18.09.2025: MARSEILLE (Frankreich)

Reisenotizen:

Donnerstag, 18.09.2025

Liegezeit: 8:00 bis 17:30 Uhr
Liegeplatz: Môle Leon Gourret – Pier 163

Wetter: sonnig | 31°C

Sonnenaufgang: 7:22 Uhr
Sonnenuntergang: 19:44 Uhr

Zeitverschiebung: keine, wie Sommerzeit Deutschland

Nächste Etappe: 224 Seemeilen (415 km)  bis Mahón/ Menorca


Unser heutiger Tag: Wir erkunden Marseille auf eigene Faust, für den Transfer in die Stadt nutzen wir den AIDA-Shuttle. Wir erkunden die Kathedrale de la Major, die Altstadt Le Panier mit kunstvoller Street Art und den Alten Hafen „Vieux Port“. Ein toller Tag!



Reisebericht:

Bonjour aus Marseille 🙂 Heute wollen wir wieder auf eigene Faust losziehen. Dazu haben wir uns im Vorfeld über myAIDA Shuttle-Bus-Tickets (17 Euro p.P./Stand Sep 25) besorgt mit denen wir ins acht Kilometer entfernte Stadtzentrum von Marseille kommen.

Pünktlich um 8:00 Uhr liegen wir im Hafen von Marseille. Der Hafen befindet sich weiter außerhalb im Industriehafen. Einfach so zu Fuß in die Stadt laufen ist zu weit. Es gibt wohl kostenlose Hafen-Shuttlebusse, die unregelmäßig am Hafenausgang warten und ins Zentrum fahren. Das scheint uns ein wenig unsicher, wir wählen daher den sicheren Weg mit dem AIDA-Shuttlebus. Der fährt regelmäßig, letzter Shuttle zurück um 16:15 Uhr.

Mit dem Shuttle in die Stadt

Wir wollen einen frühen Shuttle erwischen, daher frühstücken wir schon zeitig. Dann schnell noch an Deck um einen ersten Eindruck von Marseille zu gewinnen. Was sehen wir da? Mit uns im Hafen liegt die AIDAcosma, das neueste und größte Schiff der Flotte.

Um 9:10 Uhr sitzen wir bereits im Shuttle in Richtung Innenstadt. Vorher ist natürlich das obligatorische Gangway-Foto Pflicht 🙂 Der Bus füllt sich schnell und schon geht’s los. Die 8 Kilometer lange Fahrt führt über das riesige Hafengelände bis zum Fuß der Kathedrale, dort ist unser Shuttle-Treffpunkt. Insgesamt dauert die Fahrt etwas über 20 Minuten.

Ach ja, kurzer Spoiler: Es war gut, dass wir uns für den AIDA-Shuttle entschieden haben! Schon im Vorfeld hat Torsten im Internet gelesen, das genau heute am 18.09.26 in Frankreich ein Generalstreik stattfindet. Frankreich steht sozusagen still. Überall sollen Demos stattfinden, auch in Marseille. Der Kapitän hat gestern ebenfalls darauf hingewiesen und um Verständnis gebeten, wenn in Marseille nicht alles normal abläuft. Die von AIDA geplanten Ausflüge wären aber nicht betroffen.

Während wir mit unserem AIDA-Shuttle durchs riesige Hafengelände fahren, sehen wir am Hafenausgang – locker 2 Kilometer vom Schiff entfernt – viele Menschen auf den kostenlosen Hafen-Shuttle warten. Die warten lange, so erfahren wir am Abend. Der gesamte Hafen ist menschenleer, keine Arbeiter zu sehen. Und auch keine kostenlosen Hafen-Shuttles. Alle im Streik.

Kathedrale de la Major

Kurz nach halb zehn steigen wir direkt beim Shuttle-Treffpunkt nahe der Kathedrale aus – perfektes Timing, denn genau die wollen wir uns unbedingt anschauen. Von der Haltestelle sind es nur ein paar Schritte bis zu den Treppen, die hinauf auf den riesigen Vorplatz führen. Oben angekommen stehen wir plötzlich davor: eine gewaltige Kathedrale, umgeben von einem weiten Platz, darüber ein strahlend blauer Himmel. Wow – was für ein Anblick!

