Reisenotizen:
Mittwoch, 17.09.2025
Liegezeit: 9:00 bis 19:30 Uhr
Liegeplatz: Auf Reede – Transferzeit: ca. 15 Min
Wetter: sonnig | 25°C
Sonnenaufgang: 7:11 Uhr
Sonnenuntergang: 19:38 Uhr
Zeitverschiebung: keine, wie Sommerzeit Deutschland
Nächste Etappe: 137 Seemeilen (254 km) bis Marseille, Frankreich
Unser heutiger Tag: Wir erkunden Cannes zu Fuß auf eigene Faust. Es geht zur historischen Altstadt Le Suquet mit Kastell und Kathedrale, zum kulinarischen Marché Forville, zum noblen Boulevard de la Croisette mit dem Luxus-Hotel Carlton und natürlich zum Palais des Festivals – berühmt durch die Filmfestspiele.

Reisebericht:
Bonjour aus Cannes 🙂 Heute liegen wir auf Reede in der Bucht von Cannes, das bedeutet: Wir tendern heute! Für uns erstmal nix Besonderes. Haben wir schon öfter gemacht. Tendern ist immer ein Erlebnis, allerdings dauert der gesamte Vorgang immer etwas länger. Und hängt von einer guten Organisation der Reederei ab. Mal schauen wie es heute läuft.
Für Cannes haben wir keinen Ausflug gebucht, sondern wollen die Stadt der Schönen und Reichen auf eigene Faust erkunden. Daher können wir das Tendern ganz entspannt ohne Termindruck angehen.
Abenteuer Tendern
Die Tenderstrecke beträgt lt. „AIDA heute“ etwa 15 Minuten. Tendertickets gibt es keine, okay, dann laufen alle gleichzeitig los. Ausgang soll auf Deck 5 im hinteren Treppenhaus sein. Nochmal okay, irgendwie komisch. Wir sind noch nie von Deck 5 ins Tenderboot gestiegen, sondern immer von Deck 3. Na ja, wir werden sehen und lassen uns einfach überraschen.
Um 9:45 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Tenderboot. Und zwar auf Deck 5 im hinteren Treppenhaus. Wir sehen schon die Schlange, aber was ist das? Die Wartenden werden durch gezielte Absperrungen hinausgeführt auf das Außendeck. Und hier werden alle nach vorne geleitet zum vorderen Treppenhaus, dort geht’s zwei Decks tiefer auf Deck 3. Wie genial ist das denn!




Warten sind wir bei Tendern ja gewohnt, aber normalerweise stehen wir dichtgedrängt im Treppenhaus. Hier stehen die meisten wartenden Leute draußen in der frischen Luft auf dem Deck 5-Außendeck! Mit einer herrlichen Aussicht auf Cannes, das Meer und die ersten Tenderboote.




Es wurden Stühle aufgestellt, damit man sich auch mal setzen kann. Gerade für ältere Leute richtig sinnvoll, die nicht mehr so gut lange stehen können. Wird auch gerne genutzt, wie wir sehen 🙂 Alle sind super entspannt und gut gelaunt. Kein Gedrängele, keine motzenden Leute, alles läuft friedlich und zügig ab. Kurz nach zehn sind wir bereits auf dem Tenderboot und unterwegs. So ein entspanntes Tendern haben wir noch nicht erlebt, danke AIDAstella!



Ein Tag in Cannes – Stadt der Schönen und Reichen
Cannes – bekannt für das Filmfestival, Luxusyachten und die glamouröse Croisette – bietet nicht nur roten Teppich und Glanz, sondern auch charmante Altstadtgassen, bunte Märkte und mediterranes Flair. Und all das wollen wir heute auf eigene Faust erkunden.
Gegen 10.20 Uhr steigen wir am Tender-Pier aus dem Tenderboot. Natürlich steht noch das obligatorische „Gangway-Foto“ an, diesmal nur eher ein „Tender-Pier-Foto“ 😉 Vom Pier haben wir einen tollen Blick auf AIDAstella, die in der Bucht von Cannes vor Anker liegt.




