Reisenotizen:
Samstag, 20.09.2025
Liegezeit: 8:00 bis 18:00 Uhr
Liegeplatz: Moll de Ponent
Wetter: sonnig | 27°C
Sonnenaufgang: 7:29 Uhr
Sonnenuntergang: 19:43 Uhr
Zeitverschiebung: keine, wie Sommerzeit Deutschland
Nächste Etappe: 139 Seemeilen (257 km) bis Palma de Mallorca
Unser heutiger Tag: Mit dem Mietwagen von www.autosvalls.com geht’s ins malerische weiße Dorf Binibèca Vell und zum Fischerdorf Fornells an der Nordküste. In der Inselhauptstadt Mahón erkunden wir die Altstadt zu Fuß.

Reisebericht:
Guten Morgen aus Mahón, Menorca. Auf den heutigen Tag freuen wir uns sehr. Wir besuchen Menorca, die kleine Balearen-Schwester von Mallorca. Alles ein wenig kleiner und weniger touristisch, aber landschaftlich genauso schön. Ein echtes Kleinod 🙂 Und diese wunderschöne Insel wollen wir mit einem Mietwagen erkunden 🙂
Vorher steht aber noch ein ganz besonderes Highlight an: Das Einlaufen in den Hafen von Menorca. Die Fahrt durch den langen, fjordähnlicher Naturhafen ist etwas ganz Besonderes. Fast 6 km lang und bis 30 m tief ist der Naturhafen von Mahón einer der größten der Welt und wird oft als zweitgrößter nach Sydney genannt.
Der Fjord von Mahón
Schon um kurz nach 7 Uhr sind wir an Deck. Auf der Außenterrasse des Bella Donna wollen wir frühstücken und gleichzeitig die Fahrt durch den Naturhafen genießen. Auch der Kapitän hat gestern empfohlen, sich die Einfahrt durch den Fjord nicht entgehen zu lassen. Und was sollen wir sagen: Er hat Recht! Die Einfahrt ist einfach sensationell!




Das nenn ich mal einen schönen Start in den Tag! Wir passieren die einmalige Landschaft und können uns kaum sattsehen. Dabei lecker Frühstück futtern, was will man mehr?

Im ersten Licht des Tages gleitet unser Kreuzfahrtschiff leise in den Naturhafen von Mahón ein. Fast eine Stunde dauert die Einfahrt durch diesen langen, fjordähnlichen Hafen – genug Zeit, um jeden Moment aufzusaugen. Die Sonne steigt langsam über den Hügeln auf, taucht das Wasser in Gold und Rosa, während sich die Welt noch verschlafen zeigt. Links und rechts ziehen Felsen, kleine Buchten, elegante Villen und kleine Dörfchen vorbei, einfach wunderschön.





Schöne Aussichten auf den Naturhafen von Mahón
Das Wetter ist herrlich: angenehm warm, eine leichte Brise, die nach Salz und Sommer riecht. An Deck herrscht stille Begeisterung, Kameras klicken, Blicke schweifen. Mit jedem Meter eröffnet sich eine neue Aussicht, schöner als die vorherige. Mahón empfängt uns gelassen und stolz – und schon bei der Einfahrt ist klar: Menorca versteht es uns zu verzaubern.



Entlang der Ufer entdecken wir hübsche Sommerhäuser, dazwischen immer wieder historische Verteidigungsanlagen wie die beeindruckende Festung La Mola. Auch kleine Inseln wie die Isla del Rey oder die Isla del Lazareto liegen im Hafen und verleihen der Landschaft eine ganz besondere Atmosphäre.




Der Hafen ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Insel Menorca näher kennenzulernen und Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Gleichzeitig ist er ein internationaler Treffpunkt: An den Kais liegen Jachten und Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt vor Anker – ein spannender Mix aus Geschichte, Natur und modernem Reiseleben.

