch angelegte Promenade bis zum Abfahrtsort der Jeeps. Alles gut ausgeschildert, schnell gefunden.

Die Jeep-Safari geht los

Und nun gehen wir bei unserer Jeep-Tour mit der einzigartigen exotischen Tierwelt auf Tuchfühlung. Die Tour dauert rund 1,5 Stunden und führt uns direkt durch das Reservat.

Der Arabian Wildlife Park erstreckt sich über mehr als der Hälfte dieser unglaublichen Insel. Er ist einer der größten Wildparks der Region und die Heimat von über 15.000 wild lebenden Tiere, darunter die Arabische Oryx, Gazellen, Giraffen, Hyänen und Geparden.

Die Naturinsel ist Heimat von exotischen Wildtieren und Pflanzen, die hier im Naturreservat ein sicheres Zuhause finden. Zuerst fahren wir ca. 30 Minuten auf einer Landstraße, die zum Eingang des Reservats führt. Die Straße führt an einem Zaun entlang, hoffentlich ändert sich das innerhalb des Reservats. Trotzdem sehen wir auch jetzt schon immer wieder mal Wildtiere, halt weit entfernt.

Im Wildreservat

Unsere Jeep-Kolonne biegt durch ein Tor ins Reservat ab. Wir sitzen im dritten und letzten Jeep der Kolonne. Daher hat unser Fahrer die Aufgabe, das Tor wieder hinter uns zu schließen. Und dann befinden wir uns mittendrin. Nix mehr mit Zäunen und Abstand 🙂

Die Fahrer wissen ganz genau wohin sie fahren müssen und gerade bei den Futterstellen haben sich viele Tiere versammelt. Die Tiere werden hier zwar gefüttert, leben aber sonst frei auf dem riesigen Areal.

Unsere Rechnung geht auf: Während der frühen Tour sehen wir viele Tiere!

Sir Bani Yas Island ist für seine unberührte Natur bekannt, in dem mehr als 15.000 Tiere ein geschütztes Zuhause gefunden haben. Es leben hier nicht nur Spezies, die aus einem Zoo bekannt sind, wie z.B. Giraffen, Gazellen, Strauße, Emus, Antilopen, Bergschafe, Bergziegen, allerlei Vögel. Auch nur für diese Gegend typische Tiere wie Oryx-Antilopen, deren Bestand als gefährdet gilt, kann man finden.

Stolze Giraffen

Und plötzlich sind sie zum Greifen nah: Giraffen! Das sind so herrliche anmutige Tiere! Stolz und erhaben schreiten sie an uns vorbei. Ein toller Anblick!

Vor uns die Weite des Reservats, ein Jeep und zwei Giraffen – was will man mehr! Wunderschön!

Immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke auf die edlen Tiere. Ich bin ein wahrer Fan von Giraffen. Schon im Zoo gefallen sie mir enorm gut, aber hier, in der freien Wildbahn, ist es tausend mal schöner.

Weiterfahrt zu den Oryx-Antilopen

Nun kommen wir in das Gebiet der Oryx-Antilopen. Oryxe stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten, konnten aber hier erfolgreich angesiedelt werden. Die arabische Oryxantilope gilt auf der arabischen Halbinsel schon seit Jahrhunderten als Tier von großer Schönheit.

Die arabische Oryxantilope mit den langen, markanten und leicht gebogenen Hörnern ist ein äußerst robustes Tier mit guter Kondition, das lange Strecken in der Wüste und bis zu 70 km pro Nacht zurücklegt. Sie können einige Wochen ohne Trinkwasser auskommen und eignen sich so besonders für die harten, langen Sommer in der Wüste.

Außerdem können Oryxantilopen Regenfälle aus großer Entfernung spüren und wandern dann in diese Richtung, um dort an frische Pflanzen zu gelangen. 

Vogel Strauß

Wir stoppen an einer Futterstelle für Gazellen. Ein Straußenpaar hat sich dazwischen gemogelt 🙂 Der männliche Strauß flattert mit seinen Flügeln und positioniert sich wie ein Model. Sehr lustig 🙂

Und weiter geht’s

Die Fahrt geht weiter. Immer wieder tauchen Tierherden auf und kreuzen gemütlich die Straße. Die lassen sich nicht aus der Ruhe bringen 🙂 Unser Fahrer hält immer wieder an an, damit wir gute Fotos schießen können. Er erklärt einiges auf englisch. Wir verstehen ihn ganz gut, aber manche Fachbegriffe kennen wir nicht. Die müssen wir uns zusammenreimen 😉

Rückfahrt zum Hafen

Zwischendurch muss Torsten aktiv werden, unsere Plane am Jeep löst sich auf 🙂 Plötzlich flattert die Plane wild im Wind und wir können nichts mehr sehen. Aber gemeinsam mit den anderen Gästen schafft er es – auch wenn alle weiter zusammen festhalten müssen 🙂

Die Rückfahrt dauert nicht so lange, wie die Anfahrt zum Eingangstor des Reservats. Wir nehmen einen anderen Ausgang aus dem Reservat heraus. Es geht vorbei an kleinen Seen oder Flussläufen, sogar mit Mangroven. Und da hinten können wir sogar schon die Mein Schiff 2 sehen 🙂

Gegen 10:15 Uhr sind wir wieder zurück am Hafen. Der Fahrer macht netterweise noch ein schönes Foto von uns mit unserem Jeep. Uns hat die Tour wirklich gut gefallen 🙂

Und nun geht’s zurück zum Schiff. Erst mal Frühstück nachholen 🙂

Mittagspause auf dem Schiff

Frisch gestärkt gehen wir auf unsere Kabine. Und fangen an zu lachen: Das Kabinenpersonal hat aus unseren Bettdecken Frösche gezaubert – und meine Brille missbraucht 😂 Lustig, oder?