Gemütlich schlendern wir den Pier entlang, Richtung Altstadt. Unser Tender-Pier liegt im westlichen Teil des Hafens zwischen Quai Max Laubeuf und Quai du Large, nicht weit entfernt vom Hafen, der Altstadt und dem berühmten Palais des Festivals. Alles zu Fuß erreichbar und später einfach wieder zu finden 🙂 Perfekt!



Cannes empfängt uns gebührend mit herrlichstem Wetter. Auf dem Weg zur Altstadt schlendern wir an einem kleinen Stadtstrand vorbei und an riesigen Palmen, was für ein tolles Bild!

Le Suquet – Charmantes Mittelalter
Unser erstes Ziel ist die Altstadt von Cannes – das historische Viertel Le Suquet. Sie liegt auf einem malerischen Hügel ganz in der Nähe des Jachthafens Le Vieux Port und ist bequem zu Fuß erreichbar. Wir finden uns schnell zurecht, denn überall weisen Schilder den Weg, und so marschieren wir einfach los. Es geht bergauf, über Treppen und durch schmale Gassen – alles wunderbar mittelalterlich und unglaublich charmant. Le Suquet ist geprägt von steilen Kopfsteinpflasterstraßen, pastellfarbenen Häusern und kleinen, liebevollen Läden. Hoch oben auf dem Hügel thront das Château de la Castre – genau unser Ziel.


Cannes hat eine Seele und diese blüht in Le Suquet auf. Dieser Hügel war die Wiege der Stadt. Restaurantterrassen und Galerien säumen dieses malerische Viertel. Als ältestes Viertel von Cannes zeigt Le Suquet das wohl authentischste und malerischste Gesicht der berühmten Filmstadt.
Le Suquet sollte auf keiner To-do-Liste der Sehenswürdigkeiten in Cannes fehlen. Die Altstadt sollte man auf keinen Fall verpassen!
Oben am Chateau de la Castre
Nach einem kurzen Spaziergang den Hügel hoch kommen wir am Château de la Castre an. Heute ist das Kastell ein Museum. Schon allein die Lage macht den Besuch lohnenswert, denn von hier oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und die Bucht von Cannes.



Die Burganlage blickt auf eine lange Geschichte zurück: Ab dem 11. Jahrhundert wurde sie für die Mönche von Lérins errichtet, die eigentlich auf der Insel Saint-Honorat lebten. Der Komplex ist wie eine kleine Festung angelegt, mit viereckigem Grundriss, Innenhof und einem markanten Bergfried. Im Zentrum steht der quadratische Wachturm aus dem 11. Jahrhundert, der mit seinen rund 21 Metern Höhe bis heute das Stadtbild prägt. Ebenfalls Teil der Anlage ist die Sainte-Anne-Kapelle.
Wer nach dem Aufstieg durch die Altstadt noch Energie hat, kann noch die 109 Stufen im Turm erklimmen. Wir sparen uns das heute, es ist einfach zu heiß für so viele Stufen. Und der Panoramablick auf die Bucht von Cannes ist schon von hier einfach atemberaubend!
Panoramaaussicht auf Cannes
Auf dem höchsten Punkt des Hügels, dem Vorplatz des Kastells – dem Place de la Castre – genießen wir einen fantastischen Panoramablick auf Cannes, den alten Hafen und die Lérins-Inseln. Der Aufstieg über die Treppen und Gassen des Le Suquet-Hügels hat sich gelohnt. Von hier haben wir einen wunderschönen Blick auf den Hafen und Strand von Cannes und die umliegende Landschaft.