Liegeplatz von AIDAstella
In Mahón legen Kreuzfahrtschiffe an der Estació Marítima an der Straße Moll de Ponent an – genau dort befindet sich auch unser Liegeplatz. Kurz vor 8 Uhr morgens erreichen wir nach einer beeindruckenden Fahrt durch den Naturhafen schließlich die Stadt. Mahón schmiegt sich wunderschön an die steile Felswand, darüber ragen der Glockenturm der Kirche Santa Maria, der Turm der Iglesia del Carmen, und zu ihren Füßen glitzert ein ganzes Spalier aus Segelbooten, Yachten und kleinen Schiffen.
Staunend verfolgen wir das Anlegemanöver. Ganz langsam steuert der Kapitän unsere AIDAstella direkt an die Kaimauer – und wir liegen tatsächlich unmittelbar an der Altstadt. Einfach genial! Noch besser: Direkt am Liegeplatz verläuft die Moll de Ponent, und genau dort befindet sich auch unsere Mietwagenstation. Wir können das „Rent a Car“ schon vom Schiff aus sehen. Bequemer geht’s wirklich nicht – perfekter Start in unseren Tag auf Menorca.





Bevor wir losziehen, werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf den Naturhafen. Die Sonne steigt langsam höher und legt ein warmes, goldenes Licht über das Wasser und die Stadt. Ein wunderschöner Moment – diese Ausblicke könnte man ewig genießen.




Auf zur Mietwagen-Tour
Gegen 9:00 Uhr ziehen wir los. Beim Verlassen des Schiffes steht natürlich erst einmal das Gangway-Foto an, bevor unser Weg zur Mietwagenstation führt. Diese liegt direkt gegenüber vom Schiff und ist ganz einfach zu finden. Schnell noch das obligatorische Gangway-Foto machen und los geht’s.

Unseren Mietwagen haben wir bereits im Vorfeld bei Autos Valls online vorreserviert. Ganz einfach und unkompliziert. Jetzt brauchen wir ihn einfach nur mit unserem Führerschein abholen, mit der Kreditkarte bezahlen und los geht’s. Ein Mitarbeiter zeigt uns, wo der Wagen steht. Wir bekommen einen schnittigen Citroen in schwarz mit rotem Dach. Nice!




Die Fahrt zu unserem ersten Ziel
Unser erstes Ziel auf Menorca heißt Binibèca Vell. Von Mahón, der Hauptstadt der Insel, sind es mit dem Auto etwa 20 Minuten Fahrt. Die rund zehn Kilometer führen über gut ausgebaute Landstraßen, der Verkehr ist angenehm überschaubar. Wir lassen uns ganz entspannt von Google Maps leiten – klappt wie immer problemlos.
An der Südküste Menorcas gelegen, war Binibèca lange ein Geheimtipp. Heute gehört der Ort zu den absoluten Must-sees der Insel. In den 1970er-Jahren erbaut, um ein traditionelles Fischerdorf nachzuahmen, ist das weiße Dorf inzwischen eine der bekanntesten Postkartenmotive Menorcas – und genau deshalb wollten wir es unbedingt mit eigenen Augen sehen.



Menorca und das malerische Dorf Binibèca Vell
Gegen 9.30 Uhr erreichen wir Binibèca Vell. Als Erstes steht die Parkplatzsuche an, denn die kleine Altstadt ist autofrei. Direkt am Eingang des Dorfes gibt es zwar einen kostenlosen Parkplatz, doch – wenig überraschend – ist der um diese Uhrzeit bereits komplett belegt.
Also drehen wir noch eine kleine Runde und suchen in den angrenzenden Querstraßen weiter. Und tatsächlich: Wir haben ruckzuck Glück und finden einen passenden Stellplatz. Perfekt – besser kann der Start für unseren Besuch kaum laufen.
Unser Spaziergang führt uns direkt in den Ortskern. Hier reihen sich kleine Cafés, Restaurants und hübsche Boutiquen aneinander. Die Außenterrassen wirken schon jetzt richtig einladend, sind am Vormittag aber noch kaum besetzt. Für eine Pause ist es uns ohnehin noch zu früh – wir wollen erst einmal losziehen, auf Entdeckungstour gehen und die besondere Atmosphäre des Ortes auf uns wirken lassen.