Natürlich wollen wir auch hinein, doch leider ist noch geschlossen. Laut Aushang soll um 10 Uhr geöffnet werden. Kein Problem, ein paar Minuten Geduld haben wir. Nur… um zehn passiert nichts. Ob das wohl am Streik liegt? Wer weiß. Also beschließen wir, erst einmal weiterzuziehen. Auf dem Rückweg kommen wir sowieso wieder hier vorbei – und dann bleibt hoffentlich noch genug Zeit, dieses beeindruckende Bauwerk auch von innen zu entdecken.

Die Cathédrale de la Major – oder offiziell Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de Marseille – ist wirklich ein Bauwerk, das sofort ins Auge sticht. Kein Wunder, dass sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt. Erbaut wurde sie zwischen 1852 und 1893, also über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren, in einer Zeit, in der Marseille als wichtigster Hafen Frankreichs galt.

Schon von außen wirkt die Kathedrale außergewöhnlich: Mit ihren mehreren Kuppeln, den edlen Materialien und dem neoromanisch-byzantinischen Stil erinnert sie fast mehr an eine orientalische Moschee als an eine klassische christliche Kirche. Genau dieser „exotische“ Look macht ihren besonderen Reiz aus und hebt sie deutlich von anderen Kathedralen ab.

Kurz gesagt: Die Cathédrale de la Major ist nicht nur ein religiöses Bauwerk, sondern ein echtes Wahrzeichen von Marseille – monumental, außergewöhnlich und absolut sehenswert.

Quer durch die Altstadt Le Panier

Direkt neben dem Platz der Kathedrale beginnt unser nächstes Ziel: das Altstadtviertel Le Panier. Genau der richtige Ort, um einfach loszulaufen und sich treiben zu lassen. Ohne Plan, dafür mit offenen Augen.

Le Panier ist das älteste Viertel von Marseille – und fühlt sich an wie ein kleines Labyrinth. Enge, kopfsteingepflasterte Gassen schlängeln sich zwischen bunten Häusern hindurch, immer wieder unterbrochen von Treppen, kleinen Plätzen und blumengeschmückten Balkonen. Es hat fast etwas von einem mediterranen Dorf mitten in der Stadt.

Das Panier-Viertel gilt als die „Wiege von Marseille“ – und genau so fühlt es sich auch an. Mitten im Stadtzentrum gelegen, direkt am Meer und eingebettet zwischen altem und neuem Hafen, ist es der perfekte Ort, um in die Geschichte der Stadt einzutauchen.

Kunstvolle Streetart

Überall stößt man auf Kunst: riesige Murals an Hausfassaden, filigrane Pochoirs – sogenannte „Schablonen-Kunstwerke“ – bunte Mosaike, Pappmaché-Totems und viele weitere kreative Werke prägen das Straßenbild. Das Viertel wirkt wie eine einzige Open-Air-Galerie, in der sich Street Art und Graffiti ganz selbstverständlich in den Alltag mischen.

Dazu kommen kleine Galerien, Ateliers und individuelle Boutiquen, die dem Ganzen eine kreative, fast schon bohèmehafte Atmosphäre verleihen. Am schönsten ist es, das Viertel zu Fuß zu erkunden – ohne Ziel, einfach treiben lassen, abbiegen, stehen bleiben und auch die unscheinbaren Seitengassen entdecken. Genau dort warten oft die spannendsten Motive.

Früher war der Panier ein klassisches Hafenviertel, stark geprägt von Immigration und einfachem Leben. Heute hat sich das Viertel gewandelt: Es ist lebendig, kreativ und deutlich touristischer, ohne dabei seinen ursprünglichen Charme komplett verloren zu haben. Ein Viertel, das Vergangenheit und Gegenwart auf ganz eigene Weise miteinander verbindet – und definitiv einen Besuch wert ist.