Hier oben befindet sich auch der bekannte „Cannes-Schriftzug“, der auch von weithin aus der Stadt heraus sichtbar ist. Der Blick von hier über die Stadt ist einfach gigantisch.
Es ist inzwischen sehr heiß geworden, wir sind froh an Kopfbedeckungen als Sonnenschutz gedacht zu haben. Noch mehr freuen wir uns, dass wir ein Schattenplätzchen finden und uns ausruhen können. Wir verweilen ein wenig hier und genießen die Aussicht.


Kathedrale Notre Dame d’Esperance
Irgendwann zieht es uns weiter. Direkt neben dem Kastell und dem großen „Cannes“-Schriftzug liegt die Kirche Notre-Dame-d’Espérance mit ihrem markanten, hohen Turm.
Die Kirche liegt auf dem Hügel Le Suquet an der Place de la Castre, mitten im ältesten Teil von Cannes, und ist Unserer Lieben Frau der Hoffnung – französisch: espérance – geweiht. Ihre Geschichte reicht bis ins frühe 16. Jahrhundert zurück: Am 14. November 1521 wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Doch das ehrgeizige Projekt stellte die Einwohner von Cannes lange vor große Herausforderungen. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen zog sich der Bau über rund 80 Jahre hin, bis 1628 schließlich ein Bauunternehmer mit der Fertigstellung beauftragt wurde. Nach weiteren Schwierigkeiten konnte die Kirche 1641 vollendet und 1645 geweiht werden.
Heute bleibt uns ein Blick ins Innere verwehrt: Wegen einer Beerdigung ist die Kirche geschlossen, und teilweise steht die Trauergemeinde noch vor dem Eingang. Wir ziehen uns leise und respektvoll zurück, um niemanden zu stören – zum Glück verhalten sich auch alle anderen Besucher rücksichtsvoll und halten Abstand.


Stattdessen nehmen wir uns die Zeit für einen Spaziergang rund um die Kirche und genießen den herrlichen Blick auf die Stadt, die Bucht von Cannes und das Meer. Die Stadt sieht von hier oben so schön aus!




Spaziergang durch die Altstadt
Eine der schönsten Aktivitäten hier ist es ganz einfach, durch die Gassen der Altstadt zu schlendern. Genau hier zeigt sich das alte Cannes von seiner authentischsten Seite. Wir lassen uns treiben, spazieren gemütlich durch gepflasterte, farbenfrohe und liebevoll mit Blumen geschmückte Straßen – meist bergab, über Treppen und Kopfsteinpflaster. Unterwegs entdecken wir malerische Fassaden, kleine typische Restaurants und diese warme, historische Atmosphäre, die so gar nichts mit dem Trubel der Croisette zu tun hat. Dieser Spaziergang gehört einfach dazu, wenn man die Seele der Stadt wirklich verstehen möchte.



Am Fuße des Hügels von Le Suquet gönnen wir uns im „Le Bistrot De Grand Mère by La Brouette“ in einer der ältesten Straßen von Cannes eine kleine Pause. Gemütlich sitzen wir mit einem kühlen Drink an einem der Außentische und entspannen unsere müden Füße. Und im Schatten sitzen tut auch gut 🙂
Um uns herum historische Gebäude, kleine Restaurants und Kopfsteinpflaster-Romantik. Le Suquet zeigt uns das authentische, ursprüngliche Cannes – fernab vom Luxus der Croisette, aber mit genauso viel Charme und Geschichte.



Marché Forville – Kulinarischer Hotspot
Beim Schlendern durch die Altstadt landen wir schließlich am Marché Forville – einem wunderbar charmanten Markt voller lokaler Spezialitäten. Er liegt zentral am Fuß von Le Suquet und eignet sich perfekt für einen kulinarischen Besuch.
Hier schlägt das Genießer-Herz höher: Käse, Oliven, frisches Gemüse, Lavendel, aromatische Kräuter und fangfrischer Fisch werden liebevoll präsentiert – alles regional, frisch und saisonal. Außer montags findet der Markt täglich statt und wird vor allem von lokalen Gemüsebauern und Fischern beschickt. Kein Wunder, dass der Marché Forville als das wahre Volksherz von Cannes gilt.