Binibèca ist wirklich ein bezauberndes Dorf. Dieses kleine Fischerdorf mit seinen weißen Häusern, engen Gassen und dem Blick aufs Meer ist einer der fotogensten Orte der Insel.
Unser erster Weg führt uns direkt zum Meer. Außer uns ist nur noch ein Pärchen da, sonst niemand. Binibèca fasziniert uns mit seiner Schönheit und Ruhe.





Bezauberndes Dorf Binibeca Vell
Dann stehen wir plötzlich vor der Frage: Wo ist eigentlich der Eingang ins Dorf? Gar nicht so einfach, wie gedacht. Wir laufen noch einmal durch die kleine „Restaurant-Meile“ zurück Richtung Parkplatz – irgendwo muss es doch einen Zugang zum Ortskern geben. Und dann macht es Klick: Binibèca Vell ist komplett autofrei. Deshalb ist der Zugang für Autos mit einer Schranke versperrt – zu Fuß kommt man natürlich problemlos hinein. Klar! Dieses Dorf will man zu Fuß entdecken!
Und genau dafür ist es perfekt. Binibèca Vell, in den 1960er-Jahren an der Südostküste Menorcas erbaut, wurde einem traditionellen Fischerdorf nachempfunden. Enge, verwinkelte Gassen, strahlend weiß getünchte Häuser und kleine Durchgänge machen den Ort zu einem einzigen Postkartenmotiv. Nicht umsonst wird Binibèca oft als das „spanische Mykonos“ bezeichnet – ein Dorf, das man am besten langsam und zu Fuß erkundet, Kamera immer griffbereit.



Gleichzeitig wird schnell klar, dass Binibèca Vell kein Freilichtmuseum ist, sondern ein bewohntes Dorf. Um ihre Privatsphäre zu schützen, haben einige Anwohner Absperrketten angebracht, besonders in den reinen Wohnbereichen.
Immer wieder erinnern kleine Schilder mit der Aufschrift „Silencio, por favor“ daran, Rücksicht zu nehmen und leise zu sein. Gerade weil es in der Vergangenheit vorgekommen ist, dass Touristen Anwohner auf Terrassen oder sogar in ihren Wohnungen überrascht haben, wird der Zugang zum Dorfzentrum am Abend teilweise mit Ketten gesperrt. Ein verständlicher Schritt – und eine gute Erinnerung daran, diesen wunderschönen Ort respektvoll zu erkunden.


Das strahlend weiße Dorf mit seinen urigen, verwinkelten Gassen verströmt eine wunderbar ruhige Atmosphäre und pures mediterranes Flair. Später am Tag, wenn die großen Touristenbusse ankommen, dürfte es hier deutlich voller werden.
Jetzt jedoch ist es angenehm leer – perfekt, um das Labyrinth aus weiß getünchten Häusern ganz in Ruhe zu erkunden, durch die Gassen zu schlendern und diese besondere Stimmung aufzusaugen.


An dem kleinen Hafen – sofern man diesen als Hafen bezeichnen kann – liegen kleinere Boote an Bojen in der geschützten Bucht. Es bietet sich uns ein toller Blick auf das Meer und die kleine Ortschaft.





Ein Spaziergang durch das weiße Labyrinth
Durch das Labyrinth aus niedrigen, schneeweißen Häusern, Bögen und kleinen Plätzen führen feste Wege, die für Besucher freigegeben sind. Kleine Markierungen an den Hauswänden zeigen, wo man entlanggehen darf – eine hilfreiche Orientierung in diesem verwinkelten Dorf.
Beim Schlendern durch die engen Gassen entdecken wir immer wieder kleine Treppenaufgänge zu Wohnungen und Terrassen sowie hübsche, versteckte Plätze. Überall finden sich liebevolle Details, Blumen und kleine Dekorationen. Hinter jeder Ecke, nach jedem Bogengang schauen wir neugierig nach links und rechts – gespannt darauf, welches Postkartenmotiv uns als Nächstes erwartet.