Am besten lässt man sich einfach von der eigenen Neugier treiben – und genau das machen wir! Durch das Gewirr aus schmalen Gassen, kleinen Plätzen, steilen Straßen und Treppenwegen entdecken wir immer wieder neue Ecken – und ganz nebenbei öffnen sich hier und da wunderschöne Ausblicke auf den alten Hafen und das glitzernde Mittelmeer. Genau das macht das Erkunden hier so besonders.

Den besonderen Charme von Le Panier macht genau diese Mischung aus: uralte Geschichte, die bis zu den griechischen Anfängen Marseilles zurückreicht, trifft auf eine lebendige, kreative Gegenwart. Street Art an den Wänden, kleine Boutiquen, Galerien und gemütliche Cafés bringen Leben ins Viertel – auch wenn es heute deutlich touristischer ist als früher. Trotzdem fühlt sich Le Panier immer noch authentisch, kreativ und herrlich entspannt an.

Street Art in allen Facetten

Seit dem Kulturhauptstadtjahr hat sich Le Panier zu einem echten Hotspot für Street Art entwickelt. Die vergängliche Kunst des 21. Jahrhunderts hat zahlreiche Fassaden erobert und prägt heute ganz selbstverständlich das Straßenbild.

Mal begegnet man riesigen Schriftzügen – Tags oder Bubbles im XXL-Format –, dann wieder feinen Stencils oder fantasievollen Wandbildern, die ganze Hauswände in kleine Kunstwerke verwandeln. Genau diese Vielfalt macht den Reiz aus: Hinter jeder Ecke wartet ein neues Motiv, oft überraschend, manchmal politisch, manchmal einfach nur schön anzusehen.

Durch die Montée des Accoules zum Alten Hafen

So langsam nähern wir uns unserem nächsten Ziel: Dem Alten Hafen. Wir laufen durch die Montée des Accoules, eine historische, malerische Gasse in der Altstadt. Über dem Viertel thront der Glockenturm der Kirche Notre-Dame-des-Accoules, die das Herzstück der Gegend bildet. So, wie das Viertel wuchs, veränderte sich auch das Gotteshaus und wurde mit jedem Bau größer. Die kleine Kapelle aus dem 11. Jahrhundert machte im 13. Jahrhundert Platz für die Kirche mit Glockenturm.

Wir erreichen den Place Villeneuve-Bargemon. Dieser Platz liegt im Herzen von Marseille, nahe dem Alten Hafen – dem „Vieux-Port“ – und dem historischen Viertel Le Panier. Ein schöner, großer Platz mit lebendiger Atmosphäre. Hier steht auch das Maison Diamantée, das Diamantenhaus. Ein historisches Juwel aus dem Jahr 1570, bekannt für seine einzigartige Fassade aus Natursteinen, die wie geschliffene Diamanten wirken. 

Und HA! Was sehen wir da? Ein riesiger Schriftzug „MARSEILLE“! Zum Glück ist noch nicht so viel los. Schnell einen anderen Touristen angequatscht, damit er ein Foto uns vieren an dem Schriftzug macht 🙂  

Auf dem Weg zum Alten Hafen

Eigentlich wollen wir gemütlich zum Alten Hafen schlendern – doch schon von weitem ahnen wir, dass das heute nichts wird. Die Lautstärke bestätigt es schnell: Direkt am Hafen findet eine große Demo statt. Unzählige Streikende ziehen mit Schildern und lauten Gesängen rund um das Wasser, überall Polizei, viele Straßen sind abgesperrt.

Die Stimmung wirkt zwar insgesamt entspannt, trotzdem beschließen wir, einen Bogen um das Geschehen zu machen. Auch auf Fotos verzichten wir lieber, bevor sich jemand provoziert fühlt. Stattdessen ändern wir spontan unseren Plan und steuern die „Neustadt“ am Kopf des Alten Hafens an. Durch kleine Nebenstraßen finden wir schnell unseren Weg – die Demo hören wir noch eine Weile, sehen sie aber nicht mehr.