In der großen Markthalle herrscht reges Treiben. Farben, Düfte und Stimmen vermischen sich zu einer lebendigen, authentischen Atmosphäre, die je nach Jahreszeit immer wieder anders wirkt.





Auf dem Markt haben wir uns mit lokalen Leckereien eingedeckt und wir probieren Quiche Lorraine und frittierte Zucchiniblüten – ein Genuss! Dazu frisch gepresster Saft – perfekt bei der Hitze.



Rund um den Markt lädt eine Fußgängerzone zum entspannten Bummeln ein, mit kleinen Geschäften, Cafés und Terrassen, auf denen man das bunte Markttreiben wunderbar beobachten kann.
Lebendiges Shopping in der Rue Meynadier
Vom Marché Forville ist es nicht weit zum Palais des Festivals, nur wenige Minuten zu Fuß. Wir entscheiden uns aber erst noch für einen Bummel durch die Rue Meynadier, die ebenfalls nur einen Katzensprung neben dem Markt liegt.
Die Rue Meynadier ist eine der lebendigsten Straßen im Herzen von Cannes. Sie führt von der Altstadt Le Suquet direkt zum Bahnhof und verbindet damit ganz natürlich den modernen Teil der Stadt mit ihrem historischen Kern. Entlang der Straße reihen sich lokale Geschäfte, kleine Boutiquen, Cafés und Restaurants aneinander – deutlich bodenständiger und authentischer als die glamouröse Croisette.
Hier spürt man das echte Cannes: statt Luxusmarken trifft man auf Feinkostläden, Souvenirstände, Märkte und Läden, in denen vor allem Einheimische einkaufen. Die Rue Meynadier ist eine wichtige Fußgängerachse, immer voller Leben, und von ihr zweigen immer wieder charmante kleine Gassen ab, die zum Entdecken einladen.


Kurz gesagt: Wer Cannes abseits von Glanz und Glamour erleben möchte, sollte sich einen Spaziergang durch die Rue Meynadier auf keinen Fall entgehen lassen.
Die Stadt lebt vom Kontrast: Zwischen dem Marché Forville und dem Palais des Festivals liegen nur wenige Minuten – und doch trennen sie Welten. Diese Vielfalt zieht Jahr für Jahr Besucher aus aller Welt an.
Entspannung in der Bimmelbahn
Inzwischen sind wir am Palais des Festivals angekommen. Die Croisette ist nicht mehr weit. Aber die Sonne brennt – es ist superheiß 🌞🌞 Die Hitze ist enorm, also entscheiden wir uns spontan für eine einstündige Fahrt mit der Bimmelbahn (14 € pro Person, Stand 09/25). Die Entscheidung fällt nicht schwer. Wir sitzen im Schatten und danach sind wir hoffentlich wieder ausgeruht.





Die Bimmelbahn – oder auch „Petit Train“ – fährt einen Rundkurs, der uns bis zum Ende der Croisette und auch bis zum Gipfel des Altstadt-Hügels bringt. Dort waren wir heute morgen zwar schon, aber das macht nichts. Doppelt hält besser 🙂
Der Zug füllt sich schnell und nach kurzer Wartezeit geht’s schon los. Vorbei am Palais des Festivals, entlang des Boulevard de la Croisette mit riesigen Palmen. So schön!