Die Mittagszeit verbringen wir auf der Kabine, bevor wir uns für den Strand fertig machen. Gegen halb eins machen wir uns auf den Weg. Badeklamotten angezogen und einfach lockere Strandkleidung drüber geworfen. In die Tasche gepackt: Handtücher von Mein Schiff, unsere Badeschuhe, Sonnencreme und die Nikolaus-Mützen für Spaß-Fotos. Und natürlich müssen unsere Hüte mit. Die schützen echt am besten vor Sonnenbrand!

Chillen am Strand

Über die Pier laufen wir Richtung Strand. Mein Schiff setzt inzwischen „Golf-Caddys“ als Shuttle ein, hier können Fußkranke oder Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, sich fahren lassen. Echt eine gute Idee, die Pier ist echt lang.

Wir schlendern gemütlich bis zum Strand und suchen uns eine Liege. Dazu müssen wir ein gutes Stück nach hinten laufen, die meisten Liegen sind schon belegt. Ich glaube, die meisten Passagiere sind schon seit Stunden hier 🙂

Jetzt ist Erholung an diesem schönen Strand angesagt. Allerdings stellen sich die Liegen als unbequemer heraus, als sie aussehen. Sie passen noch ganz gut auf Torstens Größe, aber ich bin eindeutig zu klein dafür. Es dauert bis ich eine halbwegs gute Stellung finde. Aber eigentlich ist es egal, denn wir müssen immer wieder aufstehen und die Liege in den Schatten des Sonnenschirms schieben. Denn dieser ist fest verankert 🤣 Und die Sonne ist viel zu heiß!

Was ist da die beste Abhilfe? Genau! Ein Sprung ins erfrischende Nass 🙂 Schnell die Badeschuhe an und los. Gut, dass wir die dabei haben, es gibt doch recht viele Muscheln und Steinchen im Sand. Vielleicht ist das an den vorderen Strandabständen anders, aber hier, im hinteren Bereich sind wir froh, dass wir unsere Füße schützen können. Oh, tut das Wasser gut!

Es weihnachtet im Meer

Wir quatschen einen anderen Passagier an, ob er ein paar Fotos von uns macht. Ja klar, gerne! Schnell unsere Nikolaus-Mützen auf und ab ins Meer 🙂 Foto-Shooting 🙂

BBQ am Strand

Ich kann nicht mehr auf diesen unbequemen Liegen liegen. Okay, dann ist das so. Wir packen zusammen und laufen Richtung Beach-BBQ.

Hier ist eine Menge los, alle haben Hunger. Fast alle Tische an dem Grillplatz sind besetzt. Zum Glück ist alles mit Sonnensegeln überdacht, es gibt genug Schatten. Und wir finden recht schnell einen Platz. Torsten hält die Stellung, ich gehe zum Buffet und bringe für uns beide was mit.

Es gibt gegrilltes Fleisch vom Huhn und vom Rind, Fischfilets, Garnelenspieße und Grillwurst. Dazu verschiedene Salate, Brote und Dips. Und Obst als Nachtisch. Alles sehr lecker! Und ein DJ legt gute Beach-Musik auf. Coole Stimmung 🙂

Tolle Fotoshootings

Auf dem Weg zurück zum Schiff stellen wir fest, dass es hier super tolle Foto-Hotspots gibt! Und immer das Schiff im Hintergrund. Große Herzen, Schaukeln, auch mit Engel-Flügeln. Soooo super! Wir haben so viel Spaß beim Foto-Shooting. Teils vom Schiffs-Fotograf, teils selbst gemacht oder von anderen Gästen. Und natürlich fotografieren wir die anderen gerne „zurück“. Man kommt hier schnell ins Gespräch 🙂

Foto-Shooting mal mit Hüten, mal mit Nikolausmützen – vorbereitet sein ist alles. Wir lassen uns echt gerne fotografieren 😎

Wir verbringen über eine Stunde damit Fotos zu schießen. Und haben einen Heidenspaß dabei 🙂

Gegen 16 Uhr spazieren wir zurück zum Schiff. Ein ereignisreicher Nachmittag liegt hinter uns. Aber auch ein sehr heißer 🙂 Jetzt freuen wir uns auf die Kühle des Schiffes.

Abendessen

Auch heute treffen wir uns mit Ille und Karin im Atlantik. Die beiden haben nach einem kurzen Besuch auf der Insel den Tag auf dem Schiff verbracht. Es war ihnen einfach zu heiß, können wir voll verstehen. Sie hatten das Schiff fast für sich alleine 🙂

Singen mit dem Shanty-Chor

Als Event steht heute Abend der Shanty-Chor an. Hier singen Crew-Mitglieder Seemannslieder, natürlich singen wir da mit! Ille weiß von anderen Mein Schiff-Reisen, dass dafür ein guter Platz neben der Rezeption ist. Die Crew stellt sich nämlich auf der Treppe daneben auf.

Gesagt, getan. Wir sind rechtzeitig da und ergattern einen Tisch. Nach und nach gesellen sich immer mehr Gäste dazu. Kurz danach werden schon Songbooks ausgeteilt. Die Crew legt los, inbrünstig singen alle die Shantys mit. Alle haben viel Spaß und Gute Laune!

Das war es für heute. Müde, aber sehr zufrieden gehen wir in die Koje.

Das war ein wunderbarer Tag auf Sir Bani Yas 🙂 Und nun freuen wir uns morgen auf ein weiteres Neuland für uns: Doha in Katar. Es steht eine Stadtbesichtigung an, mit Souk, Kamelen, The Pearl und vieles mehr. Wir sind so gespannt. Aber das ist die Geschichte von morgen!


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