Insgesamt verbringen wir rund anderthalb Stunden an diesem malerischen Ort – deutlich länger, als wir ursprünglich gedacht hatten. Aber es ist einfach zu schön hier. Durch die weißen Gassen zu schlendern, immer neue charmante Ecken zu entdecken und zwischendurch den Blick auf das Mittelmeer schweifen zu lassen, macht Binibèca Vell zu einem perfekten Ziel für einen entspannten Ausflug.
Und weil wir mit dem Mietwagen unterwegs sind, gibt es keinen Zeitdruck. Genau das genießen wir besonders: einfach bleiben, solange es sich gut anfühlt – und diesen besonderen Ort ganz in Ruhe auf uns wirken lassen.

Monte Toro – leider gesperrt
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Fischerdorf Fornells, wollen wir noch einen Abstecher auf den Monte Toro machen. Der höchste Berg Menorcas liegt mitten im Zentrum der Insel und ragt mit knapp 360 Metern in die Höhe. Auf seinem Gipfel befinden sich eine Wallfahrtskirche und ein Kloster, die der Nuestra Señora de Monte Toro gewidmet sind. Bei einem früheren Besuch konnten wir dort oben bereits einen fantastischen Panoramablick genießen – genau den wollen wir uns auch diesmal nicht entgehen lassen.
Doch daraus wird leider nichts. In Es Mercadal biegen wir auf die Zufahrtsstraße zum Berg ab. Aber was ist das? Absperrgitter und Polizeiautos versperren uns den Weg 😦 Das gibt’s doch nicht – die Straße ist gesperrt! Warum, wissen wir nicht, aber klar ist: Heute geht es nicht hinauf. Schade.
Also heißt es spontan umplanen. Wir nehmen es gelassen, drehen um und fahren direkt weiter nach Fornells. Den Monte Toro heben wir uns einfach für ein anderes Mal auf.


Weiter zum Fischerdorf Fornells
Gegen halb zwölf erreichen wir Fornells – und diesmal läuft alles wie am Schnürchen. Astrid hatte im Vorfeld schon nach Parkmöglichkeiten gegoogelt, sodass wir bestens vorbereitet sind. Denn an unseren letzten Besuch erinnern wir uns nur zu gut: endlose Runden, steigende Genervtheit und am Ende die Weiterfahrt ohne Stopp.
Diesmal ist alles anders. Wir folgen einfach Google Maps und schwupps – schon sind wir da. Der Parkplatz ist sogar teilweise überdacht und wir ergattern einen schattigen Stellplatz. Bei dieser Hitze wirklich Gold wert und ein perfekter Start für unseren Aufenthalt im Fischerdorf.



Wie schon vor acht Jahren ist es auch heute wieder brütend heiß – locker 30 Grad im Schatten. Also schlendern wir ganz gemütlich die paar Meter in den Ortskern des kleinen Fischerdorfes Fornells. Schnell erreichen wir die Uferpromenade, gesäumt von hübschen weißen Häusern und kleinen Hotels. Das Meer schimmert in den schönsten Farben, von leuchtendem Grün bis zu tiefem Dunkelblau – ein fantastischer Kontrast zu den weißen Fassaden und dem strahlend blauen Himmel.





Fornells liegt an der Nordküste Menorcas und zählt nur rund 500 Einwohner. Entstanden ist der Ort Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Besonders geprägt wurde diese durch das Castell Sant Antoni, eine einst mächtige Festung, die zur Verteidigung der Nordküste diente. Was früher ein echtes Prunkstück der Insel war, ist heute eine Ruine – und ein stiller Zeuge der Vergangenheit dieses charmanten Küstenortes.




Oh, Mann, die Sonne brennt inzwischen unerbittlich vom Himmel. Kaum jemand ist unterwegs – wahrscheinlich ist es den meisten einfach zu heiß. Nur wir ziehen tapfer durch die Gassen. Also suchen wir uns schließlich ein kleines Café, retten uns in den Schatten eines Sonnenschirms und gönnen uns einen eiskalten Drink. Genau das Richtige bei dieser Hitze.
Nach der kurzen Abkühlung machen wir uns langsam wieder auf den Weg zurück zum Parkplatz. Gegen 13 Uhr sitzen wir wieder im Auto und fahren zurück nach Mahón. Dort wollen wir noch ganz entspannt durch die Altstadt schlendern und den Tag gemütlich ausklingen lassen.