Luxus-Hotels und Nobel-Marken
Entlang der Straße reihen sich außerdem edle Hotels, exklusive Geschäfte und gehobene Restaurants aneinander. Alles strahlt Luxus und Eleganz aus – ein echtes Schaufenster für den glamourösen Lebensstil, für den Cannes weltbekannt ist.
Wir rauschen vorbei an weltbekannten Luxus-Hotels wie das Hotel Martinez, das Carlton Hotel und Hotel Majestic. Hier übernachten während der Filmfestspiele Promis wie Uma Thurman, Clint Eastwood, Sharon Stone und Quentin Tarantino. Oder auch Meryl Streep und Heidi Klum 🙂





Die fast einen Kilometer lange Straße ist gesäumt von eleganten Boutiquen und gilt als das Zuhause zahlreicher internationaler Top-Marken. Hier finden sich große französische Designer wie Chanel, Dior, Hermès und Saint Laurent ebenso wie italienische Luxuslabels à la Armani, Prada, Gucci, Valentino oder Dolce & Gabbana. Ergänzt wird das Ganze durch renommierte Juweliere und Uhrenhersteller wie Bulgari, Chopard, Van Cleef & Arpels.






Hier in Cannes findet man große Schaufenster und Schilder der bekanntesten internationalen Marken. Man hat die Qual der Wahl: Haute Couture und Prêt-à-porter, Juweliere, Lederwaren, Parfümerien, Schönheitsinstitute, Dekorationsgeschäfte, Kunstgalerien. Cannes ist ein wahres Paradies für Luxus-Shopping.
Mit der Bimmelbahn in die Altstadt
Unser Zug nimmt Kurs auf den Altstadt-Hügel Le Suquet, vorbei am Rathaus von Cannes. Langsam schlängelt sich die Bimmelbahn durch die historischen Gassen den Hügel hinauf. Die ein oder andere Straße kennen wir schon von heute morgen, jetzt können wir alles nochmal von der Bahn aus betrachten.


Oben am Hügel von Le Suquet angekommen, gibt es einen Zwischenstopp von 15 Minuten an der Kirche Notre Dame d’Esperance. Heute morgen war die Kirche aufgrund einer Beerdigung geschlossen, jetzt sind die Tore wieder geöffnet. Perfekt, dann sehen wir die Kirche auch noch von innen 🙂
Die gotische Kirche mit romanischem Glockenturm ist zu Ehren Unserer Lieben Frau der Hoffnung geweiht. Über dem Hochaltar befindet ein gleichnamiges Gnadenbild. Diese vergoldete Holzstatue thront in der Mitte des Chors. Sie wurde von der Abtei von Lérins gestiftet und stammt aus dem 16. Jahrhundert.





Prominente Handabdrücke
Die Bimmelbahn-Tour hat echt Spaß gemacht. Unsere Füße sind wieder entspannt und wir sind voller Tatendrang. Jetzt wollen wir die berühmte Promenade Croisette entlang flanieren. Los geht’s dort, wo die Bimmelbahn hält – am Palais des Festivals.



Was man in Cannes auf keinen Fall verpassen sollte: Der Boulevard de la Croisette, die mit Abstand bekannteste Straße in Cannes, ist das pulsierende Herz der Stadt. Hier liegt die Strandpromenade, das berühmte Carlton Hotel und natürlich – im Zentrum aller Veranstaltungen – den Palais des Festivals. Und genau hier beginnen wir unseren Spaziergang.
Vor dem Palais des Festivals befindet sich die „Allée des Stars“, der lokale „Walk of Fame“ – angelehnt an den Walk of Fame in Hollywood. Berühmtheiten des Kinos wie Sylvester Stallone, Diane Kruger und Pedro Almodóvar haben ihre Handabdrücke und Unterschriften auf Zementplatten verewigt, die den Weg säumen und an die Filmgeschichte erinnern.
Wir folgen den Platten auf der Esplanande und staunen über die vielen Handabdrücke. Hier ein paar, die uns besonders gefallen:






Ein wenig Glamour der Filmfestspiele erleben wir in der Touristeninformation. Nachgestellte Festspiele mit Filmszenen und Kinostühlen versprühen einen Hauch von Filmwelt und Promis. Und wir mittendrin 🙂