Am Place du Général-de-Gaulle ist von all dem plötzlich nichts mehr zu spüren. Rund um das Karussell schlendern Touristen, in den Cafés sitzen Menschen ganz entspannt bei ihrem Milchkaffee. Ein paar Straßen weiter eine Demo, hier pures Urlaubsgefühl – Marseille eben 🙂

Kleine Pause an der Oper

So langsam spüren wir unsere Füße und Durst haben wir auch. Direkt vor der Marseiller Oper finden wir das nette Café Deia. Dort legen wir eine kleine Pause ein. So ein wenig Entspannung bei einem kühlen Drink tut wirklich gut 🙂

Die Opéra de Marseille ist ein echtes Schmuckstück. Das prachtvolle Gebäude vereint neoklassizistische Elemente mit Art-déco-Details und zieht von außen alle Blicke auf sich. Die Geschichte der Oper reicht weit zurück: Bereits 1685 war Marseille – nach Bordeaux – die zweite Stadt Frankreichs mit einem Opernhaus. Das heutige Operngebäude wurde 1787 eingeweiht und zählt damit zu den ältesten großen Opernhäusern außerhalb von Paris.

Frisch gestärkt ziehen wir weiter. Nun wollen wir nochmal am Alten Hafen schauen, ob dort immer noch eine Menschenmenge den Generalstreik feiert. Und siehe da! Die Demo hat sich verzogen 🙂 Und wir haben die Chance, am Hafen zu spazieren.

Spiegelungen am L’Ombrière de Norman Foster

Am Kopf des Alten Hafens wartet ein echtes Highlight – modern, schlicht und trotzdem absoluter Hingucker: der L’Ombrière de Norman Foster, auch bekannt als der Pavillon von Norman Foster. Dabei handelt es sich um ein rund 1.000 m² großes Stahldach aus spiegelpoliertem Edelstahl, das 2013 errichtet wurde. Getragen von schlanken Säulen schwebt es etwa sechs Meter über dem Boden und wirkt dabei überraschend leicht und unaufdringlich.

Das Besondere passiert allerdings darunter: Die stark spiegelnde Unterseite reflektiert alles, was sich darunter bewegt – Fußgänger, Marktstände, Straßenkünstler und natürlich auch uns. Je nach Tageszeit entstehen ständig neue Perspektiven, weshalb hier eigentlich immer Menschen stehen und nach oben fotografieren. Kein Wunder, der Pavillon ist wie gemacht für ungewöhnliche Erinnerungsfotos.

Ursprünglich dient der Ombrière ganz praktisch als Schutz vor Sonne und Regen, doch längst ist er selbst zu einer kleinen Attraktion geworden. Wer den Vieux Port besucht – und das sollte man in Marseille unbedingt – sollte hier auf jeden Fall einen Stopp einlegen. Modern, verspielt und überraschend: ein Ort, der einfach Spaß macht.

Der Alte Hafen – der „Vieux Port“

Am Vieux Port liegt das maritime Herz von Marseille. Kleine Segel- und Motorjachten schaukeln neben bunten Fischerbooten im Wasser, rund um das Hafenbecken reihen sich Restaurants aneinander und dazwischen herrscht ein lebendiges, fröhliches Gewusel. Hier bleiben wir automatisch stehen, schauen und hören zu und genießen einfach die Atmosphäre.

Über allem thront – fast schon majestätisch – das Wahrzeichen der Stadt: die Basilika Notre-Dame-de-la-Garde. Hoch oben auf dem Hügel ragt sie zwischen den Segelmasten hervor und bietet einen einzigartigen Anblick, der sofort hängen bleibt. Kein Wunder, dass sie mit rund zwei Millionen Besuchern im Jahr zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Marseilles zählt.

Die Wallfahrtskirche wurde ab 1853 an der Stelle einer mittelalterlichen Kapelle erbaut und steht auf einer 161 Meter hohen Anhöhe. Von dort oben eröffnet sich ein fantastischer Blick über die Stadt und das Mittelmeer.