Auf dem Rückweg kommen wir wieder an der Zufahrt zum Monte Torre vorbei. Noch immer ist diese durch die Guardia Civil gesperrt. Okay, dann soll es wohl so sein: Wir fahren zurück nach Mahón 🙂
Zurück nach Mahón
Nun heißt es noch: einen Parkplatz in der Nähe der Mietwagenstation finden. Leichter gesagt als getan. Der komplette Bereich vor dem Schiff – und damit auch vor der Mietwagenstation – ist wegen eines Events abgesperrt. Und jetzt? Erst mal kurz im Halteverbot stoppen, unsere Freunde Juli und Greg aussteigen lassen und dann weiterfahren. Mit einer ordentlichen Portion Hoffnung im Gepäck 😊
Und tatsächlich: Ganz am Ende der Promenadenstraße werden wir fündig. In einer kleinen Seitenstraße entdecken wir einen freien Parkplatz – zwar ziemlich weit weg, aber egal. Dann müssen eben wir und die Mitarbeiter der Mietwagenstation ein paar Schritte mehr laufen. Schnell noch Fotos vom Auto und der Umgebung gemacht, einen Screenshot mit dem Standort aus Google Maps gespeichert – sicher ist sicher.
Anschließend stiefeln wir fast die gesamte Promenade entlang zurück zur Mietwagenstation. Die Rückgabe läuft zügig und völlig unkompliziert: Schlüssel abgeben, Bilder mit Standort per Mail schicken, fertig. Wirklich entspannt – diese Mietwagenstation können wir absolut empfehlen.
In der Zwischenzeit haben sich Juli und Greg an Bord frischgemacht. Wir schreiben ihnen kurz, dass wir startklar sind, und treffen uns wenig später für unseren Spaziergang durch die Altstadt von Mahón.
Inselhauptstadt Mahón
Mahón – oder Maó, wie die Stadt auf Spanisch heißt – ist seit 1722 die Hauptstadt Menorcas. Rund 30.000 Menschen leben hier, hoch oben auf einer etwa 30 Meter hohen Steilküste. Die Altstadt steckt voller spannender historischer Gebäude, kleiner Märkte, Museen und vor allem fantastischer Aussichtspunkte auf den Hafen, der als größte Attraktion der Stadt gilt und eine eigene kleine Welt für sich ist.
Wir spazieren zunächst gemütlich am Hafen entlang. Auch hier lohnt sich das Schlendern: Zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés säumen die Promenade und laden zum Verweilen ein. Schließlich stehen wir vor einer langen Treppe, die hinauf in die Altstadt führt – viele Stufen, ganz schön steil. Für Autos gibt es eine serpentinenartige Straße nach oben.
Wir entscheiden uns für die bequeme Variante: den gläsernen Aufzug direkt neben der Straße. Der bringt uns kostenlos und ganz entspannt direkt hinauf in die Altstadt. Ein kleines Highlight für sich – und eine perfekte Lösung für alle, die keine Lust auf Treppensteigen haben.



Oben angekommen haben wir einen fantastischen Blick über die Serpentinenstraße, den Hafen mit AIDAstella und die verwinkelte Altstadt, die auf einem Felsplateau direkt am Meer thront. Einfach ein Hammer-Panoramablick!

Plaça del Carmen
Vom oberen Auslass des Glasaufzugs sind es nur wenige Schritte bis zum Claustre del Carme, einem ehemaligen Karmeliterkloster. Das Kloster samt angrenzender Kirche wurde zwischen 1726 und 1808 erbaut und ist heute ein schöner, ruhiger Ort mitten in der Stadt.
Und dann stehen wir auch schon mitten in der Altstadt von Mahón. Malerische Gassen, idyllische Kirchen und wunderschöne Plazas reihen sich aneinander. Menorcas Hauptstadt verzaubert uns mit ihrer entspannten Kleinstadt-Atmosphäre und einem verwinkelten Labyrinth aus engen Straßen, gesäumt von hübschen Stadthäusern und historischen Kirchen. Ein Ort, an dem wir einfach gern umherstreifen und immer neue Ecken entdecken.