Der Boulevard de la Croisette folgt dem Küstenverlauf und wird von Sandstränden, exklusiven Boutiquen und palastartigen Hotels gesäumt. Dorthin führt uns nun unser Weg.
Glamouröse Promenade an der Croisette
Cannes ist ein Urlaubsort an der französischen Riviera, der vor allem durch seine weltberühmten Filmfestspiele international bekannt wurde. Im Mittelpunkt steht das moderne Palais des Festivals et des Congrès mit seinem legendären roten Teppich. Seit über 70 Jahren wird hier unter den Palmen von Cannes im Rahmen des internationalen Filmwettbewerbs die Goldene Palme verliehen. Jedes Frühjahr verwandelt sich die Stadt in eine glamouröse Bühne und empfängt Filmstars, Regisseure und Medien aus aller Welt.




Neben der berühmten Treppe halten wir Ausschau nach Stars oder Filmsternchen. Na ja, aktuell sind keine Filmfestspiele, da haben wir wohl kein Glück. Spoiler: Nachher läuft uns tatsächlich auf der Croisette noch der Reality-Star Cosimo Citiolo über den Weg 🙂 Weitere Stars sehen wir aber leider nicht 😦 Aber wir sehen die Abbildung von vielen Berühmtheiten. Ein wenig Glanz färbt da auch auf uns ab 🙂


Die Bilderausstellung ist eine Hommage an die Stars, die das Filmfestival von Cannes prägten, und lädt Besucher ein, in die Fußstapfen der Berühmtheiten zu treten.
Flanieren auf der Croisette
Mit ihren rund drei Kilometern Länge lässt die berühmte Croisette wirklich keine Wünsche offen. Palmen säumen die Promenade, feiner Sandstrand liegt direkt daneben, dazu kommen legendäre Paläste und elegante Kasinos. All das zusammen bietet ein traumhaftes Panorama auf die Bucht von Cannes und die vorgelagerten Lérins-Inseln.
Der Ausblick ist wirklich traumhaft. Wir genießen unseren Spaziergang auf dieser weltberühmten Meile. Unser Ziel ist es bis zum berühmten Carlton-Hotel zu laufen, dieses liegt so ungefähr auf halber Höhe der Croisette.




Entlang des wunderschönen Strandes, der sich durch die gesamte Bucht zieht, flanieren wir an der Croisette vorbei, bestaunen imposanten Grandhotels und beobachten das bunte Treiben – inklusive der wohlhabenden Besucher, die in ihren luxuriösen Autos vorfahren.
Das berühmte Carlton-Hotel
Dann erreichen wir das imposante Hotel Carlton. Staunend stehen wir vor dem beeindruckenden Bauwerk, das zeitlosen Glamour verkörpert. Vor dem strahlend blauen Himmel sieht das Hotel einfach fantastisch aus!
Das Luxushotel wurde 1911 eröffnet, hat 332 luxuriöse Suiten und Zimmer und pflegt den Mythos als Filmkulisse. Denn das Carlton Cannes ist untrennbar mit Grace Kelly verbunden. Sie wohnte während der Filmfestspiele 1955 dort, auch traf sie ihren späteren Ehemann Fürst Rainier III hier in Cannes. Das Hotel war Drehort für den Hitchcock-Film „Über den Dächern von Nizza“. Viele Schlüsselszenen des Films, in dem Grace Kelly und Cary Grant die Hauptrollen spielten, wurden im Carlton Cannes gedreht.



Neben der Grace-Kelly-Suite gibt es auch Suiten, die nach anderen Filmgrößen wie Cary Grant, Alfred Hitchcock und Sean Connery benannt sind. Es ist berühmt dafür, während der jährlichen Filmfestspiele von Cannes Filmstars aus aller Welt zu beherbergen.