Bei früheren Besuchen in Marseille waren wir schon einmal oben bei der Basilika – eine beeindruckende Kirche an einem Ort, den man so schnell nicht vergisst. Damals haben wir es uns ganz bequem gemacht und sind mit der kleinen Bimmelbahn hinaufgefahren, die direkt bis zur Kirche fährt und dort auch einen Stopp einlegt.

Die Fahrt war perfekt, um entspannt einen Streifzug durch Marseille zu unternehmen und ganz ohne Anstrengung auf den Hügel zu kommen. Praktisch: Die Bimmelbahn startet direkt am Alten Hafen und ist ideal, wenn man Stadt und Aussicht genießen möchte, ohne jeden Höhenmeter selbst zu erklimmen.

Rückweg über die Altstadt

Vorbei am Mairie de Marseille, dem Rathaus, schlendern wir zurück Richtung Altstadt Le Panier. Während wir den Hügel hochsteigen, haben wir immer wieder einen schönen Ausblick auf den Hafen und die Basilika. Und dann tauchen wir wieder ein in den ältesten Stadtteil von Marseille. Die engen Gassen und historischen Gebäude geben dem Viertel den Charakter eines mediterranen Dorfes.

Mediterrane Altstadt

Beim Schlendern durch die engen Gassen fühlen wir uns ein bisschen in eine andere Zeit versetzt: kleine Häuser, verwinkelte Treppen, bunte Fassaden und überall Details, die Geschichten erzählen.

Historische Schilder, liebevoll arrangierte Antiquitäten, wuchernde Topfpflanzen und bunt bemalte Hauswände – die Straßen von Le Panier sind eine echte Augenweide. Dazwischen verstecken sich hervorragende Restaurants und gemütliche Weinbars, die zum Verweilen einladen. Kein Wunder also, dass das Viertel oft als das schönste in Marseille bezeichnet wird.

Dabei hatte Le Panier nicht immer diesen Ruf. Früher war das Viertel eher für Kriminalität und zwielichtige Geschäfte bekannt. Heute hat es sich komplett gewandelt: Historische Gassen, farbenfrohe Häuser, jede Menge Street Art sowie kleine Shops, Cafés und Galerien machen es zu einem echten Highlight der Stadt.

Kurz gesagt: eine Extraportion „Joie de vivre – Freude am Leben“! Wir schlendern einfach ohne Plan durch die Gassen rund um die Rue du Panier, lassen uns treiben und genießen diese entspannte, fast schon dörfliche Atmosphäre mitten in Marseille. Es fühlt sich an wie ein provenzalisches Dorf mitten in der Großstadt. Entspannt, künstlerisch, lebendig, mit südländischem Flair und Gemeinschaftsgefühl.

Dieses tolle Flair wollen wir weiter genießen. Daher suchen wir uns ein nettes Café und lassen die Atmosphäre bei einem kühlen korsischen Pietra Bier auf uns wirken. Gleich geht’s auf dem Rückweg zum Shuttle-Bus nochmal an der Kathedrale vorbei. Mal sehen, ob sie nun geöffnet hat.

Typisch französische Crêpes

Was darf in Frankreich nicht fehlen? Natürlich leckere Crêpes! Daher biegen wir kurzerhand in die Rue de l’Évêché ab – hier gibt es eine Menge Lokale, Restaurants und Food-Buden. Wir entscheiden uns für einen süßen Crêpes mit Nutella und einen herzhaften Galettes mit Schinken und Käse. Genau passend zu unserem kleinen Hüngerchen. Und super, super lecker!

Im Innern der Kathedrale

Frisch gestärkt statten wir der Kathedrale de la Major ab. Und anders als heute morgen ist sie nun geöffnet. Perfekt, dann können wir sie noch von innen besichtigen. Zeit genug dafür haben wir noch. Aber erst einmal lassen wir dieses imposante Bauwerk auf uns wirken! Mit dem strahlend blauen Himmel ein fantastischer Anblick!

Auch im Inneren geht es prunkvoll weiter. Die reiche Ausstattung, kunstvollen Altäre und beeindruckenden Statuen erinnern eher an Kirchen im Orient als an ein klassisches europäisches Gotteshaus. Alles wirkt monumental und gleichzeitig detailverliebt.