Spanisches Flair & Tapas
Und dann überkommt uns ein kleines Hüngerchen. In einem Tapas-Restaurant mit Außenterrasse finden wir in nettes schattiges Plätzchen und lassen uns typische spanische Tapas schmecken. Besonders die lokalen Käse- und Wurstspezialitäten haben es uns angetan. Eine leckere und entspannende Pause 🙂



Spaziergang durch die Altstadt
Frisch gestärkt schlendern wir weiter durch die Altstadt und erreichen die Plaça de la Conquesta. Hier befinden sich das Rathaus und die Kathedrale Santa Maria de Maó. Die katholische Kirche wurde im 18. Jahrhundert auf den Ruinen einer früheren Kirche errichtet, die durch einen Blitzschlag vollständig zerstört worden war.


Anschließend erkunden wir weiter Mahón, die uralte Hauptstadt der Insel mit über 3.000 Jahren Geschichte. Verwunschene Plätze, stille Gassen und beeindruckende Gebäude begleiten uns auf unserem Spaziergang. Gerade die Altstadt mit ihren imposanten Bauten ist absolut sehenswert und lädt dazu ein, sich treiben zu lassen und immer neue Ecken zu entdecken.



Panoramablick über den Hafen
Nur ein paar Schritte von der Plaça de la Conquesta entfernt gelangen wir in die Carrer d’Alfons III. Von hier zweigen immer wieder kleine Gassen ab, die zu großartigen Aussichtspunkten führen. Diese kurzen Abstecher lohnen sich wirklich.




Am Ende der kleinen Gasse stehen wir direkt am Rand der Felsenkante, auf der Mahón thront. Vor uns öffnet sich ein traumhaftes Panorama über den gesamten Hafen – inklusive Blick auf die AIDAstella und Teile der Altstadt. Ein absolut irrer Ausblick, bei dem wir genüsslich stehen bleiben, tief durchatmen und diesen Moment einfach in uns aufsaugen.

Historische Straße in der Altstadt
Irgendwann reißen wir uns von dem Aussichtspunkt los und erkunden weiter die Altstadt. Eine der schönsten Straßen ist für uns ganz klar die Carrer d’Isabel II. Sie gilt als eine der architektonisch bedeutendsten und charmantesten Straßen von Mahón – und das völlig zu Recht. Entlang der Straße reihen sich elegante Stadtpaläste aus dem 18. Jahrhundert aneinander, viele in Weiß- und Pastelltönen gehalten.
Besonders auffällig ist der britische Einfluss aus jener Zeit: kunstvoll geschmiedete Balkone, grün oder blau gestrichene Fensterläden und gläserne Erker verleihen den Fassaden einen ganz eigenen Charakter. Die Straße ist schmal, ruhig und strahlt ein würdiges, historisches Flair aus. Beim Spaziergang fühlen wir uns ein wenig in eine andere Epoche zurückversetzt – ein echtes Highlight der Altstadt und perfekt, um Mahóns Geschichte auf sich wirken zu lassen.





Unseren Altstadt-Spaziergang lassen wir in der Shopping-Meile mit einem leckeren Eis auf die Hand ausklingen 🙂 Wir haben sogar Glück und erwischen eine Bank zum Ausruhen. Perfekt!