Zwischendurch ein kleiner Promi-Spotting-Moment: Cosimo Citiolo aus dem Reality-TV begegnet uns. Er schlendert mit seiner Frau an uns vorbei, scheinbar auch auf Sightseeing 🙂 Leider waren wir nicht schnell genug – wir haben kein Beweisfoto von ihm 😦
Die Hitze ist immer noch enorm. Daher entscheiden wir uns zurück zum Tenderboot zu laufen. Gemütlich schlendern wir an der Croisette zurück, kommen irgendwann wieder am Rathaus vorbei und erreichen den Tender-Pier. Was für ein toller Tag in Cannes!




Tenderfahrt zum Schiff
Um 16:45 Uhr erwischen wir ein Tenderboot und es geht zurück zum Schiff. Wie auf der Hinfahrt dauert die Fahrt rund 15 Minuten. Der Tender ist nicht so voll und wir können gut aus der Luke und den Türen hinaus spähen. Es gelingen ein paar gute Schnappschüsse von AIDAstella 🙂



Besonders spannend finden wir das Anlegen des Tenders an der Luke von AIDA. Wir beobachten wie geschickt und behutsam der Tender-Kapitän unser Boot steuert und passend genau anlegt. Wie immer helfen die Mitarbeiter beim Aussteigen und schwupps sind wir wieder auf der AIDAstella.



Entspannung am Pool
Anschließend genießen wir noch ein paar Stunden am Pooldeck – inklusive Sprung ins kühle Nass zur Abkühlung. Das ist einfach perfekt für einen perfekten Tag. Uns geht’s einfach gut!



Irgendwann suchen wir uns ein Plätzchen im hinteren Bereich, damit wir besser den Sonnenuntergang und auch das Ablegen beobachten können. Die untergehende Sonne taucht alles in ein wunderschönes warmes Licht. So schön!





Abschied von Cannes
Das letzte Tenderboot bringt die aller letzten Gäste zurück an Bord. Nachdem es eingefahren ist, macht sich AIDAstella bereit und verlässt den Ankerplatz in der Bucht von Cannes. Mit der untergehenden Sonne ein wunderschönes Panorama.





Der Sonnenuntergang über dem Meer in der Bucht von Cannes ist ein wundervolles Schauspiel voller Wärme. Die Sonne sinkt langsam dem Horizont entgegen und taucht den Himmel in leuchtende Farben – sattes Rot, weiches Orange und sanftes Gelb fließen ineinander und spiegeln sich auf der ruhigen Wasseroberfläche. Langsam setzt sich AIDAstella in Bewegung, zieht eine feine Spur im Wasser und verabschiedet sich von Cannes.




Abendliches Entertainment
Am Abend findet um 21 Uhr auf dem Pooldeck eine ganz besondere Show statt: Crew meets Band! Auf diese Show freuen wir uns sehr. Crew-Mitarbeiter, aus allen möglichen Abteilungen und die nicht zum Show-Ensemble gehören, singen für uns auf der großen Bühne! Mit ganz viel Liebe und Engagement üben sie in der Freizeit für ihren großen Auftritt. Diese Show ist immer wieder ein Erlebnis.
Auch heute unterhält uns die Crew Meets Band hervorragend. Tolle Stimmen, super Stimmung! Hier auf der AIDAstella haben ein paar Crew-Mitglieder sogar eine eigene Band gegründet: Stellaris! Die Band gibt ein paar Songs zum Besten und rockt die Bühne. Was für Energie, was für eine Stimmung!



Fazit des Tages
Cannes bietet weit mehr als Luxus und Filmfestival-Glamour. Le Suquet, der Markt und die Croisette zeigen eine lebendige, charmante Stadt voller Geschichte und Lebensfreude. Der Tag war einfach perfekt, abwechslungsreich und zugleich entspannt – eine gelungene Mischung aus Sightseeing, Genuss und Entspannung.
Für heute war’s das, wir sind müde, aber glücklich. Morgen sind wir nochmal in Frankreich, genauer gesagt in Marseille. Aber das ist die Geschichte von Morgen 🙂 Gute Nacht 🙂