Mit Platz für rund 3.000 Menschen zählt La Major zur größten Kathedrale, die seit dem Mittelalter erbaut wurde und gehört damit zu den größten Kirchen Frankreichs.

Die Kathedrale La Major beeindruckt uns mit ihrem prachtvollen Innenraum sofort. Hohe Kuppeln, kunstvolle Bögen und leuchtende Mosaiken schaffen eine majestätische Stimmung. Trotz all der Pracht wirkt die Kathedrale erstaunlich ruhig und feierlich. Warmes Licht fällt durch die zentrale Kuppel, lässt den Marmor schimmern und schafft eine Atmosphäre, in der man automatisch langsamer wird und einen Moment inne hält.

Der Wechsel aus hellem und dunklem Stein, riesige Kuppeln und die große Vierungskuppel verleihen dem Raum eine monumentale Wirkung. Besonders schön sind die detailreichen Altäre von Cantini, die das Gesamtbild perfekt abrunden.

Die imposante Kathedrale hat uns mächtig beeindruckt. Wir werfen nochmal einen letzten Blick auf das monumentale Bauwerk. Majestätisch thront die Kathedrale de la Major auf dem riesigen Kirchenplatz und gilt nicht umsonst als Wahrzeichen Marseilles. 

Zurück mit dem Shuttle

Wir steigen wieder die Treppen hinab und laufen zum Treffpunkt des Shuttlebusses. Perfekt, es steht gerade ein Shuttle da, wir können direkt einsteigen. Schon 5 Minuten später fahren wir los. Es ist jetzt 14.50 Uhr und 15 Minuten später sind wir wieder zurück auf AIDAstella. Das ist ja mal super gelaufen!

Sonne auf dem Pooldeck

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Pooldeck und genießen die Sonne. Um 17.00 Uhr legt unser Schwesterschiff AIDAcosma ab und wir beobachten wie sie gemächlich abfährt. Nur noch eine halbe Stunde, dann nehmen auch wir Abschied von Marseille.

Abschied von Marseille

Pünktlich um 17.30 Uhr beginnt das Ablegemanöver. Das Sail Away erklingt, wir stehen an der Reling und beobachten, wie AIDAstella langsam den Hafen verlässt. Wir genießen ein letztes Mal die Aussicht auf Marseille, die Basilika Notre-Dame-de-la-Garde thront oben auf dem Hügel. Ein laues Lüftchen weht uns um die Nase, ein kühler Cocktail in der Hand – was gibt es besseres?

Abendliches Entertainment

Unsere Abendplanung sieht wie folgt aus: Erst um 19 Uhr im Theatrium die Show „Queen – I want it all“, anschließend Abendessen und dann um 21.30 Uhr zur Silent Party auf das Pooldeck. Und genau so machen wir es 🙂

Die Silent Party ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Musik ertönt nur über Kopfhörer, es gibt drei verschiedene Kanäle unter denen man aussuchen kann. Also hört jeder was anderes und jeder tanzt auf etwas anderes. Wirklich lustig!

Und dass die Party Spaß macht, das sehen viele andere Gäste ganz genauso: Das Poodeck ist rappelvoll, jeder hat Kopfhörer auf den Ohren, die Stimmung ist riesig! Immer wieder wechseln wir die Kanäle und singen lauthals mit. Wirklich lustig, wenn man mal den Kopfhörer abnimmt 🙂 Ein „Durcheinander-Gesang“ was das Zeug hält 🙂

Und wir feiern mit: Mit dem Zug der keine Bremsen hat, rasen wir Atemlos nach Bella Napoli und wünschen uns einen Wackelkontakt herbei, der uns Kölsche Jungs mit lautem Aloha He dicht in den Flieger bringt 😁

Das war heute ein perfekter Tag, alles rundum gelungen. Und morgen ist Seetag, da können wir alles Revue passieren lassen und den ganzen Tag entspannen. Das ist allerdings die Geschichte von Morgen. Gute Nacht 🙂


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