Wieder an Bord
Langsam machen wir uns wieder auf den Weg zurück zur AIDAstella. Um 18 Uhr legen wir ab, und wir möchten nicht auf den allerletzten Drücker an Bord sein. Den Tag haben wir wirklich hervorragend genutzt – wir haben viel gesehen, viel erlebt und sind uns einig: Menorca gefällt uns ausgesprochen gut.
Diesmal lassen wir den gläsernen Aufzug links liegen und nehmen die große Treppe hinunter zum Hafen. Unten an der Promenade, der Moll de Ponent, reihen sich Bars, Restaurants und kleine Läden aneinander. Hier ließe es sich sicher noch wunderbar verweilen, doch uns zieht es nun nach dem erfüllten Tag zurück aufs Schiff.
Um 16.45 Uhr sind wir wieder an Bord. Nach dem kurzen Frischmachen auf der Kabine geht es direkt aufs Pooldeck. Noch einmal genießen wir den Blick auf Mahón – und entdecken gegenüber den Felsen mit den Aussichtspunkten, an denen wir erst vor Kurzem standen und selbst auf das Schiff hinuntergeschaut haben. Jetzt stehen wir hier oben und blicken zurück. Einfach richtig cool.

Abschied von Mahón
Pünktlich um 18.00 Uhr legt die AIDAstella von der Pier ab und wir nehmen langsam Abschied von Mahón. Das Auslaufen genießen wir ganz entspannt auf der Außenterrasse des Restaurants Bella Donna. Lecker zu Abend essen und dabei diese herrliche Ausfahrt beobachten – was gibt es Schöneres?
Wie schon am Morgen geht es erneut durch den beeindruckenden Naturhafen von Mahón, den größten natürlichen Hafen Europas. Die fjordartige Bucht bietet nicht nur Schutz vor Unwetter und starkem Wellengang, sondern ist mit einer natürlichen Tiefe von bis zu 30 Metern ideal für Schiffe aller Art. Ganze sechs Kilometer lang und an der breitesten Stelle bis zu 1.200 Meter breit, ist dieser Hafen ein echtes Naturwunder – ein perfekter Abschied von einem rundum gelungenen Tag auf Menorca.





Unser Tipp für Langschläfer, die heute morgen die Einfahrt verpasst haben: Lasst Euch auf keinen Fall das Auslaufen ab 18.00 Uhr entgehen. Der Anblick ist mindestens genauso sehenswert – wenn nicht sogar noch schöner.
Wir werfen ein letztes Mal einen Blick auf die Inselhauptstadt Mahón, sehen die Altstadt hoch oben auf dem Felsen und entdecken sogar noch einmal die Treppe und den gläsernen Aufzug, die hinauf in die Altstadt führen. Ein richtig schöner Abschied – und einfach ein toller Moment zum Genießen.



Langsam geht die Sonne unter und taucht den Fjord in warmes, goldenes Licht. Die Ausblicke sind einfach herrlich – ein Anblick, den man am liebsten festhalten möchte. Wirklich ein unvergessliches Erlebnis.



JJetzt heißt es Koffer packen, denn morgen geht es leider schon wieder nach Hause. Bevor wir später zur Farewell Party auf dem Pooldeck aufbrechen, erledigen wir lieber noch schnell die Pflichtübung. Dann können wir den letzten Abend ganz entspannt genießen 😉

Farewell Show & Poolparty
Das Theatrium ist bis auf den letzten Platz gefüllt – wir finden keinen Platz mehr. Doch auf Deck 11 entdecken wir freie Liegeinseln. Perfekt! Von hier aus verfolgen wir die Show auf dem Bildschirm und hören gleichzeitig live die Musik und Ansprachen. Bequemer geht’s kaum 😊
Die Crew-Band Stellaris spielt noch einmal ein paar Songs, die gesamte Crew versammelt sich auf der Bühne und der Kapitän richtet ein paar herzliche Worte an uns. Alles ist sehr emotional und berührend – ein wunderbarer Abschluss einer rundum gelungenen Reise.





Direkt im Anschluss geht’s auf die Abschiedspoolparty auf dem Pooldeck. Die AIDA Stars treten mit einer ABBA-Show auf und natürlich gibt es ein Sektbuffet. Wir feiern ein letztes Mal für diese Reise unter freiem Himmel, hören Musik und tanzen, genießen die frische Seeluft und lassen uns einen leckeren Cocktail schmecken. Ein wirklich rundum gelungener Tag!








So, das war es für heute. Eine wunderschöne Reise geht zu Ende. Morgen geht’s es wieder nach Hause. Aber das ist die Geschichte von Morgen. Gute Nacht 🙂